Fußball | 3. Liga Aue-Kapitän Männel: "Rost und Piplica waren Idole für mich"

Martin Männel ist schon 34, geht in seine 15. Saison beim FC Erzgebirge Aue. Man könnte meinen, er hat schon alles erlebt. Pustekuchen. Männel wird erstmals von zwei seiner großen Idole trainiert.

Martin Männel (Aue) 2 min
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Diese Tatsache zaubert dem Kapitän des FC Erzgebirge Aue ein breites Lächeln ins Gesicht. Männel kennt nur zwei Vereine: Energie Cottbus und Erzgebirge Aue.

Als der "kleine" Martin noch in der U15 durch das Energie-Tor flog, begeisterten Mittelfeld-Motor Timo Rost und Torwart-Ikone Tomislav Piplica die ganze Lausitz und den Nachwuchstorhüter Männel. "Es waren meine Idole", blickt Männel im MDR-Interview am Rande des 4:0-Testspielsieges gegen Lok Leipzig zurück. "Für mich schließt sich der Kreis", so der Schlussmann, der seit 2008 in Aue ist und sich derzeit nach einer Knie-Operation zurück kämpft.

"Timo kann auch dazwischen hauen"

Männel erinnert sich an die Zeit in Cottbus, als er nach seiner Zeit im Nachwuchs in der zweiten Mannschaft im Tor stand und zu Rost und Piplica aufblickte, genau: "Beide waren damals wie heute sehr ehrgeizig", plaudert er. "Wenn man sieht, wie Timo am Spielfeldrand auf- und ab tigert und Kommandos gibt. Er kann sehr freundlich und spaßig sein. Er kann aber auch dazwischen hauen, wenn ihm was nicht passt."

Das sei eine sehr gute Mischung, die ihn auszeichne. Aggressiv, dynamisch und aktiv - so war Rost zu seiner aktiven Zeit und so tritt er auch als Trainer auf. Die Mentalität und Erfahrung passe zu Aue. "Es hilft dem Team extrem", so Routinier Männel.

Torwart Tomislav Piplica (Mitte) und Timo Rost (li.) enttäuscht nach dem verpasstem Aufstieg, re. Trainer Eduard Geyer (alle Cottbus) Fußball 2. BL Herren Saison 2003/2004
Torwart Tomislav Piplica (Mitte) und Timo Rost (li.) spielten unter Trainer Eduard Geyer viele Jahre beim FC Energie Cottbus. Bildrechte: IMAGO / Dehli-News

Männel - dienstältestes "Veilchen"

Er verlängerte seinen Vertrag lange vor dem Saisonende noch einmal um ein Jahr. Der Kontrakt ist für die 2. und 3. Liga gültig, beinhaltet außerdem eine Option zur Verlängerung.

2008 kam Männel von seinem Ausbildungsklub Energie Cottbus nach Aue. Der aus Hennigsdorf in Brandenburg stammende Torhüter wurde auf Anhieb Stammkeeper in der 3. Liga und stieg mit den Veilchen 2010 in die 2. Bundesliga auf. Er hielt dem Klub auch nach den Abstiegen 2015 und 2022 die Treue und wird jetzt belohnt: Mit zwei Idolen auf Trainerbank.

Nach Knie-OP: Erste Einheiten mit Piplica

Das dürfte auch seine Genesung beflügeln. Letzte Woche kehrte er zurück ins Training, zog endlich wieder Fußballschuhe und Handschuhe an und absolvierte die ersten Einheiten mit Piplica. "Es hat sich sehr gut angefühlt. Nach der Reha konnte ich diesen Moment kaum erwarten." Für einen Einsatz in einem Testspiel reichte es bisher noch nicht.

Sanny Stephan

Das sagen die Trainer nach Aue gegen Lok Leipzig

timo Rost 3 min
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3 min

Timo Rost war nach dem deutlichen Sieg seiner Mannschaft zufrieden. Einzelene Spieler wollte er aus der Gesamtleistung seines Teams nicht hervorheben.

Sa 02.07.2022 20:55Uhr 03:18 min

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Almedin Civa 3 min
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Mannschaftsfoto auf dem Rasen. 1 min
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 03. Juli 2022 | 19:30 Uhr

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