Fußball | 3. Liga FCM gegen FCK: Der war doch drin!

Das erste Spiel nach Wiederaufnahme der Liga hat der 1. FC Magdeburg gegen den 1. FC Kaiserslautern verloren. Dabei vergab der FCM zahlreiche Hochkaräter. Einmal war der Ball wohl drin, der Schiri aber erkannte den Treffer nicht an.

Nicht gegebener Treffer des 1. FC Magdeburg 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Es lief die 50. Minute im Spiel Magdeburg gegen Kaiserslautern als Tarek Chahed nach einer Parade von FCK-Keeper Lennart Grill den Nachschuss aus Nahdistanz aufs Tor brachte. Mit einer resoluten Klärungsaktion beförderte Dominik Schad die Kugel auf Höhe der Torlinie raus aus dem FCK-Strafraum. Die Magdeburger Spieler rissen sofort die Arme hoch. Als die Pfeife von Bundesliga-Schiedsrichter Manuel Gräfe nach kurzem Blickkontakt zu seinem Assistenten Pascal Wien stumm blieb, gab es lautstarke Proteste.

Das Schiedsrichtergespann blieb bei seiner Entscheidung. Technische Hilfsmittel, wie die Torlinientechnik oder den Videobeweis, gibt es in der 3. Liga nicht. Die TV-Bilder konnten die Situation auch nicht zu richtig auflösen, zu schlecht war der Winkel der Kamera, um eine eindeutige Aussage treffen zu können.

Foto erweckt den Anschein, dass Treffer regulär war

Nun ist jedoch ein Pressefoto aus deutlich besserer Position aufgetaucht, bei dem es so aussieht, als wäre der Ball hinter der Linie gewesen. Somit fehlt dem 1. FC Magdeburg nicht nur ein Treffer, sondern auch mindestens ein wichtiger Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Da es sich um eine Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters handelt, hätte ein möglicher Protest des FCM wohl nur sehr geringe bis gar keine Aussichten auf Erfolg.

Kaiserslautern-Spieler Domink Schad (li.) klärt einen Schuss von Magdeburgs Tarek Chahed (nicht im Bild). Obwohl der Ball hinter der Linie zu sein scheint, zählt die Aktion nicht als Treffer.
Drin oder nicht drin? Entscheiden Sie selbst! Bildrechte: Ron Hartmann

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red

Zum Spiel

Das Bild zeigt Claus-Dieter Wollitz, Trainer des 1. FC Magdeburg, im Interview nach dem Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern. 5 min
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 31. Mai 2020 | 15:10 Uhr

8 Kommentare

AufmerksamerBeobachter vor 5 Wochen

Wirklich aergerlich, aber so ist Fußball eben. Heute in Wuerzburg wird es sicher nicht um 1 Tor nehr oder weniger gehen, das das Spiel entscheidet. Fuenf Tore werden fallen.

Himmelblauer Erzgebirgler vor 5 Wochen

Bei der Auffassungsgabe die Sie besitzen, sollten Sie sich schnell für eine Schiedsrichterausbildung bewerben.
Das der Ball hinter der Linie war konnte erst nach Auswertung des Standbildes mit Vergrößerung aus der Zeitlupe (siehe Schiedsrichterentscheidungen bei liga3-online) festgestellt werden.

Mike.... vor 5 Wochen

Tatsachenentscheidung oder nicht. Bei freier Sicht zur Torlinie. Hätte der Assistent auf Tor zeigen müssen. War mir schon recht sicher. Der steht fast auf der Linie holt mit dem fuss aus. Das kann nur hinter der Linie sein. Außerdem hat für mich der schieri nicht zum Assistenten geschaut. Sondern auf gleich auf weiter spielen entschieden. Wenn bei den ganzen Mittwoch samstags spielen auch die Schiedsrichter gefordert werden, dann soll es auch in Liga 3 vollkonzentrierte unparteiische geben. Die Liga als beiläufig mit zu nehmen ist unsportlich. Hier darf und soll kritisiert werden