Fußball | 3. Liga Magdeburg und Münster spielen zum Abschluss remis

38. Spieltag

Der 1. FC Magdeburg hat gegen Preußen Münster einen einigermaßen versöhnlichen Saisonabschluss feiern können. Die Elbestädter spielten gegen den Absteiger nach einem Scheibenschießen in der zweiten Hälfte 2:2 (0:0).

Für beide Teams ging es vor der Partie nur noch darum, sich mit Anstand aus der Saison zu verabschieden. Der FCM hatte den Klassenerhalt durch ein 2:0 in Ingolstadt am vergangenen Spieltag gesichert, während für Münster derselbige nach dem 0:3 gegen Meppen am Mittwoch nicht mehr möglich war.

Grottenkick in der ersten Hälfte

Solch eine Konstellation bringt entweder ein Offensivspektakel hervor, in dem beide Teams ohne Druck nach vorne spielen. Oder einen Grottenkick, bei dem sich keiner mehr weh tun will. In Magdeburg gab es in der ersten Hälfte eher letzteres zu begutachten. Tatsächlich erspielten sich weder Magdeburg noch Münster eine wirklich gefährliche Torchance, Annäherungen schafften nur Daniel Steininger, der nach einer Kombination von Rico Preißinger und Anthony Roczen von halblinks abzog (38.) sowie zwei Minuten später Joel Grodowski, der sich bei seinem Abschluss aber zu viel Zeit ließ und noch geblockt wurde.

Christian Beck jubelt,  Magdeburg
FCM-Torjäger Christian Beck konnte gegen Münster mal wieder jubeln. Bildrechte: imago images/Jan Huebner

Drei Tore in drei Minuten in der zweiten

In der zweiten Hälfte entwickelte sich dann doch noch das erhoffte Scheibenschießen. Es begann mit einem Treffer von Magdeburgs Goalgetter Christian Beck, der nach 870 Minuten mal wieder netzen konnte. Dabei hatte er etwas Glück, dass sein Schuss von halblinks noch unhaltbar abgefälscht wurde. Die Preußen glichen in der 75. Minute durch den eingewechselten Maurice Litka aus, der nach einem Pass von Luca Schnellbacher ins kurze Eck traf. Nur drei Minuten später dann die erneute FCM-Führung durch den ebenfalls eingewechselten Manfred Osei Kwadwo, dessen Abschluss ebenso abgefälscht wurde. Und postwendend schließlich das 2:2 wieder durch Litka, mit einem abermals abgefälschten Schuss. Dabei blieb es.

Stimmen zum Spiel

Thomas Hoßmang (Trainer Magdeburg): "Jetzt gehen wir erstmal was essen mit den Jungs und lassen das erstmal sacken. Dann werden wir sicherlich das eine oder andere Gespräch führen. Und dann werden wir gucken, wohin das geht."

Christian Beck (Spieler Magdeburg): "Es würde mich natürlich freuen, wenn er bleibt. Wir haben in den letzten Wochen gesehen, wie gut das funktioniert hat. Wir haben das sehr gut gemacht. Er hat uns einen Plan mitgegeben. Das passt alles und die Mannschaft folgt ihm auch. Es ist für mich gar keine Frage, dass wir gerne mit ihm weitermachen würden."

cdi

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 04. Juli 2020 | 16:30 Uhr

21 Kommentare

W.O.H vor 5 Wochen

Sehr geehrter T.T. gebe ihnen völlig Recht , die Mannschaft hätte keine Leitfigur so wie Sowieso es war manchmal hatte man das Gefühl die spielen gegeneinander. Und Beck als Kapitän naja dazu erspar ich mir den Kommentar, wollen Mal hoffen das man aus den gemachten Fehlern gelernt hat.
Mit freundlichen Grüßen

Thommi Tulpe vor 5 Wochen

Beim größten Erfolg des FCM war ich 8 Jahre jung. Niemand in meiner Familie war fußball-interessiert. So bekam "Klein-T. T." damals nichts mit vom Europacup-Sieg. Selbst später hatte ich als aktiver Fan nie Bezug zu diesem Ereignis. Die "Mär der 11 Freunde" ... Mag sein, dass diese Zeiten vorbei sind. Aber was hat den Club ausgemacht, als man in die 3. Liga aufstieg, dort 3 Jahre sehr erfolgreichen Fußball spielte? Da war die Mannschaft eine Einheit (mehr als 11 Freunde). Verein, Mannschaft und Fans ... da war eine Verbundenheit, die es heute zumindest so nicht mehr gibt. Man sollte schnellstmöglich konstruktive Antworten auf die Frage finden, warum das in den letzten beiden Jahren passieren konnte. Ich denke: Alle haben in den letzten Jahren an "Bodenhaftung" verloren!?

altmarkboy vor 5 Wochen

Ich verstehe sie sehr wohl. Aber glauben sie immer noch an die Mär, Elf Freunde müsst ihr sein ??? Sorry, aber diese Zeiten sind vorbei. Ich war damals auch begeistert, dass nahezu alle Spieler des FCM 1974 aus dem Bezirk MD kamen und den Weltfussball mit dominierten. Heute unvorstellbar. Aber heute habe ich das Gefühl, einige in MD sind nicht bereit neuen Input von aussen zuzulassen. Der Eigensinn und Stolz steht vielem Neuen im Wege. Ich erinnere hier auch immer gerne an den 30jährigen Krieg. München hatte damals die Tore geöffnet, die Stadt damit gerettet. Wir in MD mussten ja die Helden spielen. Das Ergebnis ist ja bekannt. 300 Bewohner blieben letztendlich in der Stadt. Davon haben wir uns nie erholt.

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