Fußball | 3. Liga FCM-Sportdirektor Schork will Teamspirit - Bertram und Gjasula zurück

Otmar Schork ist als neuer Sportdirektor des 1. FC Magdeburg präsentiert worden. Der frühere Sportchef des SV Sandhausen setzt beim neuen Club auf Werte und Teamspirit. Die zuletzt freigestellten Routiniers Jürgen Gjasula und Sören Bertram sind ab sofort wieder im Team.

Otmar Schork ist am Dienstag (10.11.2020) als neuer Sportdirektor des 1. FC Magdeburg präsentiert worden. Der frühere Sportchef des SV Sandhausen erhält einen Vertrag bis 2022. Das gaben die Elbestädter am Samstag nach dem Heimsieg gegen die "kleinen" Bayern bekannt. Laut des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Lutz Petermann gilt der Kontrakt für die 2. und 3. Liga. Der FCM kündigte an, dass Schork bei Erreichen des Klassenerhalts am Saisonende zum Sportgeschäftsführer aufsteigen soll.

Fechner: "FCM-Familie zu großen Leistungen in der Lage"

FCM-Präsident Peter Fechner erklärte auf der Pressekonferenz: "Den Posten des Sportdirektors zu besetzen, hatte oberste Priorität. Es ist wichtig, dass wir wieder Ruhe in den Verein bekommen. Wichtig ist das auch für die FCM-Familie." Diese sei zu großen Leistungen in der Lage, wenn sie erkenne, dass alles für den Verein getan werde.

FCM-Präsident Peter Fechner
FCM-Präsident Peter Fechner Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Schork: "Mit Teamspirit viel erreichen"

Mit den Worten "Hallo Magdeburg" begann Schork, seine Ziele zu erläutern. "Ich freue mich auf die Aufgabe und glaube, dass ich einen Mehrwert im sportlichen Bereich für den Verein erzielen kann. Ich möchte das Flaggschiff des Clubs auf Kurs bekommen und in ruhigere Fahrwasser leiten", sagte der Nachfolger von Interimsvorgänger Mario Kallnik.

Pressekonferenz mit Otmar Schork 24 min
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Sport im Osten Di 10.11.2020 11:25Uhr 24:02 min

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Pressekonferenz mit Otmar Schork 24 min
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Sport im Osten Di 10.11.2020 11:25Uhr 24:02 min

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Der Aufsichtsrat habe Ende September Kontakt aufgenommen, seitdem sei Schork bei mehreren FCM-Spielen gewesen. "Bei den beiden FCM-Heimspielen habe ich verspürt, welche Leidenschaft und Liebe zum Verein da ist. Ein Punkt, der mich bewegt hat, eine neue Herausforderung anzugehen", erklärte Schork. Es sei wichtig, die Werte des FCM zu leben und als nächstes die Mannschaft kennenzulernen. Mit Teamspirit sei viel zu erreichen.

Bertram und Gjasula ab sofort wieder dabei

Die Verantwortlichen äußerten sich auch zum Thema Jürgen Gjasula und Sören Bertram. Beide Spieler sind ab sofort wieder im Team des 1. FC Magdeburg. Schork zufolge gab es mit beiden Routiniers jeweils Sechs-Augen-Gespräche, die mit Trainer Thomas Hoßmang und der sportlichen Leitung geführt wurden.

Thomas Hoßmang
Trainer Thomas Hoßmang Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Coach werde nun entscheiden, wie Gjasula und Bertram nach 14-tägiger Pause das Training aufholen. "Eitelkeiten weglassen und Teamspirit formen - das kann nur die Voraussetzung sein, um den FCM nach vorn zu bringen", sagte Schork. Gjasula und Bertram waren nach dem 1:2 gegen Wehen Wiesbaden vom Trainings- und Spielbetrieb freigestellt worden. Wie Geschäftsführer Mario Kallnik, der zum Zeitpunkt der Entscheidung noch Sportchef war, erklärt hatte, sollen sie gegen bestimmte Werte des 1. FC Magdeburg verstoßen haben. Offenbar hatten sie personelle Entscheidungen auf eine Art und Weise hinterfragt.

Jürgen Gjasula (re.) und Sören Bertram (1. FC Magdeburg)
Sören Bertram und Jürgen Gjasula Bildrechte: imago images / Christian Schroedter

Zweitliga-Aufstieg mit Sandhausen

Von 1994 bis 2002 leitete der gelernte Versicherungskaufmann die sportlichen Geschicke des SV Sandhausen noch nebenberuflich, ehe Schork von 2011 bis 2019 dann hauptamtlich agierte. 2012 stiegen die Sandhäuser in die 2. Bundesliga auf und etablierten sich im "Unterhaus".

Otmar Schork
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Felix Thiel

Videos und Audios zur 3. Liga

Morris Schröter trifft per Foulelfmeter
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Der FSV Zwickau hat bei Viktoria Köln einen Punkt erkämpft. Dabei war die Schlussphase des Spiels richtig dramatisch.

Mi 25.11.2020 22:53Uhr 02:58 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-zwickau-punktet-nach-elfmeterdrama-in-koeln-100.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 10. November 2020 | 19:30 Uhr

37 Kommentare

Thommi Tulpe vor 2 Wochen

Ich möchte nicht meine 41 Jahre überbewertet wissen. Es kann nicht jeder Fan über 50 Jahre alt sein. Genauso kenne ich Fans, welche den Europacup-Sieg noch bewusst miterlebten. Es ist "nur" so: In DDR-Zeiten kam man nicht so einfach in den U-Block rein. Das wäre mir in DDR-Zeiten nie gelungen, weil ich dort niemanden kannte, der "ein gutes Wort" für mich eingelegt hätte - ich hatte keine Fürsprecher. Nach der "Wende" gab es Zeiten, wo man stolz über jeden war, der überhaupt noch den Weg ins Stadion fand. Die paar Hundert "Hansels" - das war dann eben der neue U-Block ("Olli-auf-den-Zaun-Generation") - und ich mittendrin! Heute kauft man sich eine Eintrittkarte für den Block (So das wieder vollumfänglich geht!) - und schon darfst dich Edelster aller Club-Edelfans nennen. In düsteren 4. Liga-Zeiten waren wir 3.000 (maximal) ... und auf diese Zahl werden wir wieder kommen bei Abstieg. Mindestens 10.000 "Edelfans" werden sich dann als weniger edel "entpuppen". Das wollte ich sagen.

Thoralf vor 2 Wochen

Siehste ich bin bei den 2000 dabei! Und ich bin bei Ihnen „ Familie“! Nur von Fechner hört sich das nicht überzeugend an. Zu vieles ist geschehen! Und der U Block schiebt halt auch Frust! Das dürfen sie, denn ich war und bin oft auch so!

AufmerksamerBeobachter vor 2 Wochen

Es gab tats. massive Netz-Probleme. Ich habe nach einer Viertelstunde aufgegeben und im BR den Untergang des HFC gesehen.. schoenes Spiel, herrliche Tore.

Man konnte keinen stream von DD-SB sehen, es kam immer wieser die Anmoderation von Anfang an und der Ticker war auch bis um3 tot.