Fußball | 3. Liga Der große FCM-Zweitliga-Check

Nach drei Jahren Abstinenz ist der 1. FC Magdeburg zurück in Liga zwei. Doch stehen die Chancen auf den Klassenerhalt diesmal besser als beim ersten Anlauf, wo der Club sang- und klanglos wieder abstieg? Sport im Osten macht den Check.

1. FC Magdeburg - FSV Zwickau 2 min
Sehen Sie hier die schönsten Momente des Aufstiegstages in der Zusammenfassung. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Es war eine Aussage, die für viel Aufsehen sorgte beim 1. FC Magdeburg. Der berühmte Dreijahresplan zur Rückkehr in die 2. Bundesliga, ausgerufen von Geschäftsführer Mario Kallnik wenige Wochen nach dem Abstieg. Doch statt nach oben ging es zunächst nach unten für den FCM. Phasenweise sah es sogar nach einem erneuten Absturz in die Regionalliga – und damit die Bedeutungslosigkeit – aus. Erst durch die Amtsübernahme von Trainer Christian Titz im Februar 2021 drehte sich das Glück. In Zusammenarbeit mit Sportchef Otmar Schork organisierte er den Aufschwung des Klubs. Seitdem eilt der FCM von Sieg zu Sieg.

Am vergangenen Mittwoch verkündete der FCM, dass er die Lizenz für die 2. Bundesliga erhalten habe. Mario Kallnik sagte: "Wir freuen uns, dass wir die Lizenz für die Teilnahme an der 2. Bundesliga nahezu uneingeschränkt erhalten haben. Die Auflage im medien-technischen Bereich werden wir fristgerecht erfüllen." Und am Sonntag ist der Club mit einem Sieg gegen Zwickau aufgestiegen. Der Dreijahresplan wurde – wenn auch anders als ursprünglich gedacht – am Ende erfüllt.

Doch viele Fans fragen sich, ob der 1. FC Magdeburg – anders als beim ersten Versuch in der Saison 2018/19 – diesmal in der höheren Spielklasse bestehen kann. Sport im Osten macht deshalb den großen FCM-Zweitliga-Check.

Ein Spieler wird interviewt im Hintergrund Menschen auf dem Fußballplatz 5 min
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Sportliche Leitung

2018/19 hießen die sportlich Verantwortlichen Mario Kallnik und Maik Franz. Trainer war Jens Härtel. Nennenswerte Erfahrung in ihren jeweiligen Bereichen in Liga 2 hatten alle drei nicht. Auch das trug im Nachhinein sicher zum direkten Wiederabstieg bei. 

Vier Jahre später ist Mario Kallnik noch immer an Bord. Doch mittlerweile kümmert er sich vorwiegend um die Finanzen. Für den sportlichen Bereich ist Otmar Schork verantwortlich. Kürzlich stieg der 64-Jährige zum Geschäftsführer Sport auf. Schork ist das vielleicht größte Pfund der Magdeburger bei der Operation Klassenerhalt. Den SV Sandhausen hielt er in ähnlicher Position viele Jahre lang in der 2. Bundesliga. Für so einen kleinen Standort, der sich zudem enormer regionaler Konkurrenz erwehren muss, ist das alles andere als selbstverständlich.

Auch in Magdeburg bewies Schork schon, dass er mit Krisensituationen umgehen kann. Als im Winter 2020/21 viele Anhänger wegen der sportlichen Situation panisch wurden, blieb er ruhig. Und er verpflichtete mit Baris Atik erst einen Spieler und mit Christian Titz dann einen Trainer, die dem Klub erst den Klassenerhalt und dann den Aufstieg sicherten. 

Otmar Schork 2 min
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Christian Titz hat mit dem Hamburger SV ebenfalls schon in der 2. Bundesliga gearbeitet und verfügt insgesamt über mehr Erfahrung im höherklassigen Fußball als Jens Härtel zum damaligen Zeitpunkt. Berichten zufolge hat sich der Vertrag des Trainers mit dem Aufstieg automatisch verlängert. Was die sportliche Führung angeht, scheint der FCM also etwas besser aufgestellt zu sein als 2018.

Sport

Christian Titz 2 min
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Die Mannschaft

Beim letzten Zweitliga-Aufstieg waren viele Spieler dabei, die für den FCM auch schon in der Regionalliga gespielt hatten. Aus Dankbarkeit über den gemeinsamen Weg nach oben nahm der Klub viele von ihnen auch mit in die 2. Bundesliga. Das erwies sich im Nachhinein als Fehler. Denn an das neue Leistungsniveau konnten nur wenige von ihnen dauerhaft erreichen. Der FCM verpasste es damals, dem Kader die nötige Zweitliga-Erfahrung hinzuzufügen. Gerade mal drei Spieler, die zu Saisonbeginn kamen, hatten diese: Alexander Ignjovski, Romain Bregerie und Jasmin Fejzic. Wirklich überzeugen konnte keiner von ihnen. Bei ein paar Transfers hatte der FCM auch einfach Pech, etwa bei Mergrim Berisha, der in Magdeburg überhaupt nicht zurecht kam, später aber sogar Champions League spielte. Korrekturen im Winter brachten auch nicht den gewünschten Erfolg.

Die Mannschaft vom SCM jubelt 47 min
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Bei Dynamo Dresden ist in dieser Saison ähnliches zu beobachten. Die Sachsen verpflichteten vor der Saison vorwiegend junge Spieler und nur wenige in höheren Ligen erfahrene Haudegen. Und stecken nun tief im Abstiegskampf. Hansa Rostock ging vor der Saison einen anderen Weg. Trainer an der Ostsee ist seit geraumer Zeit Jens Härtel – der einstige FCM-Meister-Trainer. Nach seinen Erfahrungen in Magdeburg forderte er nach dem Aufstieg mit Hansa im Mai 2021 “ein paar starke Äste”, die das Team tragen sollen. Er bekam sie und dürfte mit Hansa am Ende souverän den Klassenerhalt schaffen.

ein mann im Gespräch 2 min
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Im aktuellen FCM-Kader verfügen nur wenige über die nötige Erfahrung in der zweiten Liga, am ehesten noch Tobias Müller und Alexander Bitroff, die beiden Innenverteidiger. Beide erwiesen sich in dieser Saison jedoch als verletzungsanfällig. Und so zeigen sich hier auch die beiden größten Kader-Baustellen für die kommende Saison. Erfahrung und Defensiv-Stärke. Insbesondere in der Verteidigung und im defensiven Mittelfeld wird der FCM den einen oder anderen starken Ast nachlegen müssen. Dabei wird auch die Körpergröße ein wichtiges Kriterium sein. Denn in dieser Saison trat der FCM mit sehr vielen, relativ kleinen Spielern an und hatte deshalb bei Standards immer mal wieder Probleme.

Fußball | 3. Liga 1. FC Magdeburg: Der Zweitliga-Aufstieg in Bildern

Baris Atik und Jan-Luca Schuler jubeln
Der Saisonstart ist geglückt. Beim 2:0 in Mannheim glänzt FCM-Topspieler Baris Atik mit einer Vorlage und dem Tor zum Endstand. Im ersten Heimspiel gibt es dann ein torloses Remis gegen Aufsteiger Freiburg II. Bildrechte: IMAGO / Jan Huebner
Baris Atik und Jan-Luca Schuler jubeln
Der Saisonstart ist geglückt. Beim 2:0 in Mannheim glänzt FCM-Topspieler Baris Atik mit einer Vorlage und dem Tor zum Endstand. Im ersten Heimspiel gibt es dann ein torloses Remis gegen Aufsteiger Freiburg II. Bildrechte: IMAGO / Jan Huebner
Daniel-Kofi Kyereh St. Pauli, 17 li. gegen Torwart Dominik Reimann FCM, 1.
Im DFB-Pokal scheidet der FCM gegen St. Pauli aus. Beim 2:3 gleicht Sirlord Conteh zwei Mal für das Team von Trainer Christian Titz aus. Dennoch ist die Pokalreise in der 1. Runde vorbei. Bildrechte: imago images/Eibner
Baris Atik
Danach gewinnt der FCM fünf von sechs Ligaspielen. Beim BVB II erzielt Atik ein traumhaftes Freistoßtor. Magdeburg ist Spitzenreiter nach Spieltag acht. Bildrechte: imago images/Eibner
Jan Shcherbakovski HFC, 11, Michael Eberwein HFC, 10, Niklas Kreuzer HFC, 8, Jubel nach Tor zm 1:1 durch Eberwein.
Anschließend setzt es zwei Niederlagen. Nach der Heimpleite gegen Würzburg verliert der FCM mit 2:3 beim HFC, der zu der Zeit personell gebeutelt ist. Ein unschönes Bild für alle FCM-Freunde! Bildrechte: imago images/Eibner
 Connor Krempicki mit Leon Bell Bell und Baris Atik
Doch es geht wieder steil bergauf! Sieben von neun Spielen bis zur Winterpause werden gewonnen. Besonders torreich ist das 5:2 bei 1860 München. Zur Halbzeit steht es schon 5:0! Bildrechte: IMAGO / Ulrich Wagner
Torjubel zum 1:0 durch Florian Kath 1. FC Magdeburg
Zum Jahresabschluss gibt es ein 3:0 gegen Mannheim. Der FCM steht zehn Punkte vor Platz vier und präsentiert sich kaltschnäuzig auf dem Rasen. Bildrechte: imago images/HMB-Media
Torjubel 1. FC Magdeburg
Das neue Fußballjahr beginnt mit einem 3:2 in Freiburg. Magdeburg scheint unaufhaltsam Richtung 2. Liga zu marschieren. Bildrechte: imago images/Beautiful Sports
Magdeburgs Connor Krempicki schießt
Dann setzt es aber einen Dämpfer. Gegen Schlusslicht Havelse kommt der FCM nach Führung von Leon Bell Bell nicht über ein 1:1 hinaus. Ein sehenswerter Freistoßtreffer der Gäste ist an diesem Tag der Partykiller. Bildrechte: dpa
Marlon Ritter (l-r), Magdeburgs Baris Atik und Kaiserslauterns Kevin Kraus kämpfen um den Ball
Doch Magdeburg zeigt erneut eine Reaktion! In fünf der nächsten sechs Spiele fährt das Titz-Team Dreier ein. Mit dabei ein 5:0 in Duisburg und ein 4:2 in Würzburg. Beim 1. FC Kaiserslautern erkämpft der FCM ein 2:2. Bildrechte: dpa
Jason Ceka FCM, 21 M. bei seinem Tor zum 1:0 gegen Torwart Daniel Mesenhöler HFC, 37.
Im Sachsen-Anhalt-Duell gegen den Halleschen FC gibt es wieder keinen Sieg. Nach der Führung durch den überragenden Jason Ceka gleicht Halles Elias Löder zum 1:1-Endstand aus. Bildrechte: IMAGO/Eibner
Luca Schuler FCM, 26 jubelt mit Baris Atik FCM, 23 nach seinem Tor zum 1:0
Das Remis gegen den HFC ist der Beginn einer kleinen Schwächephase für die Magdeburger. Ein 0:0 gegen Meppen und eine 1:2-Niederlage bei Viktoria Berlin sorgen für etwas Ernüchterung beim FCM. Danach wird es wieder Zeit für ein paar wilde Spiele: Viktoria Köln wird mit 4:2 nach Hause geschickt. Bildrechte: IMAGO/Eibner
Baris Atik (1. FC Magdeburg, 23) jubelt mit Amara Condé
Ein Spektakel gibt es dann am Ostersonntag: Magdeburg triumphiert mit 5:4 gegen Verl! Tatsuya Ito gelingt dabei in der 88. Minute das Siegtor. Der FCM hat den Aufstieg am 34. Spieltag rechnerisch zwar noch nicht in der Tasche – dieser sollte bei acht Punkten Vorsprung auf Rang drei aber zeitnah perfekt gemacht werden. Bildrechte: IMAGO / Eibner
Fanblock mit Fahnen
Am 35. Spieltag ist es endlich soweit. Die Fans in der ausverkauften heimischen Arena sind bereit ... Bildrechte: IMAGO/Hartmut Bösener
Jason Ceka FCM, 21 nach seinem Tor zum 1:0 gegen Davy Frick Zwickau, 19, Torwart Johannes Brinkies Zwickau, 1, Luca Horn Zwickau, 20,
... und im Ostduell gegen Zwickau feiert der FCM mit einem 3:0-Sieg die Zweitliga-Rückkehr. Den Torreigen eröffnete dabei Ceka (im Bild) mit seinem Tor zum 1:0 bereits nach 22 Minuten. Bildrechte: IMAGO/Eibner
Fans feiern nach Abpfiff auf dem Rasen den Aufstieg des FCM in die 2. Bundesliga.
Kein Halten mehr: Nach dem Sieg gegen Zwickau stürmen die Fans den Rasen und feiern mit ihrer Mannschaft den Aufstieg. Bildrechte: IMAGO/Eibner
Fans feiern nach Abpfiff auf dem Rasen den Aufstieg des FCM in die 2. Bundesliga.
Überall im Stadion weht die blau-weiße Fahne des FCM. Bildrechte: IMAGO/Eibner
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Magdeburg hofft auf Atik-Verbleib

Offensiv scheint der Club dagegen recht gut aufgestellt. Zumindest wenn Baris Atik, der beste Scorer der Drittligageschichte, bleibt. Auch er hat sich schon in der 2. Bundesliga bewiesen und möchte es dort noch einmal allen zeigen. Bei ihm gibt es, genau wie bei Trainer Titz, Berichte, dass sich sein Vertrag bei Aufstieg automatisch verlängert. Er selbst wollte dass im MDR-Podcast “Neues vom Krügel-Platz” nicht bestätigen

20 Spielerverträge laufen am Saisonende aus. Das gibt dem Club großen Gestaltungsspielraum und ist ein Vorteil im Vergleich zum ersten Aufstieg. Im aktuellen Kader sind viele junge Spieler, denen man den nächsten Entwicklungsschritt durchaus zutrauen kann. Schafft es der FCM, sie zu halten und mit erfahrenen Kickern aus der 2. Bundesliga sinnvoll zu ergänzen, besteht eine realistische Chance auf den Klassenerhalt.

Alle Folgen: Neues vom Krügel-Platz – der FCM-Podcast

Logo des 1. FC Magdeburg
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25 min

Manche FCM-Fans stellen nach dem Saisonstart grundsätzliche Fragen. Die FCM-Experten odnen die Situation im Podcast ein – und erklären, was sich ändern muss.

MDR SACHSEN-ANHALT Mo 08.08.2022 14:00Uhr 25:13 min

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Logo des 1. FC Magdeburg
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42 min

Der FCM unterliegt Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal. Und bestätigt dabei einige Tendenzen, die auch schon in der 2. Bundesliga zu beobachten waren, analysieren die Experten im Podcast.

MDR SACHSEN-ANHALT Di 02.08.2022 14:51Uhr 41:32 min

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Maik Franz
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Finanzen und Infrastruktur

Der FCM ist dem Vernehmen nach gut durch die Coronazeit gekommen. Dabei hat geholfen, dass der Club in dieser Spielzeit - anders als viele Konkurrenten - kaum von Zuschauerbeschränkungen betroffen war. Aufgrund seines soliden Arbeitens und den vergleichsweise vielen Fans zählt der Club in der 3. Liga finanziell zu den Schwergewichten. 

Das wird sich in Liga 2 ändern. In der 3. Liga bekommen alle Teilnehmer gleich viel Fernsehgeld - etwa 1,1 Millionen Euro pro Saison. In der 2. Liga richtet sich die Höhe der Fernsehgelder nach den Platzierungen der letzten fünf Jahre. Und da steht der FCM, genau wie 2018, fast am Ende der Rangliste. Die Elbestädter können mit circa 7,8 Millionen Euro rechnen. Nur Kaiserslautern würde, sofern sie ebenfalls aufsteigen, noch etwas weniger kassieren. Zum Vergleich: Die Absteiger aus der Bundesliga bekommen 20 Millionen Euro oder teilweise sogar noch mehr. 

Aus dem Schwergewicht FCM wird im Aufstiegsfall also ein Leichtgewicht. Denn auch bei den Zuschauereinnahmen haben Konkurrenten mit deutlich größeren Arenen natürlich mehr vorzuweisen. Der Club müsste aus seinen Möglichkeiten im Vergleich also deutlich mehr als die Konkurrenz machen, um die Klasse zu halten.

Helfen kann dabei eine gute Infrastruktur. Doch im Vergleich zum letzten mal ist der FCM dabei nicht wesentlich vorangekommen. Immherin, die Baustelle im Stadion ist verschwunden und der FCM könnte bei seinen Heimspielen knapp 30.000 Fans begrüßen. Beim Thema Plätze, Rasenheizungen sowie Trainings- und Regenerationsmöglichkeiten steht der 1. FC Magdeburg im Grunde an der gleichen Stelle wie 2018. Zwar wird neben dem Stadion gerade ein neues Sportzentrum gebaut, was die Situation verbessern soll. Für die kommende Saison wird es aber noch nicht zur Verfügung stehen. Finanziell und strukturell gesehen wird der Klassenerhalt also ein enormer Kraftakt für den 1. FC Magdeburg.

Die Fans

In der 3. Liga sind die Fans mitentscheidend für den Erfolg des FCM. Eine solche Kulisse, wie sie beim FCM Woche für Woche vorherrscht, findet man in dieser Spielklasse derzeit kein zweites Mal. Doch in der 2. Bundesliga wird der Faktor Fans kleiner. Das war schon beim letzten Aufenthalt des FCM in Liga 2 zu beobachten. Wer auf Schalke, am Millerntor oder in Dresden besteht, der wird auch 25.000 FCM-Fans nicht fürchten.

Doch solange sich die Spieler auf dem Platz für den Club zerreißen, wird ihnen der blau-weiße Anhang lautstark zur Seite stehen. Und in dem einen oder anderen Spiel kann das durchaus den Unterschied machen und so helfen, wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.

Fanblock mit Fahnen
Die Fans werden auch in der 2. Bundesliga ein wichtiger Erfolgsfaktor für den FCM sein. Bildrechte: IMAGO/Hartmut Bösener

Fazit

Sportlich scheint der 1. FC Magdeburg etwas besser aufgestellt zu sein als vor vier Jahren. Finanziell und strukturell wird der Club aber mit ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben wie damals. Es erscheint durchaus möglich, dass sich der FCM auf Sicht in Liga 2 etablieren kann. Doch aus den Erfahrungen nach dem ersten Aufstieg weiß man auch: Ein Selbstläufer wird das nicht. Und die Euphorie der Fans allein wird nicht reichen, um den FCM in der Liga zu halten.

Baris Atik 1 min
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1 min

Magdeburgs Spielmacher war nach dem Spiel sichtlich berührt und dankte seinen Mitspielern.

So 24.04.2022 16:04Uhr 01:02 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-fc-magdeburg-baris-atik-102.html

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Video
Luca Schuler 1 min
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Ottmar Schorck 2 min
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Videos und Audios zur 3. Liga

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 24. April 2022 | 16:00 Uhr

10 Kommentare

Felix Unger vor 16 Wochen

Ja die Abwehr ist die größte Herausforderung für Magdeburg und absolut nicht tauglich für die 2.Liga.
Aber Vorsicht.....wir haben es mit der stärksten 2.Liga zu tun.
Selbst ehemalige Bundesligavereine wie Hannover und Düsseldorf "grauchen" unten rum.
Magdeburg ist für mich leider auch der erste Abstiegskandidat aufgrund der Stärke der Liga.
Das soll keine Häme sein. Nein.....das ist nur meine Sicht der Dinge.
Sportliche Grüße aus Zwickau.

FCMfox vor 16 Wochen

Gute Analyse, würde ich auch so unterschreiben! Der entscheidende Unterschied ist das Trainertream und Ottmar Schork, sie werden den FCM gut auf die 2.Liga vorbereiten und verstärken!

Gohlis vor 16 Wochen

Eine ziemlich bruchstückhaft und unausgewogen daher kommende Analyse. Es ist richtig, dass im Sommer 2018 von Härtel/Franz/Kallnik Fehler bei der Kaderplanung gemacht wurden. Dennoch ist der FCM nicht "sang- und klanglos" abgestiegen. Und dass Mergim Berisha nicht integriert wurde und keine Chance bekam, war nicht "Pech", sondern lag insbesondere am Trainer - da steht Herr Titz für eine ganz andere Förderung junger und nicht stromlinienförmiger Spieler. "Pech" war eher, dass einige Spieler, besonders Philip Türpitz, nicht an die überragenden Leistungen der Aufstiegssaison anknüpfen konnten. Dazu kamen Verletzungspech und keine Lobby bei den Schiris. Diesmal ist der FCM schon jetzt sportlich gut aufgestellt und absolut zweitligatauglich. Notwendige Verstärkung in der Abwehr, ja, aber man muss es nicht an "erfahrenen" Spielern festmachen. Beim letzten Mal haben gerade die geholten "Erfahrenen" nicht geliefert und solche sind auch oft satte Spieler. Der FCM wird die Klasse sicher halten.

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