Fußball | 3. Liga FCM-Coach Titz: "Mut gehört dazu, wenn man als Trainer arbeiten will"

Nachdem Thomas Hoßmang als Chefcoach des 1. FC Magdeburg das Handtuch geworfen hatte, steht mit Christian Titz sein Nachfolger fest. Am Samstag wurde der 49-Jährige beim FCM offiziell vorgestellt. Er werde nicht zurückschauen, jeder Spieler soll bei ihm eine Chance erhalten.

Magdeburgs Sportdirektor Otmar Schork eröffnete die Pressekonferenz. Bevor Schork an die Elbe wechselte, war er als Sportlicher Leiter beim SV Sandhausen tätig. Erste Berührungspunkte mit Christian Titz hatte er in einer Begegnung der Sandhäuser gegen den abgestiegenen Hamburger Sportverein, dessen Trainer damals Titz war. Nunmehr beobachtete er ihn und hat ihn jetzt zum FCM geholt.

Nach RW Essen in der Warteschleife

Zuletzt stand Titz an der Linie von Regionalligist Rot-Weiß Essen, das Engagement mit ihm wurde jedoch Ende Juni 2020 beendet. Seitdem befand sich der gebürtige Mannheimer in der Warteschleife. Dennoch habe er sich in seiner freien Zeit viel um Fußball gekümmert und intensiv Spiele von der 1. bis zur 4. Liga beobachtet. "Mut gehört dazu, wenn man als Trainer arbeiten will", bekräftigte Titz.

Christian Titz 2 min
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"Schaue nicht so sehr auf die Tabelle"

Auf die Arbeit mit dem Traditionsverein FCM freut er sich. "Vordergründig möchte ich schnellstmöglich die Mannschaft kennenlernen. Wichtig wird, wie wir das Team vorbereiten, ich schaue da nicht so sehr auf die Tabelle", sagte er. Im Prinzip geht es mit ihm bei Null los: "Ich schaue nicht zurück, bei mir haben alle Spieler eine Chance. Die wenigen Trainingseinheiten bis zur nächsten Partie gegen Türkgücü München wollen wir intensiv nutzen. Vorher werde ich Gespräche mit den Spielern führen." Titz bevorzugt ein "sehr variables Spielsystem", was immer auf den Gegner abgestimmt sein soll. Wichtig ist dem 49-Jährigen, dass bei ihm die Spieler auch mal Fehler machen können. "Die wollen wir dann gemeinsam auswerten und Lösungen finden."

jmd

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Nach der Rückkehr von Sebastian Mai hat Dynamo Dresdens Trainer Markus Kauczinski in der Defensive die Qual der Wahl. So wird es auch gegen Bayern München II wieder Veränderungen in der Startelf geben.

Di 23.02.2021 14:09Uhr 01:12 min

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 13. Februar 2021 | 12:10 Uhr

15 Kommentare

Mike.... vor 1 Wochen

Ich nicht Wollitz nicht... verkehrt, ich hab ihn das von Anfang an nicht zugetraut. Oenningkannte ich nicht, war entsprechend neugierig, hat der Mannschaft doch einiges gegeben. Als es besser wurde und man Hoffnung hatte,haben die Spieler versagt, nicht der Trainer. Tietz, kenne ich nicht, also wie bei Oenning Neugier. Wenn ich aber höre das er Taktikfuchs ist, erwarte ich auch mal nach 10 min Auswechslungen, wenn sein Plan daneben geht und warte nicht bis zur Halbzeit um Spieler zu tauschen. Wie leider bei allen inklusive Härtel. Der hatte nur 3 Jahre Zeit eine Mannschaft zu finden. Gut für Ihn das er in der Regio angegangen hat und da eher Fehler verziehen werden.

Thommi Tulpe vor 1 Wochen

Also ich mochte Oenning und Wollitz nicht. Beide hatten meiner Meinung nach ein zu starkes Ego, wollten sich mit dem und am Club profilieren. Wie gesagt: Meine ganz persönliche Meinung als jemand, der mit dem Club seit über 41 Jahren sehr verbunden ist. Auch bei Thomas Hoßmang hatte ich von Anfang an die Befürchtung, dass er nicht der "richtige Mann" für die neue Saison ist. Wie viele andere "Besserwisser" hätte auch ich den "Feuerwehrmann" nicht zum "Baumeister des neuen FCM" gemacht.

Thommi Tulpe vor 1 Wochen

Wunder sind sicher in der relativen Kürze der Zeit nicht zu erwarten!? Neuer Trainer und Mannschaft müssen sich erst kennenlernen. Durch T. H. neu geregelte Gefüge innerhalb der Mannschaft müssen sicher wieder neu geordnet werden, Vertrauen (auch in die eigene Stärke) aufgebaut werden. Auch wird C. T. zumindest eine völlig andere Spielphilosophie vermitteln wollen. Für mich würde es schon an ein Wunder grenzen, wenn das Ziel Klassenerhalt noch geschafft wird. Zumindest haben wir aber wieder berechtigte Hoffnungen, dieses Wunder für möglich zu halten. Kommen wir erneut mit einem "blauen Auge" durch diese Katastrophen-Saison, wird das Duo C. T./ O. S. ganz sicher dafür sorgen, dass sich in der kommenden Saison zumindest einiges grundlegend ändert, dass man sich dann möglichst nicht mehr durch eine Saison zittert. Davon bin ich bei Klassenerhalt überzeugt.