Fußball | 3. Liga "Bewusst zurückgezogen" - Magdeburgs Geschäftsführer Kallnik meldet sich zu Wort

Lange Zeit war Magdeburgs Geschäftsführer Mario Kallnik omnipräsent, zuletzt ist es um den 46-Jährigen jedoch stiller geworden. Das hat einen Grund: Der ehemalige Sportliche Leiter, in dessen Fußstapfen jetzt Otmar Schork getreten ist, hat bewusst eine Pause vor der Öffentlichkeit gesucht. Jetzt meldet sich Kallnik wieder zu Wort.

Mario Kallnik (Magdeburgs Geschäftsführer)
Mario Kallnik, Geschäftsführer der 1. FC Magdeburg Spielbetriebs GmbH. (Archiv) Bildrechte: imago images / Jan Huebner

"Ich wollte raus, damit es nicht heißt, der Kallnik mischt sich ein. Die Abstinenz in den Medien sollte Otmar Schork helfen, mit der nötigen Ruhe in seiner neuen Rolle anzukommen und das Umfeld kennenzulernen. Das war mir wichtig", sagte Kallnik in einem vereinsinternen Interview am Montag (11. Januar). In der "Volksstimme" (Dienstagsausgabe) konkretisierte er noch einmal diese Auffassung: "Ich habe mich in den vergangenen Wochen bewusst aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, um ihn und seine Arbeit wirken zu lassen." Heißt im Klartext, dass die Aufgaben klar verteilt sind. Schork "ist für den sportlichen Bereich verantwortlich und wird im Falle des Klassenerhalts als Geschäftsführer Sport fungieren. Ich wiederum kümmere mich als Geschäftsführer um den umfangreichen und komplexen kaufmännischen Bereich".

"So schnell wie möglich die Abstiegsplätze verlassen"

Natürlich ist Kallnik mit der derzeitigen sportlichen Entwicklung des FCM nicht zufrieden. Besonders die Harmlosigkeit in der Offensive stimmt den Geschäftsführer nachdenklich. "Mit lediglich sechs Stürmertoren im Jahr 2020 muss man leider konstatieren, dass sich die Situation statt verbessert eher noch verschlechtert hat. Ich glaube aber, dass uns die drei neuen Spieler sowie Maximilian Franzke, Florian Kath und Luka Sliskovic, die bald ihre Verletzungen überstanden haben, dabei helfen können, dieses Problem zu lösen", so die Hoffnung von Kallnik. Ein möglicher Abstieg in die Regionalliga ist für ihn zurzeit noch kein dringliches Thema: "Wir haben nach der sehr kurzen Winterpause sogar noch Hinrundenspiele offen. Klar ist aber natürlich, dass wir so schnell wie möglich die Abstiegsplätze verlassen wollen."

jmd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 12. Januar 2021 | 17:46 Uhr

4 Kommentare

picno vor 36 Wochen

guten abend freunde des runden (fußball)leders, für mich ist herr schork ein liebenswerter fußball opa, der den herren kallnik und hoßmang vorm einschlafen die mär vom, wie verpflichte ich verstärkungen für die mannschaft...
die der mannschaft sofort weiterhelfen, nur sportsfreunde die auf dem abstellgleis waren, einer davon auf wochen verletzt, es ist alles geschrieben, fcm wo geht es hin....bw grüße

Gernot vor 36 Wochen

Sorry, Mario, so läuft das nicht: Was da, mit bzw in unserem Verein abgeht, ist deine Saat ! Das ist das Ergebnis deiner Leistung , welche du in den letzten Jahren erbracht hast. Da kann man sich weder raus - noch zurückhalten. In jedem privatwirtschaftlichen Unternehmen ( dachte immer, unser FCM wäre es) wärst du längst " Geschichte".
Mario, musste das alles so kommen? Du hast dich dermaßen verändert. Glaube mir.

schorschi vor 36 Wochen

Offensichtlich hat der Club einen Rhetoriktrainer von der ganz schlechten Sorte erwischt, die Interviews, PK's etc. gleichen sich im Vokabular, der Ausdrucksweise und dem Inhalt. Alles leeres Geschwafel. Und wie die Protagonisten reden, so wird von der Mannschaft gespielt. Ein Spiegelbild der sportl. und geschäftl. Führung. Mal sehen, was wir heute geboten bekommen. Viele Grüße an alle Blau-Weißen und fairen Fans, sowie Grüße in de Mudderstadt. BWG aus dem Erzgebirge.