Fußball | 3. Liga Fehlstart perfekt: Erzgebirge Aue trifft das Tor nicht

3. Spieltag

Drei Spieltage, magere zwei Tore und noch kein Sieg: Zweitliga-Absteiger Erzgebirge Aue holpert in die 3. Liga. Beim 0:1 gegen Waldhof Mannheim wurde deutlich, wo es klemmt. Trainer Timo Rost war mit dem Spiel dennoch nicht unzufrieden. Der Druck dürfte aber steigen.

Die Spieler von Aue sind nach der Niederlage vor den Fans sichtlich niedergeschlagen 2 min
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Diesen Start in die 3. Liga hatte sich Erzgebirge Aue anders vorgestellt. Nach drei Spielen – zwei Remis und einer Niederlage – rangiert der Zweitliga-Absteiger nur auf dem 14. Tabellenplatz. Mit drei Gegentoren liegt Aue in der Defensive voll im Soll, problematisch ist bisher der Torabschluss.

Aue kreiert zu wenig Torchancen und kommt nur auf magere zwei Treffer. Weniger Tore haben nur Schlusslicht und Rost-Ex-Klub Bayreuth und Borussia Dortmund II erzielt. Für Aue traf bisher einzig Marvin Stefaniak. Nach einer schweren Brustprellung war bis kurz vor dem Anpfiff unklar, ob der Mittelfeldspieler überhaupt auflaufen kann. Er lief auf, war aber drei Tage nach der Verletzung nicht bei 100 Prozent. Aue hatte trotzdem einige Chancen – und Pech. So traf Linus Rosenlöcher nur den Pfosten. Allerdings war seine abgefälschte Flanke eher ein Zufallsprodukt.

Marvin Stefaniak, Spieler vom FC Erzgebirge Aue, enttäuscht über die Niederlage
Schleicht enttäuscht vom Rasen: Marvin Stefaniak. Bildrechte: IMAGO / foto2press

Rost: "Zeitnah Siege einfahren"

Grund zur Sorge besteht so früh in der Saison noch nicht. Die Spielzeit ist jung, die Mannschaft (15 Neuzugänge) muss sich finden, aber auch Rost ist klar, dass es nicht mehr zu lange dauern darf, bis Aue endlich den Schalter umlegt. "Wir müssen zusehen, dass wir trotz der vielen neuen Spieler zeitnah Siege einfahren", sagte Rost nach dem Spiel.

Im Großen und Ganzen war er zufrieden mit dem Auftritt. Man habe sich nur nicht belohnt: "Wir hätten dieses Spiel für uns entscheiden müssen", sagte Rost, der im Sommer aus Bayreuth nach Aue gewechselt war. In der ersten Halbzeit habe man Pech im Abschluss gehabt und sehr gut verteidigt. Mannheim sei nicht viel eingefallen, gefährlich sei es nur nach Kontern geworden, so Rost. Trainerkollege Christian Neidhardt sah eher ein ausgeglichenes Spiel und lobte vor allem die Standards.

Abseits - Freistoß - Tor

Aus einem solchen Freistoß resultierte in der 86. Minute das Goldene Tor. Und das ärgerte Rost so richtig. Für ihn hätte es den Freistoß nie geben dürfen. Zuvor stand ein Mannheimer klar im Abseits. "Doppelt bitter für uns", so der Trainer.

Gebrodelt haben dürfte vor allem Dimitrji Nazarov. Der war schon nach dem 1:1 gegen Osnabrück – und seiner Meinung nach fragwürdigen Schiedsrichter-Entscheidungen - angesäuert. "Ich habe in den letzten zehn Jahren zweite Liga gespielt. Ohne den Video-Schiedsrichter geht alles durch. Hier wird ein komplett anderer Fußball gespielt, darauf müssen wir uns einstellen", sagte Nazarov bei "MagentaSport" und wurde noch deutlicher: "In dieser Kackliga wird kaum Fußball gespielt. Viele lange Bälle, viele zweite Bälle – das ist ein ganz schönes Gehacke."

In dieser Kackliga wird kaum Fußball gespielt.

Dimitrji Nazarov (Erzgebirge Aue)

Sonntag kommt Wehen-Wiesbaden

Am Sonntag (14 Uhr, live hören und im Ticker in der SpiO-App) nimmt Erzgebirge Aue einen neuen Anlauf. Dann ist Wehen-Wiesbaden zu Gast. Sicher mit viel Selbstvertrauen im Tank. Die Hessen feierten am Mittwoch beim 4:1 gegen Aufsteiger Bayreuth den ersten Saisondreier.

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red

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Spieler von Bayreuth am Ball, trifft zum Ausgleich.
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 10. August 2022 | 21:45 Uhr

15 Kommentare

oldie68 vor 7 Wochen

Herr Nazarov ,hätten Sie und Ihr Gefolge besser in der vergangenen Saison gespielt müssten Sie mit dem Gefolge in der Kackliga spielen ! Es scheint Sie denken ,Sie sind zu höheren berufen. Das höhere könnte auch ein durchreichen in die Regionalliga sein ,denn bei der bis jetzt gezeigten Leistungen könnte dies möglich sein !

Gernot vor 7 Wochen

Ok, nehmen wir mal an , das Tor durch Abseitsstellung erzielt......wird nicht gezählt. Endstand 0:0.
Du hast im Ergebnis einen Punkt mehr auf der Habenseite und verdrängst die momentanen Probleme. Verdrängen ist immer blöd, anpacken und die nötige Zeit zur Bewältigung investieren, wäre wohl besser. Die Spuren des Abstiegs sind tief und lassen sich nicht einfach zu schieben, nicht in dieser Liga.

Sachsin vor 7 Wochen

Mädels ... das runde muss ins Eckige !
Habt die packenden Spieler der Mädels-EM nicht geschaut? Kamen doch täglich bei GEZ Sender und sollte Pflicht jedes Ballspielers sein.

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