Mannschaft des FSV Zwickau feiert dem Heimsieg
Bildrechte: imago/Eibner

Fußball | 3. Liga FSV Zwickau kann Etatlücke schließen

Das war Rettung in letzter Minute! Der FSV Zwickau konnte sein Etatloch schließen und muss keine Sanktionen durch den Deutschen Fußball-Bund fürchten. Ein Privatinvestor schoss das nötige Geld vor.

Mannschaft des FSV Zwickau feiert dem Heimsieg
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Wie der Verein mitteilte, konnte im Rahmen der Nachlizenzierung die vom Deutschen Fußball-Bund geforderte Liquiditätssumme von 670.000 Euro aufgebracht werden. Ein Privatinvestor bringe die noch erforderlichen 375 000 Euro auf. "Der DFB hat alle eingereichten Unterlagen geprüft und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit für die Saison 2018/19 bestätigt", heißt es in der Pressemitteilung. Das Darlehen soll mit den Kreditmitteln der Volksbank Schmalkalden, die erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung stehen, abgelöst werden.

Aufatmen in der Mannschaft

Noch vor der Pressemitteilung hatte der Verein die Mannschaft informiert. Trainer Joe Enochs reagierte erleichtert: "Geschäftsführer Christian Breiner ist vor dem Training vor die Mannschaft getreten und hat uns darüber informiert, dass die Etatlücke geschlossen werden konnte. Wir hatten großes Vertrauen in die Arbeit des Vorstandes und des Geschäftsführers und sind darin bestätigt worden."

Stundung und Mitglieder-Hilfe

Bereits am Sonntag auf der Mitgliederversammlung hatte der Verein eine positive Zwischenmeldung geben können. Die Summe war von 670.000 auf 375.000 Euro reduziert worden, weil der Vermarkter "U! Sports" zur Stundung der Provisionszahlungen bereit war. Zudem werden die Vereinsmitglieder eine einmalige Sonderumlage über 100.000 Euro einbringen.  

Etatlücke durch Etaterhöhung

Die Etatlücke war entstanden, nachdem der Verein das Budget für die Drittliga-Mannschaft von zwei auf 2,6 Millionen Euro erhöht hatte. Das hatte auf der Pressekonferenz zu heftigen Diskussionen geführt. FSV-Sprecher Leege verteidigte die Maßnahme: "Wir mussten das tun, um wettbewerbsfähig zu sein.

red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 23. Januar 2019 | 17:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2019, 16:36 Uhr

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23 Kommentare

24.01.2019 19:02 Marcel 23

Etat um 600.000 Euro erhöht um "wettbewerbsfähig" zu bleiben und damit gleichzeitig die Lizenz/Existenz gefährden. Ist das professionell oder Unfähigkeit?

24.01.2019 16:32 Mr. N. 22

Das Problem zu wenig Geld zu haben wurde nur in Glücksspiel Manier auf später vertagt! Und dann geht das Spiel von vorne los!

24.01.2019 15:40 Regionalligafan 21

Hallo Freunde des FSV. Kleiner Tipp von mir. Versucht doch einfach 9 Punkte Vorsprung vor den letzten Absteiger heraus zu spielen und dann meldet ihr einfach Insolvenz an. Ihr bleibt in der Liga und habt eure Finanzprobleme mit einenmal behoben. Die beiden Insolvenzvereine Chemnitz und Erfurt haben es doch vorgemacht. Als die Klasse nicht mehr zu halten war meldeten die Insolvenz an und holten neue Spieler wo andere Vereine nur träumen können. Anstatt sie in die Kreisklasse zu schicken spielen die weiter in der R.L. Was für ein Betrug an allen ordentlich wirtschaftenden Vereinen!

24.01.2019 12:56 Zwickauer 20

Ich bin nicht erst seit dem HSV Spiel im Verein Mitglied.
Was momentan abläuft kann ich nicht gut heißen.
Ich werde zwar beschimpft und dumm angemacht, aber das ändert nichts an den Tatsachen.
Die Vereinsführung wälzt das Risiko des Erhalts des Spielbetriebs auf Mitglieder ab und pumpt Privatleute und nimmt einen Kredit auf.
Die beiden letzteren sind noch halbwegs vermittelbar, aber das Risiko auf die Mitglieder abzuwälzen und de Vertrauensfrage zu stellen halte ich in höchstem Maße unseriös.
Wenn man die Vereinsbrille mal ein Stück weit abnimmt, so kommt zum Schluss, dass über kurz oder lang wieder die Lichter beim FSV ausgehen werden und wir wieder über die Dörfer tingeln.
Ich nach wie vor der Meinung, dass unser Umfeld (noch) nicht reif für die 3.Liga ist.
Meine Meinung.
Jetzt sind die Superschlauen dran.

24.01.2019 12:14 Sr.Raul 19

Warst du schon einmal bei einer Beratung zu einem als "Hochsicherheitsspiel" eingestuften Spiels dabei, @8 (Landeshauptstadt WE)? Scheinbar nicht. Sonst wüsstest Du, dass in bestimmten Fragen nicht der verein das alleinige Sagen hat. So z.B. beim Gästekontingent. Also freiwilliger Verzicht der Vereine liegt da meist nicht vor und die "Ostderbys" werden wohl alle der Kategorie "Hochsicherheitsspiel" zugeordnet sein. Dem FSV alles Gute!

24.01.2019 11:58 Muzzi 18

Mit neuen "Lasten" die alten "Lasten" gedeckt.
Gefährlich Spiel, ganz gefährliches Spiel. In Dresden wurde das lange Zeit genauso gemacht und hätte um ein Haar zum völligen Exitus geführt.
Man kann den Schwänen nur raten ordentlich über die Bücher zu gehen und die Löcher zu stopfen, durch welche diese Summen zustande kommen. Einfach mit dem Leben was man hat und dementsprechend kleine Brötchen backen. Sonst kommt das definitive Aus früher oder später!

24.01.2019 05:56 Roccos 17

Und in die Schuldenfalle getappt. Heute "gerettet " morgen kaputt. Hatte das schon vor einem Jahr kommen sehen. Und ich prophezeie nächstes Jahr werden die Schulden mehr bis ...... Game over !!!!

23.01.2019 22:20 Ralf 16

Schön das es geklappt hat, was mich aber auch wenig wundert. Alles andere wäre bei der Summe auch ein Witz. Nichtsdestotrotz finde ich es falsch, was unsere lieben Verantwortlichen hier treiben. Ich dachte wir haben aus der Vergangenheit gelernt, aber scheinbar ist das schon wieder zu lange her, als wir nach der Insolvenz über die „Dörfer“ geeiert sind.
@8: die Frage habe ich mir auch schon öfters gestellt.
Naja bleibt zu hoffen, dass dieser Drahtseilakt nachhaltig gelingt. 3. Liga nur auf Pump und am Ende Pleite braucht Keiner.

23.01.2019 20:35 Leser 15

#8
10 000 passen ins Stadion, 1000 Gäste sind 10%...ich glaube das ist das übliche Maß.
Ansonsten ist ja auch so noch Platz, wir beißen nicht

@fsv, nun volle Kraft auf Klassenerhalt und hoffentlich finden sich noch paar Sponsoren, die gern 3.Liga in Z sehen wollen.

23.01.2019 19:47 Joe 14

Ihr könnt doch nun auch einen Schuldenberg anhäufen und dann Insolvenz anmelden. Ich empfehle den Herrn Siemon als IV, der hat die Stadt Chemnitz z.B. in die Knie gezwungen.
Andererseits hätten dann zwei insolvente Vereine in Zwickau gespielt - zu Hause -