Fußball | 3. Liga FSV Zwickau knöpft "Sechzgern" einen Punkt ab

22. Spieltag

Der FSV Zwickau hat mal wieder Stehermentalität bewiesen. Nach dem 2:1-Sieg gegen den 1. FC Magdeburg, kamen die Westsachsen auch gegen den TSV 1860 München zurück und erspielten sich beim 2:2 (1:1) am Ende einen verdienten Punkt. Vor allem Neuzugang Johannes Dörfler zeigte seit nach seiner Einwechslung Qualität und hatte sogar den 3:2-Siegtreffer auf dem Fuß.

von Tom Wohlrabe

Zwickauer Torjubel nach dem 2:2 Ausgleich durch Davy Frick (3.v.l., Zwickau).
Bildrechte: Picture Point

Wilde Partie

Im Stadion Zwickau bekamen die Zuschauer einiges geboten. Beide Teams legten von Anfang an eine sehr offensive Spielausrichtung an den Tag und erarbeiteten sich etliche Chancen. So war es auf der Zwickauer Seite vor allem Rechtsaußen Morris Schröter, der für ordentlich Wind sorgte und zwei Mal nur knapp scheiterte (5./25.). Die seit acht Partien ungeschlagenen Gäste aus München kamen erst etwas später ins Rollen und schockten den FSV durch Topstürmer Sascha Mölders, der sein zwölf Saisontor erzielte (37.). Plötzlich war Ruhe im Zwickauer Rund. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Nach einem Klärungsversuch der "Sechzger" kam Maurice Hehne aus den ewigen Weiten des Mittelfelds angerannt und nahm einfach mal aus gut 35 Metern Maß. Mit dem wohl zukünftigen "Volltreffer der Woche" stellte Hehne kurz vor der Pause auf 1:1 (45.).

Daniel Wein im Zweikampf mit Ronny König
Harte Partie. Der FSV Zwickau und der TSV 1860 München behakten sich ordentlich und unterhielten die Zuschauer mit vier Toren. Bildrechte: imago images/Kruczynski
Davy Frick (re., 19, Zwickau) trifft gegen Torwart Marco Hiller (1, 1860 MŸnchen).
Der Moment von Davy Frick. Frick erzielte den 2:2-Endstand. Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche

Doch der nächste Nackenschlag wartete bereits auf die Westsachsen. 1860 erzielte nach einem schönen Spielzug durch Prince Osei Owusu und letztendlich Topscorer Stefan Len den erneuten FSV-Rückstand (49.). Anscheinend kann das Team von Joe Enochs die Tage jedoch "Rückstand" und glich nach einem klassischen "Ping-Pong-Tor" zum 2:2 aus (58.). Danach blieb der FSV am drücker, verpasste aber den entscheidenden Treffer. So scheiterte Ali Odabas aus gut zwei Metern am TSV-Pfosten (75.) und Neuzugang Johannes Dörfler zog gegen 1860-Keeper Marco Hiller den Kürzeren (89.).

Das sagten die Trainer

Michael Köllner (München): "Wir fahren hier mit einem Punkt nach Hause. Wir freuen uns und wussten was auf uns zukommt. Wir hatten viele gute Phasen. Für mich war es wichtig zu sehen, dass mein Team das 1:1 so super weggesteckt hat. Am Ende haben wir etwas gebraucht, um uns wieder rein zu finden. Zwickau war am Ende sehr gut und wir müssen uns bei Keeper Hiller bedanken."

Joe Enochs (Zwickau): "Natürlich sind wir auch mit dem Punkt zufrieden. Dennoch hatten wir auch die Chancen gehabt und sind zwei Mal zurückgekommen gegen eine Mannschaft, die in letzter Zeit sehr gut gespielt hat. Mir ist heute wieder einmal das Herz aufgegangen bei dem Spiel. Mein Team hat das toll gemacht und immer auf schwierige Situationen geantwortet. So kann das gerne weitergehen."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 02. Februar 2020 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Februar 2020, 09:42 Uhr

19 Kommentare

FAN aus Bayern vor 9 Wochen

Für die Fans von 1860 könnten die Standards ja evtl. Nahtoderfahrungen gewesen sein, denn die waren diesmal ja wieder durchaus gefährlich. Aber im Ernst: So Aussagen finde ich überzogen.

fifaboss vor 9 Wochen

war ne feine choreo. viel glück für zwigge noch für die restliche 2. saisonhälfte. habt ne stabile elf. ich hoffe wir können dann im mai bei euch nochmal auf ein remis ausgehen. gruss aus russchams nur der cfc!

Seniorfan vor 9 Wochen

Sehr faire Berichterstattung heute in der "tz". Auszug:... adrenalingepeitschte Zwickauer verwandeln jede Standadsituation in eine fussballerische Nahtoderfahrung...

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