Fußball | 3. Liga Gegnercheck: Eintracht Braunschweig vor dem Spiel gegen Zwickau

Der FSV Zwickau beschließt bei Eintracht Braunschweig den 17. Spieltag. Wir haben den BTSV dem Gegnercheck unterzogen.

Aktuell ist Eintracht Braunschweig nur sehr schwer einzuschätzen, findet FSV-Coach Joe Enochs. Der Grund: Die Niedersachsen haben seit einem Spieltag einen neuen Trainer. Marco Antwerpen ist der neue Mann an der Linie bei den "Löwen". Sein Einstand gelang in der Vorwoche - gegen den Chemnitzer FC gab es einen 2:1-Sieg.

Antwerpen hatte Mitte November Christian Flüthmann beerbt und das erste Spiel gegen den Chemnitzer FC mit 2:1 gewonnen. Antwerpens Vorgänger hatte die Eintracht selbst erst zum Saisonbeginn übernommen. Nach einem (fast) perfekten Start mit 18 Punkten aus sieben Spielen stagnierte die Ergebnisse zuletzt. Aus den folgenden acht Spielen gab es nur noch sieben Punkte und die Demission von Flüthmann. Dennoch stand der BTSV vor dem 17. Spieltag auf Rang vier und damit fünf Positionen vor dem FSV Zwickau.

Marco Antwerpen
Marco Antwerpen Bildrechte: IMAGO

Aktionsspieltag und Geldsorgen bei der Eintracht

Die Eintracht macht das Duell am Montag zu einem Aktionsspieltag unter dem Motto "Wir sind blau-gelb. Eintracht in Vielfalt." Damit wollen die Löwen Haltung zeigen für eine bunte und offene Gesellschaft. "Es liegt in unserer gesellschaftlichen Verantwortung, klar für eine offene Kultur einzustehen. Niemand darf aufgrund seiner Herkunft, Religion, seines Geschlechtes, seiner sexuellen Orientierung, seines Alters sowie körperlicher oder geistiger Einschränkungen ausgegrenzt und diskriminiert werden", erklärte Eintracht Geschäftsführer Wolfram Benz. Für das Spiel wurden zudem spezielle Trikots mit eigens gestaltetem Logo angefertigt.

Für die Gastgeber ist ein Sieg am Montag auch aus finanziellen Gründen wichtig. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga und der aufwendigen sportlichen Rettung in der Saison danach schloss die Eintracht das Geschäftsjahr 2018/19 mit einem Minus von 4,4 Millionen Euro ab. Das wurde jüngst auf der Jahreshauptversammlung bekannt. Auch das in den vorangegangenen Jahren angehäufte Eigenkapital schmolz nach einem Bericht der "Braunschweiger Zeitung" von 7,6 auf 4,3 Millionen Euro zusammen. Mit Beginn dieser Saison haben sich die Braunschweiger in der 3. Liga ein massives Sparprogramm auferlegt. Ein Aufstieg in die zweite Liga und die damit verbundenen TV-Gelder würden dem Kontostand der Braunschweiger gut tun.

Zuletzt aktualisiert: 02. Dezember 2019, 16:18 Uhr