Fußball | 3. Liga Geht die Erfolgsserie weiter? Insolvente Pfälzer streben versöhnlichen Saisonabschluss an

Sportlich geht es für den 1. FC Kaiserslautern zwei Spieltage vor Schluss um nichts mehr. Möglich, dass FCK-Coach Boris Schommers seine zweiten Garde eine Chance gibt. Der Aufwärtstrend seit dem Re-Start soll aber in jedem Fall fortgesetzt werden.

Logo 1. FC Kaiserslautern
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Tabellenstand

10. Platz, 51 Punkte, 57:53 Tore

Aktuelle Lage

Auch wenn der Klassenerhalt bereits unter Dach und Fach gebracht wurde, ist die Lage am Betzenberg angespannt. Das was bereits viele befürchtet hatten, bewahrheitete sich Mitte Juni: Der Traditionsverein aus der Pfalz hat Insolvenz angemeldet. Auf mittlerweile 24 Millionen Euro ist der Schuldenberg angestiegen. Aktuell ist der FCK auf der Suche nach Geldgebern, aber der Zeitdruck ist enorm. Trotz allem wird man in der kommenden Saison weiter in der 3. Liga spielen.

Mit Ruhm hat man sich in dieser Spielzeit aber dennoch nicht bekleckert. Zwischenzeitlich rangierte der viermalige Deutsche Meister sogar auf einem Abstiegsplatz, lieferte seit dem Re-Start aber mehr als ordentliche Resultate ab. Das wolle man auch "in den letzten beiden Spielen bestätigen und die maximale mögliche Punktausbeute holen", zeigte sich FCK-Coach Boris Schommers vorab angriffslustig. Die Ergebnisse aus den letzten drei Partien können sich bei einer Torausbeute von 8:1 Treffern sehen lassen.

Letzte fünf Spiele

32. Spieltag: 2:0-Sieg gegen Chemnitzer FC (H)
33. Spieltag: 0:2-Niederlage gegen Würzburger Kickers (A)
34. Spieltag: 4:0-Erfolg gegen KFC Uerdingen (H)
35. Spieltag: 1:1 gegen Hansa Rostock (A)
36. Spieltag: 3:0-Sieg gegen Viktoria Köln (H)

Topscorer

Aufgepasst, da kommt ordentlich Qualität. Mit dem ehemaligen Magdeburger Florian Pick sowie Christian Kühlwetter hat der FCK gleich zwei Spieler in seinen Reihen, die in dieser Saison bereits 13 Mal ins Schwarze getroffen haben. Der quirlige Pick legte außerdem elf weitere Treffer vor. Auch die Torausbeute von Ex-FCC-Spieler Timmy Thiele kann sich mit neun Buden durchaus sehen lassen.

Trainer

Seit September letzten Jahres hält Boris Schommers die Zügel bei den Pfälzern in der Hand. Mittelfristig soll er den Verein wieder dahin führen, wo er nach eigenem Selbstverständnis hingehört – mindestens eine Liga weiter oben. So wirklich ist ihm das in dieser Saison noch nicht gelungen. Wie die Planungen aufgrund der Insolvenz für die nächste Spielzeit aussehen, ist ebenfalls noch unklar. Das Vertrauen in den ehemaligen Nürnberg-Coach ist aber dennoch vorhanden. 

Boris Schommers
FCK-Coach Boris Schommers Bildrechte: imago images/Werner Schmitt

Personalsituation

Mit Ausnahme von Mittelfeldspieler Simon Skarlatidis (Adduktorenbeschwerden) muss der FCK keine neuen Verletzungen beklagen. Alexander Nandzik, Gino Fechner und Torhüter Lennart Grill, deren Verträge für die letzten zwei Spieltage nicht mehr verlängert wurden, stehen jedoch allesamt nicht zur Verfügung. Gut möglich, dass Schommers einigen Akteuren aus seiner zweiten Garde die Chance gibt, sich im Saison-Endspurt zu beweisen.

Bisherige Duelle

Unvergesslich bleibt das Duell der beiden Kontrahenten in der ersten Runde des DFB-Pokals 2016. Beim 4:3-Sieg der Hallenser sorgte Klaus Gjasula erst in der Nachspielzeit für klare Verhältnisse. Das letzte Aufeinandertreffen datiert aus dem Liga-Hinspiel im November. Damals setzten sich die "Roten Teufel" durch das Tor von Florian Pick knapp mit 1:0 durch und stürzten den HFC tief in die Krise.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten extra | 01. Juli 2020 | 22:05 Uhr