Fußball | 3. Liga 1. FC Saarbrücken: Mit Erdmann nach Halle und in den heißen Herbst

12. Spieltag

Der 1. FC Saarbrücken liegt nach 17 Punkten aus elf Spielen in Lauerstellung auf das Drittliga-Spitzentrio. In Halle dürfte der nach wochenlanger Sperre jüngst vom DFB-Sportgericht begnadigte Ex-Magdeburger Dennis Erdmann wieder auflaufen. Zudem steht ein vorheriger HFC-Akteur im Kader von Trainer Uwe Koschinat.

Dennis Erdmann
Saarbrückens Verteidiger Dennis Erdmann darf nach seiner reduzierten Sperre wieder auflaufen. Bildrechte: IMAGO / Jan Huebner

Er ist wieder da. Genau sieben Wochen nach dem 2:1-Heimsieg des 1. FC Saarbrücken gegen den 1. FC Magdeburg hat das DFB-Sportgericht am Mittwoch (13. Oktober) im Berufungsverfahren den FCS-Verteidiger Dennis Erdmann zwar nicht von den Rassismusvorwürfen mehrerer Magdeburger Spieler gegen ihn freigesprochen, jedoch den Rest der zunächst bis 25. Oktober terminierten Sperre auf Bewährung bis Saisonende ausgesetzt.

Erdmann und Boeder erweitern Koschinats Optionen

Der 30-Jährige, mittlerweile auch von vorherigen Knieproblemen genesen, dürfte am Samstag beim Halleschen FC direkt wieder in die Saarbrücker Viererkette rutschen. "Er hat mit seiner Routine gezeigt, dass er aus dem kalten Schuh heraus Leistung bringen kann. Ja, absolut wäre das für Halle eine Option", hatte Trainer Uwe Koschinat bereits zu Wochenbeginn angekündigt. Zu diesem Zeitpunkt standen die Blau-Schwarzen noch vor ihrer Saarlandpokal-Aufgabe bei Sechstligist Mettlach, die sie dann am Dienstagabend pflichtgemäß mit einem problemlosen 4:0 lösten.

Trainer Uwe Koschinat
Uwe Koschinat hat im Juli den Saarbrücker Trainerstuhl von Lukas Kwasniok übernommen. Bildrechte: IMAGO / Kirchner-Media

Während Koschinat dabei unter anderen Leistungsträgern wie Kapitän Manuel Zeitz, Keeper Daniel Batz, Adriano Grimaldi, Minos Gouras oder Luca Kerber Verschnaufpausen gönnte, feierte der erst Ende September unter Vertrag genommene Defensivspezialist Lukas Boeder sein Startelfdebüt im FCS-Trikot. Jener Boeder, der in der vergangenen Saison noch immerhin 32 Pflichtspiele für den HFC absolvierte. Sowohl Erdmann als auch Boeder geben Koschinat durchaus dringend benötigte Optionen in der durch die Langzeitverletzungen von Boné Uaferro, Steven Zellner und Sebastian Bösel ausgedünnten Abwehrreihe.

Grimaldi: "Müssen es das ganze Spiel über hinkriegen"

Trotz der momentan soliden Zwischenbilanz mit 17 Punkten und Rang sechs traten die Saarbrücker vor allem aufgrund von vier Remis (darunter die Punktverluste gegen die Kellerteams aus Würzburg und Köln) in den sechs Partien nach dem erwähnten Magdeburg-Erfolg auf der Stelle. "Die Position, die wir gerade innehaben, lässt ja eine Tendenz in beide Richtungen zu", sagte Koschinat. Und es stehen heiße Herbstwochen an: Nach der Partie in Halle und dem Gastspiel von 1860 München warten bereits die prestigeträchtigen Südwestduelle gegen Waldhof Mannheim und den 1. FC Kaiserslautern.

Adriano Grimaldi (1.FC Saarbruecken) bejubelt sein Tor zum 1:0
Adriano Grimaldi (li., 4) und Minos Gouras (re., 5) haben neun der bislang 17 Saarbrücker Saisontore erzielt. Bildrechte: IMAGO / Jan Huebner

Uwe Koschinat hofft angesichts dessen darauf, "Kontinuität in unsere Leistungen" zu bekommen. Etwas mehr Kontinuität hätte beispielsweise auch beim letzten Drittligaspiel schon gutgetan, als Saarbrücken daheim gegen Braunschweig kurz vor Schluss durch Pius Krätschmers Eigentor noch ein "ernüchterndes 2:2" (O-Ton Adriano Grimaldi) hinnehmen musste. "Phasenweise war es sehr gut – aber das ist auch das Problem, du musst es das ganze Spiel über hinkriegen", forderte Grimaldi bei FCSTV.

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mhe

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Spieler des 1. FC Magdeburg spielt den Ball ins linke Eck.
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Spieler des  FSV Zwickau spielt den Ball ins Tor.
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FSV Zwickau - MSV Duisburg
FSV Zwickau - MSV Duisburg Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 16. Oktober 2021 | 16:00 Uhr

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