Fußball | 3. Liga Gegnercheck SC Verl: Mehr als ein "One-Hit-Wonder"

Im Schatten der großen Namen hat sich der SC Verl in dieser Saison eindrucksvoll in der 3. Liga etabliert. Vor allem die Offensive agiert während der gesamten Spielzeit auf hohem Niveau. Im Saisonendspurt können die Westfalen befreit aufspielen und womöglich noch den Tabellenführer ärgern.

Die Spieler des SC Verl jubeln
Beim SC Verl gab es in dieser Saison viel Grund zum Jubeln. Bildrechte: imago images/pmk

Tabellensituation

Platz 7. | 50 Punkte | 63:52 Tore
(Dynamo Dresden: 1. | 65 | 54:29)

Die letzten fünf Auftritte

  • 30. Spieltag: 1:2 gegen Duisburg (H)
  • 31. Spieltag: 2:3 gegen 1860 München (A)
  • 32. Spieltag: 3:0 gegen Uerdingen (H)
  • 33. Spieltag: 1:1 gegen Halle (A)
  • 34. Spieltag: 2:2 gegen Viktoria Köln (A)

Verl wartet mit zweitbester Offensive auf

"Nächstes Jahr sind wir wieder dabei": Per Instagram-Post stimmte der SC Verl seine Fans am vergangenen Wochenende auf die letzten Wochen in der 3. Liga ein. Nach dem 2:2 gegen Viktoria Köln war dem Aufsteiger der Klassenerhalt auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Dabei machten die Westfalen ab dem ersten Spieltag deutlich, kein "One-Hit-Wonder" zu sein. Eine beeindruckende Hinserie wurde mit einem ebenso beeindruckenden fünften Platz belohnt. Zwischenzeitlich grüßte Verl sogar von der Tabellenspitze. Auch in der Rückrunde überzeugte das Team von Guerino Capretti mit erfrischendem Offensivfußball und stellt mit 63 Treffern den zweitgefährlichsten Angriff der Liga.  

Trainer Capretti umworben

Der Erfolg hängt maßgeblich mit dem Trainer zusammen. Capretti steht für Kontinuität, ist selbst seit mittlerweile vier Jahren im Traineramt. Mit 39 Jahren agiert der Deutsch-Italiener auf Augenhöhe mit seinen Spielern und konnte seine spielerische Philosophie ohne Probleme vom Amateur- in den Profifußball transportieren. Mittlerweile wird sein Name auch mit größeren Klubs in Verbindung gebracht. Der ostwestfälische Nachbar SC Paderborn soll bereits vorstellig geworden zu sein, um Capretti als Nachfolger für den scheidenden Steffen Baumgart zu holen.

Guerino Capretti
Verl-Coach Guerino Capretti steht wohl beim SC Paderborn auf dem Zettel. Bildrechte: imago images / Jan Huebner

Drei Neuzugänge unter Dach und Fach

Doch auch in puncto Profikader dürfte sich im Sommer einiges tun. Torjäger Aygün Yildirim hat mit seinen 14 Treffer die Aufmerksamkeit zahlungskräftiger Vereine auf sich gezogen. Mittelfeldakteur Mehmet Kurt hat bereits beim Ligakonkurrenten Wiesbaden unterschrieben. Philipp Sander ist nur von Holstein Kiel ausgeliehen und wird aller Voraussicht nach zum DFB-Pokal-Halbfinalisten zurückkehren. So laufen die Planungen für die kommende Saison bereits auf Hochtouren. Mit Nico Ochojski (Fortuna Köln), Ron Berlinski (RSV Meinerzhagen) und Vinko Sapina (SSV Ulm) stehen bereits drei Neuzugänge fest. Zudem soll der Transfer von Lübecks Cyrill Akono kurz bevorstehen.

Ausbaufähige Bilanz gegen Topteams

Bis die Kaderplanungen endgültig aufgenommen werden können, gilt es für die Verler, die ohnehin schon starke Saison zu einem positiven Abschluss zu bringen. Das Restprogramm (Dynamo Dresden, Türkgücü München, Waldhof Mannheim, Kaiserslautern) ist machbar. Einzig gegen Dresden geht man als Außenseiter in die Partie. Gegen den Spitzenreiter können die Westfalen am Dienstag (19 Uhr im Liveticker auf sport-im-osten.de und in der SpiO-App) nicht nur die deftige Pleite aus dem Hinspiel (1:4) wettmachen, sondern auch ihre dürftige Ausbeute gegen die Topklubs der Liga aufwerten: Bisher gelang kein Erfolg gegen die Teams aus Rostock, Ingolstadt und Dresden.

Mehmet Kurt, Patrick Weihrauch und Julian Schwermann
Klare Sache im Hinspiel: Am Ende musste sich Verl mit 1:4 dem kommenden Gegner aus Dresden geschlagen geben. Bildrechte: imago images/Eibner

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jsc

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 04. Mai 2021 | 21:45 Uhr

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