Fußball | 3. Liga SpVgg Unterhaching: Nach dem Restart alles verspielt

Mit einem Negativlauf zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt hat die SpVgg Unterhaching in den vergangenen vier Wochen sämtliche Aufstigeshoffnungen verspielt. Für die Rand-Münchner geht es nur noch um Tabellenkosmetik und darum, die Sieglosserie von mittlerweile acht Partien zu beenden.

Dominik Stroh-Engel fassungslos
Dominik Stroh-Engel und Co. haben binnen vier Wochen alle Zweitliga-Hoffnungen verspielt. Bildrechte: imago images / Oryk HAIST

Vor beinah genau einem Monat durfte ein kleiner Traditionsklub vor den südlichen Toren der bayerischen Landeshauptstadt München mehr denn je von der erstmaligen Rückkehr in die 2. Bundesliga seit 2007 träumen. Mit einem souveränen 2:0-Erfolg zum Wiederanpfiff der 3. Liga nach ihrer Coronapandemie-bedingten Unterbrechung manifestierte die SpVgg Unterhaching ihre Aufstiegsambitionen und reihte sich punktgleich hinter dem damaligen Spitzenreiter MSV Duisburg auf Rang zwei ein.

Verletzungspech und Negativwelle

 Trainer der SpVgg Unterhaching Claus SCHROMM und Trainer von Eintracht Braunschweig Marco ANTWERPEN muntern verletzten Dominik STAHL auf
Kapitän Dominik Stahl zog sich am 31. Spieltag gegen Braunschweig einen Kreuzbandriss zu. Bildrechte: imago images/Passion2Press

Direkt im Anschluss jedoch erwischte die Bayern zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt eine Negativwelle - das 1:3 daheim gegen Braunschweig am 31. Spieltag etwa bedeutete erstmals in dieser Saison eine dritte Niederlage in Serie. Zu allem Übel zog sich Kapitän und Zentrumsdirigent Dominik Stahl in jener Partie beim Stand von 1:0 für Haching einen Kreuzbandriss zu. "Was es in einer Mannschaft anstellt, wenn der Kapitän vom Platz geht, weiß jeder Fußballer. Mittlerweile ist Dominik Stahl unser dritter Kapitän, der jetzt auch verletzungsbedingt fehlen wird", verstand Trainer Claus Schromm nach Abpfiff die Welt nicht mehr.

Eine Woche zuvor schon hatte die Mannschaft ihren Angriffsroutinier Stephan Hain mit einem Daumenbruch verloren. Richtig bitter wurde es jedoch nach dem spektakulären 3:3 in Zwickau am 32. Spieltag. In den zuletzt absolvierten vier Partien haben die Rot-Blauen nicht einmal ins gegnerische Gehäuse getroffen: Mit der Bilanz aus zwei Remis bei insgesamt 0:6 Toren (0:3 in Meppen, 0:3 im Lokalderby bei 1860 München) verabschiedeten sich die Hachinger endgültig aus dem Aufstiegsrennen.

Schromm: "Schwere Kost für uns"

"Das ist natürlich schwere Kost für uns", gestand Claus Schromm nach Abpfiff der Derbyschlappe am letzten Wochenende im Grünwalder Stadion. Die insgesamt gerade sechs Punkte aus den neun Partien seit 30. Mai reichen in der imaginären Restart-Tabelle gerade mal zu Rang 19 - schlechter ist nur noch? Genau - Mittwochsgegner FC Carl Zeiss Jena (Neun Spiele, zwei Remis).

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mhe

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 01. Juli 2020 | 22:10 Uhr