Fußball | 3. Liga Meppen wartet weiter auf den Schmitt-Effekt

35. Spieltag

Mit neuem Trainer will der SV Meppen im Schlussspurt der 3. Liga noch einmal den berühmten "frischen Impuls" setzen, um die letzten Kräfte für den Klassenerhalt zu mobilisieren. Doch bisher blieb der Boost aus.

Rico Schmitt Trainer SV Meppen
Rico Schmitt, Trainer SV Meppen Bildrechte: imago images/osnapix

Saisonstatistiken nach 34 Spieltagen

SV Meppen : Platz 16 – 37 Punkte (11 Siege/4 Unentschieden/19 Niederlagen) – 35:56 Tore

[FSV Zwickau: Platz 11 – 43 Punkte (11 Siege/10 Unentschieden/13 Niederlagen) – 42:44 Tore]

Letzten Liga-Partien

N – N – U – N – N  

Drei Trainer standen in den letzten fünf Liga-Partien beim SV Meppen an der Seitenlinie. Zusammen holten sie exakt einen Punkt. Torsten Frings Amtszeit beim SVM endete mit einer 0:3-Niederlagen gegen Wehen Wiesbaden am 31. Spieltag. Unter Interimstrainer Mario Neumann schien sich der Effekt des Trainerwechsels schon auszuzahlen, immerhin konnte dem Aufstiegsaspiranten FC Ingolstadt ein Punkt abgetrotzt werden. Zwei Tage später verkündete die Vereinsführung die Verpflichtung von Rico Schmitt als neuen Chefcoach, Neumann rutschte wieder ins zweite Glied. Doch ein Schmitt-Boost blieb bisher aus: Erst unterlag das Team nach einer kämpferischen Leistung 1:2 beim 1. FC Magdeburg, dann folgte eine bittere Niederlage in der Nachspielzeit gegen Hansa Rostock (2:3).

Zumindest im Landespokal konnten sich die Emsländer zuletzt ein wenig Selbstvertrauen holen. Gegen den Regionalligisten SV Atlas Delmenhorst gab es am vergangenen Freitag einen klaren 3:0-Sieg und damit den Einzug ins Halbfinale des Niedersachsenpokals. 

Personal

Das Augenmerk liegt natürlich ganz klar auf dem Mann an der Seitenlinie. In Rico Schmitt haben die Meppener Klubverantwortlichen ihre Hoffnungen gelegt. "Wir sind der festen Überzeugung, dass wir mit Rico Schmitt einen sehr kompetenten und erfahrenen Cheftrainer für den SVM gewinnen konnten. Ich bin sicher, dass er die richtigen Impulse bei der Mannschaft setzen wird. Das oberste Ziel ist der Klassenerhalt", erklärte SVM-Sportvorstand Heiner Beckmann vor zwei Wochen.

Der Chemnitzer, der in Mitteldeutschland schon Aue, Halle und Jena gecoacht hat, soll in den verbleibenden vier Spielen die nötigen Punkte für ein weiteres Jahr Drittklassigkeit einfahren. Vor dem 35. Spieltag steht Meppen einen Zähler über dem Strich, das Restprogramm ist mit Zwickau, Lübeck, Saarbrücken und Duisburg zumindest nicht übermächtig. Dafür muss die Offensive der Emsländer aber steigern. Mit 35 Toren ist sie nach dem KFC Uerdingen (34) und gemeinsam mit der des 1. FC Magdeburg die zweitschlechteste der Liga. Ein richtiger Goalgetter existiert nicht. Bester Torschütze der laufenden Saison ist Luka Tankulic mit vier Treffern.

 Direkter Vergleich

Statt auf die Statistik der Vereine schauen wir an dieser Stelle zunächst auf die der Trainer, denn die ist aus Sicht des SV Meppen ein Mutmacher. In fünf Duellen gegen Joe Enochs hat Rico Schmitt noch nie verloren. Neben drei Erfolgen für Schmitt gab es zwei Punkteteilungen in den direkten Duellen.

Zwischen den Klubs gab es in der jüngeren Vergangenheit sieben Duelle in der 3. Liga. Die Statistik ist aus Sicht der Niedersachsen mit drei Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen knapp positiv. In der Hinrunde setzte sich der FSV Zwickau mit 2:1 durch.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 05. Mai 2021 | 21:45 Uhr

1 Kommentar

MAGNETO vor 3 Tagen

Da könnte Meppen länger warten. Ach nee, die Zeit wird knapp.