Fußball | 3. Liga SV Meppen: Das Festhalten an Frings zahlt sich nun aus

27. Spieltag

Es ist eine erwartet holprige Saison für den SV Meppen. Doch zuletzt zeigte die Formkurve der Emsländer deutlich nach oben. Die Geduld mit Trainer Torsten Frings scheint sich auszuzahlen.

SV Meppen - Hallescher FC am 19.02.2021 in der Hänsch-Arena in Meppen Trainer Torsten Frings SV Meppen jubelt.
Torsten Frings Bildrechte: imago images/osnapix

Saisonstatistiken nach dem 26. Spieltag

SV Meppen: Platz 13 – 30 Punkte (24 Spiele - 9 Siege/3 Unentschieden/12 Niederlagen) – 29:36 Tore

[Dynamo Dresden: Platz 1 – 51 Punkte (25 Spiele - 16 Siege/3 Unentschieden/6 Niederlagen) – 45:22 Tore]

Letzten Liga-Partien

U – N – S – S – U  

Der Saisonverlauf von Meppen lässt sich nur sehr schwerlich nachzeichnen. Den klassischen Tabellenverlauf heranzuziehen, eignet sich bei den Emsländern nur bedingt. Zu viele Partien des SVM mussten im Laufe der Saison verlegt werden, das Klassement war entsprechend häufig verzerrt. So war Meppen am zwölften Spieltag Schlusslicht, hatte aber nur neun Partien absolviert.

Auch vor dem jetzt anstehenden 27. Spieltag hat das Team von Torsten Frings noch ein Defizit von zwei Begegnungen. Aber die Tabellensituation hat sich besonders in den letzten Wochen verbessert. Von einer Entspannung kann trotzdem keine Rede sein. Zu eng ist der Kampf im der zweiten Tabellenhälfte.

Der Trend spricht aber für Meppen: Acht Punkte aus den letzten fünf Spielen gelangen keinem Team aus dieser Region. Auch weil Meppen eben gegen die direkte Konkurrenz gewann (2:1 gegen Halle / 3:2 gegen Unterhaching) oder einen Punkt holte (2:2 gegen Kaiserslautern).

Es war ein steiniger Weg nach dem Umbruch im Sommer, doch der Verein war sich dessen bewusst: "Wir waren auch von Anfang an darauf eingestellt, dass es in diesem Jahr schwer wird", erklärte Frings vor wenigen Wochen im Bundesligashow-Podcast von NDR 2 und unterstrich nochmals: "Der Verein steht hinter mir."

Tom Boere, SV Meppen trifft zum 2:1 und jubelt.
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Personal

Der im Winter für den abgewanderten Hilal El-Helwe verpflichtete Tom Boere hat sich in den letzten beiden Partien durch drei Scorerpunkte (zwei Tore und ein Assist) ins Rampenlicht befördert und wird nun den Hoffnungen, die in ihn gesetzt worden sind, gerecht. Auch Dynamo-Dresden-Coach Markus Kauczinski hatte den Niederländer als "einen weiteren guten Stürmer (...), der vorbereiten kann und selbst gefährlich ist" bezeichnet.

Zudem gab es am Donnerstag zwei weitere Personalmeldungen bei den Meppenern. Trotz intensiver Bemühungen wird Ted Tattermusch den Verein verlassen und in die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund wechseln. Der 19-Jährige kam neun Mal für die Emsländer in der 3. Liga zum Einsatz und erzielte dabei ein Tor. "Er hat enorm viel Potenzial. Daher ist es sehr schade, dass er nun wechselt. Wenn aber die zweite Mannschaft eines Top-Bundesligisten ruft, dann haben wir kaum eine Chance, den jungen Spieler zu halten", sagte Frings.

Positive Meldungen gab es dagegen von Marcus Piossek. Der Mittelfeldspieler hat einen neuen Zweijahresvertrag unterschrieben. "Mit seiner enormen Erfahrung und seiner spielerischen Qualität kann er wichtige Impulse setzen", so Frings.

Direkter Vergleich

Hier können wir es kurz machen. Bisher gab es zwei Pflichtspiele zwischen Meppen und Dynamo - zwei Mal gingen die Dresdner als Sieger vom Feld. In der Hinrunde siegte die SGD im eigenen Stadion mit 3:0. Und dann gab es noch ein Treffen im DFB-Pokal - die älteren Leser werden sich erinnern. 1994 musste der damalige Bundesligist aus Dresden in der 1. Runde in Meppen ran und löste die Pflichtaufgabe dank eines Treffers von Werner Rank mit 1:0.

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rho/dpa

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