Fußball | 3. Liga Gegnercheck Würzburger Kickers: Torsten Ziegner noch ohne Sieg

9. Spieltag

Die Stimmung bei den Würzburger Kickers ist vor dem Auftritt bei Drittliga-Spitzenreiter Magdeburg (Sa., 14:00 Uhr live im "MDR Fernsehen") angespannt. Nach acht Partien ohne Sieg rückt der Anfang der Saison gekommene Trainer Torsten Ziegner in den Fokus.

Torsten Ziegner
Coach Torsten Ziegner Bildrechte: IMAGO/foto2press

Fußball-Zweitliga-Absteiger Würzburger Kickers ist in der 3. Liga noch nicht angekommen. Das nach dem Abstieg runderneuerte Team muss befürchten, gleich weiter durchgereicht zu werden. Daran konnte auch der drittligaerfahrene Trainer Torsten Ziegner, zuvor beim Halleschen FC und dem FSV Zwickau, nichts ändern. Unter dem 43-Jährigen schafften die Unterfranken noch keinen Sieg.

Entsprechend ist die Laune bei den Kickers, die es in den kommenden vier Partien gleich mit drei Top-3-Teams zu tun bekommen. Den Anfang macht der Auftritt am Samstag bei Drittliga-Tabellenführer 1. FC Magdeburg (14:00 Uhr live im MDR).

"Vollkatastrophe" und "beschämend"

Das 0:0 zuletzt gegen den bis dahin punktlosen Aufsteiger TSV Havelse kommentierte Abwehrakteur Lars Dietz ebenso ehrlich wie trocken: "So ein Spiel wie in der zweiten Halbzeit würde ich mir auch nicht gerne auf der Tribüne anschauen." Nach dem Abstieg und dem missratenen Saisonstart hatten die Fans Redebedarf. Sturm-Hoffnungsträger Marvin Pourié zog sich das Büßergewand über: "Wenn sie hier jemanden kritisieren wollen, fangen Sie bei mir an und hören Sie bei mir auf." Schon beim 3:0 im bayerischen Landespokal gegen Regionalligist SC Eltersdorf hatte Ziegner die Chancenverwertung unverblümt als "Vollkatastrophe" bezeichnet. Beim 0:2 in der Liga beim MSV Duisburg bezeichnete nannte Pourié seine eigene Leistung "beschämend".

Leon Schneider, Tizian Hümmer, Mirnes Pepic, Moritz Heinrich
Enttäuschung bei den Kickers nach dem 0:0 gegen Havelse Bildrechte: IMAGO/foto2press

Kein Red Bull 2 und Magath wieder weg

Der Verein, der eine Art zweites Red-Bull-Imperium aufmachen wollte und dafür unter anderem Felix Magath als Berater holte, sucht gerade seine Identität. Magath ist wieder weg. Sportvorstand Sebastian Schuppan ist nun alleine für den Sport zuständig. Noch sagt der Ex-Dresdner: "Wir reden mit und nicht über den Trainer." Ziegner findet: "Die Mannschaft ist besser als das, was wir leisten." Der langjährige Spieler des FC Carl Zeiss Jena muss aufpassen, dass seine Trainerkarriere keinen Knick bekommt. Er war bei einigen Drittliga-Klubs im Gespräch und bekam von den Kickers eine Chance. Möglicherweise entpuppt sich das aber als Himmelfahrtskommando.

v.li.: Niklas Hoffmann (FC Würzburger Kickers), Trainer Torsten Ziegner (FC Würzburger Kickers)
Torsten Ziegner (re.) und Innenverteidiger Niklas Hoffmann Bildrechte: IMAGO / foto2press

cke

Videos und Audios zur 3. Liga

Spieler des 1. FC Magdeburg spielt den Ball ins linke Eck.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Spieler des  FSV Zwickau spielt den Ball ins Tor.
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FSV Zwickau - MSV Duisburg
FSV Zwickau - MSV Duisburg Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 18. September 2021 | 14:00 Uhr

2 Kommentare

Thommi Tulpe vor 4 Wochen

Dieses Trainer-Großmaul wird völlig überschätzt!

MLink-Berlin vor 4 Wochen

Heimsieg!