Fußball | 3. Liga Wehlend will mit Dynamo zurück in die Bundesliga

Nach 32 Jahren ist er zurück in Dresden und hat mit der SG Dynamo viel vor. Jürgen Wehlend verkündete bei seiner Vorstellung, mit den "Schwarz-Gelben" langfristig zurück in die Bundesliga zu wollen.

Jürgen Wehlend wird als neuer kaufmännischer Geschäftsführer der SG Dynamo Dresden vorgestellt.
Bildrechte: SGD/ Steffen Kuttner

Dynamo Dresdens neuer kaufmännischer Geschäftsführer Jürgen Wehlend will den Traditionsverein langfristig zurück in die Bundesliga führen. "Wir haben einen Traum, der heißt, irgendwann wieder Bundesliga zu spielen und durch Europa zu fahren", erklärte der 55 Jahre alte Kaufmann bei seiner Vorstellung am Montag in der Walter-Fritzsch-Akademie. Es sei aber ein langer Weg, es sind viele Schritte zu gehen. Momentan sei es erst einmal wichtig, "ohne Schaden durch die Krise zu kommen".

Einstimmige Wahl für "den Besten"

Wehlend folgt auf Michael Born, der Anfang September mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden worden war. "Wir sind in vielen  Bereichen vorangekommen, sind gewachsen. Was sich nicht mitentwickelt hat, ist die Struktur der Organisation", erklärte Dynamos Aufsichtsratsvorsitzender Jens Heinig. "Wir hoffen, dass wir mit Herrn Wehlend einen gefunden haben, der uns in diesen Dingen unterstützen kann." Man sei überzeugt, dass er für den Verein der Beste ist. "Es war eine einstimmige Entscheidung, eine Überzeugungstat."

Wehlend gab Dynamo 2016 einen Korb

In Dresden unterschrieb Wehlend einen Kontrakt bis zum 31. Dezember 2023. Bereits vor drei Jahren hatten sich die Sachsen um die Dienste von Wehlend bemüht, da aber einen Korb erhalten. Grund sei nicht Dynamo, sondern der VfL Osnabrück gewesen. "Wir waren beim VfL in einer kritischen Situation, mussten viele Schulden abbauen, hatten eine Gläubigerversammlung. Das war im Abschluss begriffen. Jetzt ist die Mission in Osnabrück erfüllt", so Wehlend.

 Es schließt sich der Kreis

Der 55-Jährige ist in der sächsischen Landeshauptstadt geboren, lebte aber seit 32 Jahren in Osnabrück. Dort gründete Wehlend ein regionales Telekommunikations-Unternehmen. 2013 stieg er als Geschäftsführer beim VfL Osnabrück ein, wo er bis Endes des Jahres seine Aufgaben geordnet übergab. Osnabrück erteilte Wehlend, der noch einen Vertrag bis Ende 2021 besaß, die Freigabe für einen Wechsel zu Dynamo. "Es sind drei Bände in einem Roman", sagte Wehlend. "Ich habe als junger Mann Dresden verlassen, in Osnabrück  studiert und vieles erreichen können. Die Rückkehr ist jetzt der dritte Band." Für ihn schließe sich ein Kreis. Seine Mutter lebt noch in Dresden, Geschwister sind wieder zurück nach Dresden gezogen.

rei/dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 04. Januar 2021 | 17:45 Uhr

50 Kommentare

Muzzi vor 2 Wochen

So viel Arroganz, Du musst doch schon tropfen beim Laufen!
Als ob Du eine Ahnung hast, welcher Plan bei Dynamo verfolgt wird. Langfristig bedeutet eben auch "über einen längeren Zeitraum" und dahinter steckt immer ein Plan. Das NWZ und das neue Trainingzentrum sind geanuso ein Teil des Planes, wie nun die Verpflichtung von Herrn Wehlend, welcher ein riesiges Netzwerk und unglaublich viel KnowHow mitbringt. Die ersten Früchte des Planes werden bereits geerntet. Kleiner Tipp Schorschi mei Herzl, die Früchte heissen Ehlers, Königsdörffer oder Bekaj und sind der Lohn von sehr guter Arbeit. Wie sieht es denn mit der Nachwuchsarbeit und den eigenen Talenten bei Deiner Grubenlampenherde aus @Schorschi?

DG
Muzzi

Muzzi vor 2 Wochen

Lass den Ingo Schnibbler, schon bei dem Thema "Mittel von Freiburg damals" und das Anspruchsdenken der Fans glänzt er mit sehr wenig Ahnung. Ich gehe seit 2006 regelmässig zu spielen von Freiburg und kenne das Umfeld dort ziemlich gut.
Er wollte halt auch mal was schreiben. ✍️

Schnibbler vor 2 Wochen

@Suedharz-Ingolf
Glaubst Du allen Ernstes in Freiburg ist es egal welche Liga die spielen? Wenn es für 2. Liga dort nicht reicht dürfte der Trainer ebenso dran glauben wie in Dresden. Auch auf die Spieler würde geschimpft werden