Fußball | 3. Liga Hallescher FC, Carl Zeiss Jena und FSV Zwickau fordern Abbruch der Saison

Die Drittligisten Hallescher FC, FSV Zwickau und FC Carl Zeiss Jena haben sich aufgrund der Coronavirus-Pandemie für den Abbruch der Saison 2019/20 ausgesprochen. Der FCM sieht solche Vorstöße kritisch.

Fahne mit Logo Hallescher FC
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Der Hallesche FC hat - wie bereits zuvor der FSV Zwickau in Person von Vorstandssprecher Tobias Leege im ausführlichen "SpiO"-Interview - einen Abbruch der Saison in der 3. Liga gefordert. Man sehe "keine Alternative" hierzu, schrieb der Verein in einer Pressemitteilung. Außerdem befürworteten die Hallenser eine konsequente Einstellung des Trainings- und Spielbetriebs für den Rest der Saison.

"Dieses 'Hin und Her', diese Salamitaktik"

Chris Förster
FCC-Geschäftsführer Chris Förster. Bildrechte: Karina Heßland-Wissel

"Dieses 'Hin und Her', diese Salamitaktik, all die Theorien und Eventualitäten sind in den vergangenen Tagen zu Recht kritisiert worden. Der DFB sollte nun für klare Aussagen sorgen. Leider ist zu befürchten, dass die wirtschaftlichen Interessen Einzelner und reine Vermarktungsfragen das wesentliche Entscheidungskriterium darstellen", hieß es in der Mitteilung.

Dieser Forderung schloss sich am späten Sonntagnachmittag auch Liga-Konkurrent FC Carl Zeiss Jena an. FCC-Geschäftsführer Chris Förster sagte dem MDR mit Bezug auf die HFC-Stellungnahme: "Das unterstützen wir zu einhundert Prozent."

Kallnik: "Entscheidungshoheit liegt beim DFB"

Mario Kallnik, Geschäftsführer des 1. FC Magdeburg, sieht die Äußerungen der Drittliga-Konkurrenz jedoch kritisch. Es sei nicht richtig, dass die Klubs nun individuell ihre Meinungen bekannt gäben, sagte Kallnik am Abend dem MDR. Das solle zunächst intern besprochen werden. Nach der Entscheidung des DFB könne sich dann jeder Klub positionieren. "Die Entscheidungshoheit liegt beim DFB", so Kallnik.

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red/pm

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 15. März 2020 | 19:30 Uhr

11 Kommentare

flaeming_der_alte vor 17 Wochen

Ich hätte bei der momentanen Lage alle Ligen annulliert. Das ist zwar auch nicht gerecht, aber da niemand sicher sagen kann er wäre aufgestiegen bei den vielen Restspielen, ist diese Variante noch die fairste. BWG und achtet auf Euch

Thommi Tulpe vor 17 Wochen

Heute wird hoffentlich der DFB eine klare Entscheidung treffen, nach welcher jeder Verein Klarheit hat. Saisonabbruch hin, Saisonabbruch her. Mein Gedanke ist jener: Als Deutschland 1990 "wiedervereinigt" wurde, machten damalige Bundesliga und 2. Liga auch keine Abstriche. Bestimmte Ligen wurden aufgestockt. Dass eine Liga mit 20 Mannschaften funktioniert, hat die damalige Zeit bewiesen, beweist die 3. Liga aktuell. Und jene, die in erster Linie finanziell denken: Mehr Mannschaften, mehr Spiele, mehr zu vermarkten. Es lebe der Kommerz! (Sarkasmus!) So irgendwann wieder "normaler" Fußball möglich ist, reduziert man Ligen wieder auf das gewohnte Maß durch mehr Absteiger - so wie in "Wiedervereinigungs"-Zeiten. Eine 3. Liga mit 24 oder 25 Mannschaften und dann 8 oder 9 Absteigern ...!? Eher logistisches Problem, aber für mich denkbar. Wir hier können spekulieren, debattieren auf "Teufel komm` raus" - entscheiden tut immer noch Frankfurt/ Main. Sicher wieder nicht zu Gunsten des Ostens!?

DDRler vor 17 Wochen

Es scheinen einige noch nicht kapiert zu haben....diese Saison muss abgebrochen werden...das Virus und die jetzige Situation lässt keinen Sport zu..es wird noch Monate dauern bis wir zum normalen Alltag zurückkehren können...jede andere Entscheidung wäre dumm und Verantwortungslos..es ist nun mal eine extrem Situation wie im Krieg....wir kämpfen gegen einen unsichtbaren Gegner....und das nach Virologen noch das ganze Jahr.... machen wir uns nichts vor..... das normale Leben,wie wir es kennen ,gibt es nicht mehr.....In diesem Sinne,bleibt gesund..!