Fußball | 3. Liga 3.200 Fans zugelassen: Hallescher FC "enttäuscht"

2. Spieltag

Der Hallesche FC hat enttäuscht auf die Zulassung der Zuschauerzahl für das erste Drittliga-Heimspiel der Saison gegen Ingolstadt (Sa.) reagiert. Das Gesundheitsministerium erlaubt im Erdgas-Sportpark keine Stehplätze.

Leerer Erdgas-Sportpark in Halle
Bildrechte: imago/Köhn

Für das erste Saison-Heimspiel von Fußball-Drittligist Hallescher FC am Samstag ( 14:00 Uhr) gegen den FC Ingolstadt sind nur 3.200 anstatt der vom Verein erhofften 4.500 Zuschauer im Erdgas-Sportpark zugelassen. Das Gesundheitsministerium des Landes Sachsen-Anhalt untersagte dem HFC, den Stehplatzbereich mit 1.300 Plätzen zu öffnen. Der Club nahm die Entscheidung laut einer Mitteilung auf der Vereinshomepage "verwundert zur Kenntnis".

Jens Rauschenbach, HFC-Präsident
HFC-Präsident Jens Rauschenbach Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der HFC verwies darauf, dass an verschiedenen anderen Standorten wie in Leipzig, Dresden oder Berlin ähnliche Konzepte inklusive Stehplatzkontingent mit entsprechender Abstandsregelung genehmigt wurden. "Wir haben viel Kraft und Vorbereitungszeit in unser Hygienekonzept vor allem für den Stehplatzbereich investiert. Wir haben alle organisatorischen Vorkehrungen für einen sicheren Stadionbesuch auch für Stehplätze mit unserem Gesundheitsamt im Detail abgestimmt", sagte HFC-Präsident Jens Rauschenbach. Er zeigte sich "über die Entscheidung enttäuscht".

Knapp über 20 Prozent

Laut Rauschenbach wolle der Verein weiter daran arbeiten, das Gesundheitsministerium in Magdeburg für die folgenden Spiele vom eigenen Konzept mit Stehplätzen zu überzeugen. Für die Heimpartie gegen Ingolstadt haben Vereinsmitglieder zunächst ein Vorkaufsrecht. Nach einem Beschluss der Bundesländer, der empfehlenden Charakter hat, sollen 20 Prozent der Stadionkapazitäten mit Zuschauern besetzt werden dürfen. In Halle sind es nun 21.27 Prozent. Im Erdgas-Sportpark gibt es 15.065 Plätze insgesamt und mit 8.843 eine relative hohe Anzahl an Stehplätzen.

dpa/cke

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 26. September 2020 | 16:30 Uhr

20 Kommentare

matze0762 vor 5 Wochen

Welches Spiel haben sie denn gesehen? Halle hat wie ein Abstiegskandidat gespielt? Sie stellen sich zwar hin, als wollen sie beruhigend auf die Diskussion einwirken, tun aber in ihrem gesamten Text genau das Gegenteil. Genau solche Kommentare auf beiden Seiten halten die Feindseligkeiten am Kochen. Eigentlich schade. Rot/weiße Grüße aus Halle

Heinz K. vor 5 Wochen

Nun soll es doch einmal gut sein , mit dem was letzten Sonntag passiert ist. Der HxC hat nach vielen Versuchen endlich mal wieder gegen ( einen grottenschlechten ) FCM hoch verdient gewonnen. Ohne dabei selbst wirklich zu glänzen. Seguin hat aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht und in aller erster Linie seinen Verein richtig kritisiert! Seine Meinung bezüglich des Gegner an diesem Tage lag so weit nicht weg von der Realität. Früher, eine graue Maus in der DDR Oberliga ( welche Seguin und Co nur selten vor Problemen stellten und heute ( mit der Leistung vom So ) neben dem FCM ein Abstiegskandidat aus Liga 3. Lasst dieses Thema nun endlich ruhen. Es gibt genügend andere Probleme.
Zur aktuellen Zuschauerbegrenzung...... im Vorjahr lag der Schnitt in Halle bei 5800. Andere Vereine trifft dies viel mehr. Da kommt momentan nur ein Bruchteil der Fans ins Stadion. Mehr gibt es nicht zu sagen. Kommt mal alle wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. BWG

Altlatz vor 5 Wochen

Schade, dass die mögliche Zuschauerzahl gekürzt wurde. Bei diversen Kommentaren habe ich das Gefühl, dass sich der Erfolg einer Mannschaft, welcher vor fast 50 Jahren zufällig und glücklich erreicht wurde, immer noch als etwas Besonderes hervorgehoben wurde. Alles schön und gut. Man muss allerdings aufpassen, dass sie diese Erwähnung nicht abnutzt und zum Langweiler wird.