Fußball | 3. Liga Heskamp muss gehen – Minge im Anflug?

Fallen die wichtigen Personalentscheidungen beim Halleschen FC noch in dieser Woche? Nach MDR-Informationen ist klar, dass die Tage von Ralf Heskamp als Sportdirektor beim HFC gezählt sind.

Nach dem gesicherten Klassenerhalt werden beim Halleschen FC die Personalplanungen vorangetrieben. Dabei soll nach MDR Informationen Sportdirektor Ralf Heskamp von seinen Aufgaben als Sportdirektor entbunden werden.

Wird Minge am Mittwoch präsentiert?

Ralf Minge
Ralf Minge - Von Dresden nach Halle? Bildrechte: imago images / Hentschel

Ob im Verein in anderer Form weiter arbeiten wird, ist noch offen, aber nicht sehr wahrscheinlich. Heskamps Vertrag läuft noch bis Ende 2022. Heißester Kandidat auf die Nachfolge ist Ralf Minge. Die Gespräche sollen schon weit vorangeschritten sein. Eine Einigung wird in den kommenden Tagen erwartet. Schon am Mittwoch könnte Minge, der zuletzt von Februar 2014 bis Juni 2020 Sport-Geschäftsführer bei Dynamo Dresden war, der Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Verbindung zwischen dem HFC und Dynamo ist traditionell eng, Minge und der frühere Halle-Manager Ralph Kühne pflegten ein enges Verhältnis.

Allerdings sind auch andere Kandidaten noch nicht ganz aus dem Rennen. Das ohnehin seit längerem unterkühlte Verhältnis zwischen Vereinspräsident Jens Rauschenbach und Heskamp ist dem Vernehmen nach nicht mehr zu kitten. Die Trennung eine logische Konsequenz.

Zukunft von Schnorrenberg - Rauschenbach zweifelt

Die Zukunft von Trainer Florian Schnorrenberg ist weiter ungewiss. Eine Zusammenarbeit über das Saisonende hinaus fraglich. Noch zu Beginn der Rückrunde hatte der HFC öffentlich geäußert, den Vertrag mit Schnorrenberg verlängern zu wollen. Schnorrenberg aber zierte sich. Er wolle das Saisonziel von 46 Punkten erreichen. Aufgrund der sportlichen Talfahrt in den folgenden Wochen, stand Schnorrenberg vor dem Aus.

Doch dann sicherten Schnorrenberg und die Mannschaft vorzeitig die Klasse. Ob das den Verantwortlichen allerdings reicht, um Schnorrenberg einen neuen Vertrag zu geben, darf bezweifelt werden. Präsident Rauschenbach wurde jüngst vielsagend in der Mitteldeutschen Zeitung zitiert: "Selbst wenn wir die letzten drei Punktspiele noch gewinnen sollten, bleibt der Gesamteindruck einer sportlich sehr wechselhaften Saison mit Licht, aber eben auch viel Schatten. Schließlich hatten wir sportlich einige kritische Situationen und standen kurz vorm Abgrund." Zudem dürfte ein neuer Sportdirektor eigene Vorstellungen auf dem Posten des Cheftrainers durchsetzen wollen.

HFC-Präsident Jens Rauschenbach
HFC-Präsident Jens Rauschenbach: Geht es mit Florian Schnorrenberg in die neue Saison? Bildrechte: imago images/VIADATA

red

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 11. Mai 2021 | 19:45 Uhr

24 Kommentare

esSKaa vor 11 Wochen

Ja. Wahrscheinlich zieht es ihn eher zurück ins heimische "Siegerland"(!) :o) Sei´s drum.
Ich wollte eher sagen, dass man lieber tiefstapeln soll. Kann mich noch gut dran erinnern, dass Chemnitz in der Abstiegssaison als Aufstiegskandidat gehandelt wurde...

Flo vor 11 Wochen

Ich bin geschmeidig, glaubs einfach.
Übrigens würde ich die Neubesetzung des sportlichen Leiters durch R. Minge auch nicht als gute Lösung bezeichnen. Auch wenn es vllt . menschlich passt.

revolvere vor 11 Wochen

alles schön und gut.
schnorrenberg wollte selber nur einen einjahresvertrag.
Lässt uns seit wochen, - seit wochenim ungewissen und
hat sich selbst dahingehend geäussert, dass er sich auch
selbst entscheiden könne.
dein (euer) mitgefühl in ehren, das ist das geschäft.
was da in halle grade läuft ist schon aufregend.
gruss