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Cheftrainer André Meyer steht mit dem Halleschen FC nach zehn Spieltagen auf einem Abstiegsplatz. Bildrechte: IMAGO / Eibner

Fußball | 3. LigaHallescher FC braucht Ergebnisse – doch "das Selbstvertrauen fehlt"

Stand: 05. Oktober 2022, 17:34 Uhr

Nach dem historisch schlechten Saisonstart schrillen beim Halleschen FC die Alarmglocken. Besonders die zuletzt harmlose Vorstellung beim MSV Duisburg offenbarte die Schwachpunkte in der Mannschaft. Während Kapitän Jonas Nietfeld den unter Trainer André Meyer im Sommer eingeschlagenen Kurs verteidigt, fordert HFC-Präsident Jens Rauschenbach Ergebnisse.

Die jüngste Drittliga-Niederlage beim MSV Duisburg sorgt für Ernüchterung beim Halleschen FC. Mutlos, kraftlos und ideenlos präsentierte sich der HFC beim Gastspiel mit Ex-HFC-Trainer Torsten Ziegner. Der erhoffte Aufschwung nach dem vermeintlichen 5:1-Befreiungsschlag gegen Verl Anfang September ist ausgeblieben. Stattdessen findet sich Halle nach zehn Spieltagen mit acht Punkten auf einem Abstiegsplatz wieder.

Halle mit schlechtestem Saisonstart der Drittliga-Historie

Dass der angestrebte Entwicklungsprozess mit vielen jungen und teils unerfahrenen Spielern unter Trainer André Meyer nicht von jetzt auf morgen vollzogen wird, war klar. Eine derart kritische Lage schwebte aber auch den Protagonisten nicht vor. Die Partie gegen Duisburg war ein "Rückschritt", kritisierte HFC-Kapitän Jonas Nietfeld in der Mitteldeutschen Zeitung (Mittwochsausgabe). "Das war besonders nach vorn einfach zu wenig von uns". Woran es derzeit hakt, liegt laut Nietfeld auf der Hand. "Wir treffen zu viele falsche Entscheidungen, in Eins zu Eins-Duellen und beim Torabschluss. Das Selbstvertrauen fehlt."

HFC-Kapitän Jonas Nietfeld verteidigt den eingeschlagenen Weg unter Trainer André Meyer. Bildrechte: IMAGO/Picture Point

Tatsächlich blickt Halle auf den schlechtesten Saisonstart seiner mittlerweile zehn Jahre andauernden Drittliga-Zugehörigkeit zurück. Vor allem in der Fremde tun sich die Sachsen-Anhalter enorm schwer, was ein Punkt aus fünf Spielen unterstreicht. Der im Sommer unter Meyer vollzogene Umbruch droht zu scheitern. Vor allem weil es wenig erfahrene Spieler gibt, die die durchaus talentierten, aber eben auch unerfahrenen Regionalligaspieler führen können, die im Sommer größtenteils verpflichtet wurden.

HFC-Kapitän Nietfeld verteidigt Meyers Weg

"Die Erfahrung der Mannschaft ist natürlich geringer als in den vergangenen Jahren. Aber in denen waren wir ja nicht sonderlich erfolgsverwöhnt", meinte Nietfeld. Auch die Wut der Fans sei "bei den Ergebnissen absolut verständlich", doch "jetzt alles umzuschmeißen, das würde nicht funktionieren. Vertrauen und Geduld zahlen sich am Ende aus", ist sich Nietfeld sicher. Der unter Meyer eingeschlagene Weg biete weiter die Möglichkeit, erfolgreich zu sein.

Nichtsdestotrotz müssen nun Ergebnisse her. Denn "die Entwicklung sollte sich auch in der Tabelle widerspiegeln. Wir brauchen Erfolge, damit unser Weg weiter gehen kann". Vor dem anstehenden Kellerduell am Montag gegen Dortmund II gilt es vor allem, "nicht den Mut zu verlieren", forderte Nietfeld. "Gleich im nächsten Spiel gegen Dortmund müssen wir zeigen, dass wir das Positive wieder auf unserer Seite haben."

HFC-Präsident Rauschenbach: "Die Ergebnisse müssen nun kommen"

Deutliche Worte für die aktuelle Lage fand auch HFC-Präsident Jens Rauschenbach. Auf der einen Seite zeigte er Verständnis für die Eingewöhnungsphase, die die junge Mannschaft benötigt. "Allerdings muss diese nach mittlerweile 10 Spieltagen vorbei sein", machte Rauschenbach in der "Bild" deutlich. "Hier sind jetzt Trainerteam und die erfahrenen Spieler gefragt."

HFC-Präsident Jens Rauschenbach fordert Ergebnisse in den kommenden Spielen. Bildrechte: IMAGO / VIADATA

Der Trainerstuhl von Meyer wackelt offenbar noch nicht. Die derzeitige Situation sei "keine Frage der Geduld, sondern der Überzeugung". Der Vorstand stehe weiter hinter dem Trainer und seiner Spielidee. "Aber natürlich gehören dazu auch die entsprechenden Ergebnisse und die müssen nun auch kommen", so Rauschenbachs unmissverständliche Forderung. Zumal neben Dortmund mit Aue und Bayreuth in den kommenden Wochen weitere Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt warten.

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jsc

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | SACHSEN-ANHALT HEUTE | 05. Oktober 2022 | 19:00 Uhr

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