Fußball | 3. Liga HFC-Präsident Rauschenbach - Keine Vernunft in der 3. Liga

Nach rund neun Monaten in der Corona-Pandemie stellt HFC-Präsident Rauschenbach den Klubs der 3. Liga kein gutes Zeugnis mit Blick auf die wirtschaftliche Vernunft aus.

Trotz Corona-Krise und fehlenden Zuschauereinnahmen hat in der 3. Fußball-Liga noch kein wirtschaftliches Umdenken stattgefunden. Nach Ansicht von Jens Rauschenbach, dem Präsidenten des Halleschen FC, sei von wirtschaftlicher Vernunft nichts zu spüren. Im Gegenteil: "Investorenvereine treiben Gehälter und Ablösesummen weiter nach oben, gehen ohne Konsequenzen in die Insolvenz oder geraten bei Ausstieg der Mäzene in Schieflage", sagte der HFC-Chef der "Mitteldeutschen Zeitung" (Donnerstagausgabe, 31.12.2020) mit einem Seitenhieb gegen den vor dem finanziellen Aus stehenden Aufsteiger Türkgücü München.

HFC mit striktem Sparkurs und Kurzarbeit

In Sachen Sparpolitik würden laut Rauschenbach auch die Arbeitsgruppen des Deutschen Fußball-Bundes wenig helfen. Eine Unterstützung seien die Corona-Hilfen des Bundes. Damit könnten rund 80 Prozent der fehlenden Zuschauereinnahmen kompensiert werden. Zum finanziellen Überleben reiche das aber nicht aus. "Deshalb sind seit November wieder fast alle Mitarbeiter in Kurzarbeit und wir konnten mit der Mannschaft einen Gehaltsverzicht vereinbaren. Bisher musste der Verein dadurch noch keinen Kredit aufnehmen", erklärte Rauschenbach. Mit der strikten Sparpolitik sei der HFC bisher gut durch die Pandemie gekommen.

dh/dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 09. Januar 2021 | 16:30 Uhr

7 Kommentare

Altlatz vor 42 Wochen

Du scheints ja ein besonders kluger Mensch zu sein. Deiner Meinung nach sind ja alle Vereine von der 1. und 2. Bundesliga Idioten, weil sie keine Ahnung von der Wirtschaft haben. Und in der 3. Liga hat dies ja wohl nur DD drauf. Mein Vorschlag: Übernimm bei einen beliebigen Verein, außer DD natürlich, die wirtschaftlichen Belange - die werden Dir sehr "dankbar" sein.

H.Notzer vor 42 Wochen

Bei allen Schwierigkeiten wurde in dem Podcast das Problem des schwingenden Corona Schwertes über allen Mannschaften etwas ausgeblendet.Ich kann mir vorstellen,dass es allen Vereinen wie einem Studenten nach de Klausuren geht.Man hat alles unternommenen Virus von der Mannschaft fernzuhalten; und trotzdem wird es wieder einige Mannschaften erwischen,da ja die Spieler in Bundesländer über Weihnachten gefahren sind, wo man bereits von der 3.Choronawelle spricht.Die Zeit für Nachholspiele wird bis zum geplanten Saisonende immer kürzer.Wie viele Spiele müssen noch ausfallen bis die Saison abgebrochen wird.Offiziell wird über kein Szenario für den Ernstfall diskutiert.Nächste Woche ist Managertagung!!Vielleicht macht mal Zwickau den Mund auf.Die häufigen Testphasen bei Dynamo über den Jahreswechsel geben mir auch zu denken.(28.12.-29.12.und 02.01.2021)Ich hoffe man hat aus dem Disaster des vergangenen Jahr gelernt und ein konstruktives !! Verhältnis zum Gesundheitsamt entwickelt.

Lok vor 42 Wochen

Ich mag den HFC und freue mich, wenn der Verein wirtschaftlich nicht ins Schlingern kommt. Allerdings hoffe ich dies - ohne Abstriche - für alle unsere Vereine aus dem mitteldeutschen Raum in Liga 3. ABER: Mit satten 80% Ersatz der fehlenden Zuschauereinnahmen durch den Bund + Kurzarbeit + Gehaltsverzicht ist das nun auch nicht das riesige Kunststück. Da muss man eine Liga tiefer deutlich mehr rudern.