Fußball | 3. Liga HFC in der Abwärtsspirale: Minge hält an Schnorrenberg fest

Dem Halleschen FC fehlen die Ergebnisse. Nach nur einem Punkt aus den letzten vier Spielen wird der Abstand auf die Abstiegszone immer kleiner. Eine Trainerdiskussion schließt Sportdirektor Ralf Minge aber aus. Zudem stellte er Neuverpflichtungen im Winter in Aussicht.

Ralf Minge
HFC-Sportdirektor Ralf Minge. Bildrechte: IMAGO / Christian Schroedter

Nach einem starken Saisonstart ist der Hallesche FC mehr und mehr auf Schlingerkurs geraten. Von den letzten 13 Partien konnten nur zwei gewonnen werden. Drei der vier jüngsten Auftritte gingen verloren, der Punktgewinn am vergangenen Spieltag gegen die Würzburger Kickers war eher einer der Sorte Magerkost. Die Fans quittierten den Auftritt ihrer Mannschaft im Anschluss mit einem Pfeifkonzert.

Minge: "Es geht um Lösungen"

Trainer Florian Schnorrenberg steht trotz der sportlichen Talfahrt nicht zur Diskussion. "Wir sprechen nicht über den Trainer, sondern mit ihm. In die aktuell schwierige und sehr komplexe Situation haben wir uns alle gemeinsam manövriert, nicht ein Einzelner", wird HFC-Sportdirektor Ralf Minge in der "Bild" am Dienstag (07. Dezember) zitiert. Ein Trainerwechsel würde eher einem "abenteuerlichen Experiment" gleichkommen: "Es geht um Lösungen, um einfache Werkzeuge und Tugenden."

Rückendeckung für Team und Trainer

Aktuell passt allerdings wenig zusammen beim HFC. Einfache Abwehrfehler und eine zuletzt erschreckend ideenlose Offensive brachten die Hallenser um wichtige Punkte. Ein personeller Wechsel im Tor brachte auch nicht den gewünschten Effekt.

Terrence Boyd und Florian Schnorrenberg
Cheftrainer Florian Schnorrenberg (re.) mit Halles Toptorjäger Terrence Boyd. Bildrechte: imago images/Eibner

Das Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainerteam sei dennoch intakt, erklärte Minge. "Die Mannschaft steht hinter dem Trainerteam, hat gegen Würzburg alles investiert und vieles versucht – ohne das nötige Quäntchen Spielglück. An der Einstellung mangelt es also keineswegs, die Spieler sind bei ihrer Selbstreflexion fast schon zu selbstkritisch."

Kader könnte zur Rückrunde verstärkt werden

Noch sitzt Schnorrenberg einigermaßen fest im Sattel. Dass der 44 Jahre alte Cheftrainer Krise kann, bewies er bereits in der vergangenen Saison, als er den HFC nach einer Niederlagenserie souverän zum Klassenerhalt führte und das in ihn gesetzte Vertrauen zurückzahlte.

Zum Start in die Rückrunde könnte er zudem auf neues Personal bauen. "Wir werden Mitte des Monats den Kader nochmals dezidiert analysieren. Die Maßgabe bleibt, ein neuer Spieler muss einen Mehrwert haben", so Minge mit Blick auf mögliche Neuverpflichtungen.

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jsc

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Dieses Thema im Programm: MDR S-ANHALT | SACHSEN-ANHALT HEUTE | 07. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

51 Kommentare

Maza vor 34 Wochen

Hallo Harzer! Hab grade gehört, dass es möglich sein kann, dass
P. Sohm im Winter wieder zu uns zurück kommt. Hast du auch irgendetwas, in Dynamokreisen, davon gehört? Oder ist das eine Ente ?

Flo vor 34 Wochen

Gibts bei RB bei den Profis eigentlich Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ?
Aber das ist selten. Ich glaube beim Herbstmeister 3. Liga spielt auch keiner aus dem eigenen Nachwuchs.

Maza vor 34 Wochen

Der Junge ist grade 19 Jahre geworden. Meine Überlegung ging nur da hin, dass es schade ist, dass ein junger Spieler nur trainiert und keine Spielpraxis bekommt. Die andere Seite ist aber auch die, ob die Jungs spielen wollen ( wenn nötig auch mal 1-2 Jahre unterklassig) oder Kohle abfassen wollen. Aber um so etwas zu entscheiden, gibt es Funktionäre im Verein........wir sind nur die Fans, welche auch mal ihre Meinung ablassen dürfen.

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