Fußball | 3. Liga Historische FCM-Heimniederlage gegen Rostock

12. Spieltag

Etwas für die Geschichtsbücher: Nach 54 Jahren hat der 1. FC Magdeburg wieder ein Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock verloren. Ein Tor reichte den Nordlichtern an der alten Wirkungsstätte von FCH-Trainer Jens Härtel zum Sieg.

Stefan Krämer (1. FC Magdeburg) und Jens Härtel (FC Hansa Rostock)
FCM-Trainer Stefan Krämer und FCH-Coach Jens Härtel. (Archiv) Bildrechte: imago images/Christian Schroedter / Eibner

Rostock nutzt erste Chance zur Führung

Die Magdeburger setzten sich sofort in der Hälfte der Rostocker fest, wurde aber kurzzeitig (6.) durch Nebelschwaden ausgebremst. Nach einer Minute gab Schiedsrichter Sören Storks die Partie wieder frei und der FCM konnte sein Offensivspiel zelebrieren. Hansa-Keeper Markus Kolke stand zunehmend im Mittelpunkt und vereitelte in der 25. Minute die größte Chance des FCM bis dahin. Rico Preißinger legte sich das Leder am Strafraum zurecht und Kolke parierte mit starkem Reflex. Und auch vier Minuten später war er bei einem Gjasula-Freistoß, den der Magdeburger in den Winkel zirkelte, zur Stelle.

Das 1:0 für den FCM schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Aber so ist Fußball: Die Führung gelang den Hanseaten. In der 33. Minute steckte Aaron Opoku zu Nik Omladic durch, der das Spielgerät an FCM-Schlussmann Morten Behrens vorbei in die Maschen schob. Bei dem Spielstand blieb es bis zum Pausentee.

1. FC Magdeburg gegen Hansa Rostock - das Tor 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

FCM kann Hansa-Riegel nicht knacken

Nach dem Wechsel gab es zunächst das gleiche Bild wie in Halbzeit eins. Magdeburg drängte die Gäste in die eigene Hälfte, Hansa agierte fast nur im Abwehrmodus. Zumindest versuchten die Rostocker Nadelstiche zu setzen, die nicht ungefährlich waren. Die Magdeburger dagegen rannten verzweifelt an. Allein es fehlten die zündenden Ideen, um  die Elf von Ex-FCM-Coach Jens Härtel zu knacken.

In der 79. Minute gab es dann doch noch den FCM-Wachmacher. Zunächst wurden zwei Schüsse der Magdeburger geblockt, im dritten Anlauf fand Kapitän Christian Beck per Kopfball jedoch in FCH-Torwart Kolke seinen Meister. Dann war Feierabend, die Blau-Weißen mussten sich im Duell gegen die Weiß-Blauen mit dem 0:1 abfinden. Die zweite Niederlage der Magdeburger in dieser Saison. Gegen Rostock hatte FCM-Vorgängerverein Aufbau Magdeburg zuhause zuletzt in der DDR-Oberliga verloren: Am 20. Februar 1965 gab es ein 1:2 gegen Empor Rostock.

Das sagten die Trainer

Jens Härtel (FC Hansa Rostock): "Dem ganzen Rahmen drum herum muss man ein großes Kompliment machen. Magdeburg hatte in der ersten halben Stunde viele Möglichkeiten. Wir müssen uns bei Markus Kolke bedanken, dass wir nicht in Rückstand geraten sind."

Stefan Krämer (1. FC Magdeburg): "Die erste halbe Stunde war fußballerisch sehr gut, wir haben viele Torchancen kreiert. Nach dem Tor für Hansa Rostock hatten es die Gäste natürlich leichter. Wir müssen uns an die eigene Nase packen. Hinten raus haben uns etwas die Mittel gefehlt."

jmd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 19. Oktober 2019 | 14:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2019, 15:56 Uhr

37 Kommentare

flaeming_der_alte vor 3 Wochen

Nee, das glaube ich nicht. Das wäre für Kallnik und Franz ein Eingeständnis eines großen Fehlers und ihrer mangelnden Kompetenz. Da müßten wir schon auf einen direkten Abstiegsplatz stehen. Und eng wird das Spiel auch nicht, weil die Mannschaft zur Zeit einfach keine ist. BWG

Fanatismus vor 3 Wochen

Krämer ist ein lieber und netter Kerl, aber er passt einfach nicht zum Club.
Selbst bei einem Sieg am Freitag gegen Köln, ändert sich im Großen und Ganzen nichts.
Nur leider sieht die Geschäftsführung anders.
Bin gespannt auf die nächsten Phrasen bei der kommenden Pressekonferenz.

Bakoffer vor 3 Wochen

Leider war das volle Katastrophe am Sonnabend...Herr Krämer,trainieren Sie lieber wieder Cottbus und feiern dasTatoo von Bielefeld. Sie bekommen nie die Magdeburg DNA...Habe noch nie einen Trainer so hilflos an der Seitenlinie gesehen. Gehen Sie und machen Sie nicht noch mehr kaputt!

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