Fußball | 3. Liga Zahlen und Infos vor Dynamo Dresden gegen 1860 München

1. Spieltag

Duell zweier Aufstiegsfavoriten: Während Dynamo Dresden diese Rolle von den anderen Trainern zugeschrieben bekommt, hat 1860 München selbst die Rückkehr in die 2. Bundesliga als Ziel vorgegeben. Ein Vergleich der Teams vor dem Saisonstart.

Vorschau Dynamo Dresden - 1860 München
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So lief die Vorsaison

Bei Dynamo Dresden denkt man nur ungern an das letzte halbe Jahr zurück: Kein Pflichtspielsieg seit Dezember 2021, der letztlich verdiente Abstieg in die 3. Liga. Davon will man nun nichts mehr wissen, mit frischem Personal auf und neben dem Platz soll eine neue Geschichte geschrieben werden.

Bei 1860 München will man dagegen den Weg der Vorjahre weitergehen und nun endlich veredeln. Heißt: Nach zuletzt zwei vierten Plätzen ist diesmal alles auf den Aufstieg ausgerichtet. Vor zwei Jahren waren es noch fünf Zähler bis zum Relegationsplatz, in der Vorsaison lediglich zwei. Die Tendenz stimmt also.

Saisonbilanzen 2021/22
Dynamo Dresden (2. Bundesliga): Platz 16 - 32 Punkte - 7 Siege / 11 Unentschieden / 16 Niederlagen - 33:46 Tore

1860 München (3. Liga): Platz 4 - 61 Punkte - 17 Siege / 10 Unentschieden / 9 Niederlagen - 67:50 Tore

Das sind die Trainer

Bei Dynamo Dresden heißt der Mann an der Seitenlinie seit Mitte Juni Markus Anfang. Er ersetzte den erfolglosen Guerino Capretti, mit dem die Dynamo-Chefs gehofft hatten, das Ruder im Bundesliga-Unterhaus noch herumzureißen. Für Anfang und Dresden ist die 3. Liga ein Neustart nach eher unrühmlichen Kapiteln in der jüngsten Vergangenheit.

Klar ist: Die Schwarz-Gelben haben einen echten Fußball-Fachmann bekommen, der bei seinen vorherigen Stationen einen ansehnlichen und meist auch erfolgreichen Fußball spielen ließ. Große Ansagen will er aber zunächst nicht machen: "Ich bin damit vorsichtig. Nur weil man von den anderen zum Favoriten gemacht wird, ist man es nicht gleich. Man muss Woche für Woche seine Leistung bringen. Wir dürfen uns nicht auf entfernte Ziele konzentrieren, sondern in Etappen denken."

Bei 1860 München herrscht in letzter Zeit Kontinuität auf der Trainerbank, das war ja auch nicht immer so. Michael Köllner ist nach dem Zwickauer Joe Enochs und dem mit dem SV Elversberg aufgestiegenen Horst Steffen der Drittliga-Trainer mit der längsten Amtszeit. Seit über zwei Jahren und acht Monaten ist er bei den Giesingern. In 108 Pflichtspielen kommt er auf einen Punkteschnitt von 1,74 Zählern pro Partie.

Im Gegensatz zu Anfang geht Köllner bewusst offensiv mit den Saisonzielen um. Zuletzt sagte er bei einem Fan-Fest: "Wir werden alles dafür tun, alles, dass wir nächstes Jahr in der 2. Liga spielen können." Dafür müsse sein Team zuallererst zusammenhalten, damit sie gemeinsam mit den Anhängern im Mai "etwas ganz Großes feiern" können.

Das sind die wichtigsten Neuzugänge

Nach 15 Abgängen nach dem Abstieg ging es bei Dynamo Dresden darum, um die verbliebenen Spieler eine neue schlagkräftige Truppe aufzubauen. Dafür musste vor allem in der Offensive Qualität nachgeholt werden, nachdem mit Christoph Daferner und Ransford-Yeboah Königsdörffer die treffsichersten Akteure neue Herausforderungen angenommen hatten. Neu nach Elbflorenz gekommen sind Rückkehrer und Routinier Stefan Kutschke sowie der Drittliga-erfahrene Manuel Schäffler (Torschützenkönig 2018 mit 22 Treffern). Dazu hat Dresden vorwiegend auf junge, entwicklungsfähige Spieler gesetzt.

Der TSV hat mit Richard Neudecker, Dennis Dressel, Merveille Biankadi und Stephan Salger zwar wichtige Stützen der Vorsaison verloren, konnte aber selbst einige Spieler auf gehobenem Drittliga-Niveau verpflichten. So sollen etwa Martin Kobylanski, Albion Vrenezi und Tim Rieder das Offensivspiel um den letztjährigen Torschützenkönig Marcel Bär weiter ankurbeln.

Saisonziele

Beide Teams wollen im Kampf um den Aufstieg mehr als nur ein Wörtchen mitreden. 1860 kommuniziert das offen nach außen, bei Dynamo ist das etwas versteckter. "Wir wollen oben mitspielen. Der Verein gehört nicht in die 3. Liga", erklärte etwa Kapitän Tim Knipping.

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Dynamo Dresden Tim Knipping Pressekonferenz 5 min
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Bei der inzwischen schon traditionellen Umfrage vor der Saison unter den Drittliga-Trainern hatten 19 der 20 Übungsleiter Dynamo als einen von drei Aufstiegsfavoriten auf ihrem Zettel. Lediglich Anfang enthielt sich komplett. Die "Sechzger" landeten hinter Ingolstadt (13) und Aue (10) auf Rang vier mit neun Stimmen.

Höher im Kurs stehen die Blauen bei den Buchmachern: Je nachdem bei welchem Anbieter man schaut, ist mal Dynamo und mal der TSV ganz vorne.

Direkte Duelle

Bisher trafen sich beide Klubs zu 17 Pflichtspielvergleichen, die meisten davon (12) fanden in der 2. Bundesliga statt. Insgesamt ist die Statistik ausgeglichen. Dresden und München konnten jeweils sieben Aufeinandertreffen für sich entscheiden. Bei drei Duellen gab es eine Punkteteilung. Dabei spielte es auch keine große Rolle, wo gespielt wurde. Das Torverhältnis ist mit 25:26 ebenfalls nahezu gleich.

In der 3. Liga gab es bisher zwei Duelle: in der Saison 2020/21 gewann jeweils die Heimmannschaft.

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Lutz Lindemann 1 min
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1 min

Wo steht Dynamo Dresden nach dem Abstieg? Wie hat sich Dresden verstärkt? Was kann der neue Trainer bewirken? "Sport im Osten"-Experte Lutz Lindemann mit dem Teamcheck für die Schwarz-Gelben.

Mi 20.07.2022 16:37Uhr 00:49 min

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Lutz Lindemann 5 min
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5 min

Wo steht Dynamo Dresden nach dem Abstieg? Wie hat sich Dresden verstärkt? Was kann der neue Trainer bewirken? Ex-Dynamo-Keeper Benni Kirsten mit dem Teamcheck für die Schwarz-Gelben.

Mi 20.07.2022 12:58Uhr 04:48 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-teamcheck-benjamin-kirsten-dynamo-dresden-100.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 24. Juli 2022 | 16:10 Uhr

1 Kommentar

oldie68 vor 18 Wochen

Alles auf Anfang ,beim möchtegern Aufsteiger .

Dies behaupten die sogenannten SPIO Experten des MDR

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