Fußball | 3. Liga Investor Duchatelet: Carl Zeiss Jena soll auf Nachwuchs setzen

Der sofortige Wiederaufstieg ist nicht unbedingt Pflicht - dafür soll Carl Zeiss Jena nach dem Wunsch von Investor Roland Duchatelet künftig vermehrt auf den eigenen Nachwuchs setzen.

Jena Investor Roland Duchatelet freut sich über den Klassenerhalt
Bildrechte: imago images / Christoph Worsch

Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena soll nach dem Wunsch von Investor Roland Duchatelet künftig vermehrt auf den eigenen Nachwuchs setzen. Dafür nimmt der Belgier auch in Kauf, dass es nach dem Abstieg in die Regionalliga mit der Rückkehr in den Profi-Fußball etwas länger dauert. "Sie wissen doch, dass typischerweise der Aufstieg nicht direkt nach einem Abstieg gelingt. Wer versucht, die Rückkehr übers Knie zu brechen, wird in vielen Fällen enttäuscht werden. Mir ist es lieber, wenn wir mit eigenen Jugendlichen gut aufbauen", sagte Duchatelet der "Thüringer Allgemeinen" (Montag). Langfristig wolle man mit vielen Spielern auflaufen, die aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum stammen: "Wir haben hier in Jena exzellente Voraussetzungen."

Duchatelet setzt Hoffnung in neues Stadion

Duchatelet, der die Mehrheit der Spielbetriebs GmbH besitzt, stellte zudem klar, dass der Klub vernünftig wirtschaften muss. "Eines ist auch klar: Man kann nicht unendlich lange Geld in einen Verein stecken. Ziel muss es sein, dass er sich möglichst schnell selbst trägt", sagte der 73-Jährige. Große Hoffnung setzt er in das neue Stadion, für das in diesem Jahr der Spatenstich erfolgen soll: "Es wird ein schönes Stadion, das viele Funktionen enthalten wird. Zwar gibt es keine Hotelzimmer wie bei uns in Sint-Truiden, aber das Konzept hebt sich von anderen Stadien in der Region ab."

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dpa

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 29. Juni 2020 | 08:40 Uhr

10 Kommentare

Aufmerksamer Beobachter vor 12 Wochen

Hier wird vom Investor und auch vielen im Verein gefordert, mehr auf den NAchwuchs in der neuen Saison zu setzen....und was passiert am gleichen Tag: man lässt einen Laurens Zientsch zum RL Konkurrenten ZFC Meuselwitz ziehen...einfach stümperhaft und ohne Verstand, wie man schon wieder in Führung bezüglich Planung für die nächste Saison handelt!

Marc vor 12 Wochen

Vielen Dank für diesen geistreichen Kommentar zum gleichen Thema. Es gibt Leute die immer noch nicht verstehen, dass Immobilien über ihre Laufzeit saniert oder teilweise erneuert werden müssen. Die Stadt zahlt heute bereits hohe Beträge für die Instandhaltung und hat nicht einmal die Mindestanforderungen erfüllt. Teile des Stadions können nicht genutzt werden. Für die Stadt und den Verein ist ein neues Stadion der richtige Schritt. Zumal Jena der einzige der großen Ostvereine ist, welcher nicht auf ein halbwegs akzeptables Stadion zurückgreifen kann.

B.S.B. vor 12 Wochen

Also,den USV Jena gibt es nicht mehr! Dann,ohne modernes Stadion hast du keine Chance mehr im Profifussball; Magdeburg, Halle,Zwickau und auch Chemnitz sind durch ihre neuen Arenen aus der Versenkung gekommen...natürlich ist das nicht der Hauptgrund,aber wichtig allemal! Bei Erfurt sehe ich auch die Probleme,die die Ostvereine immer wieder vereint;Wenn du die wirtschaftliche Nachteile gegenüber der Konkurrenz aus dem Westen hast,was leider immer noch so ist,dann kannst du das nur mit regionalen Verantwortlichen stemmen,die den jeweiligen Verein im Herzen tragen und in der Region bestens vernetzt sind.Ein Rechtsanwalt aus dem Westen,will sich nur vermarkten,und über Jahre hinweg kommt dann sowas raus wie bei RWE,und das Stadion dort mag modern sein,aber hat mit einer Fussballarena nichts zu tun.
Also,der FCC hat lange gebraucht mit dem Stadion,jetzt wo es bald los geht,wird nur gemeckert.Das kann es aber auch nicht sein!