Fußball | 3. Liga Ismail Atalan neuer Trainer beim Halleschen FC

Der Hallesche FC hat einen neuen Trainer: Wie "Sport im Osten" vorab erfuhr, wird Ismail Atalan Nachfolger von Torsten Ziegner. Für die Aufgabe beim HFC verlässt Atalan Regionalligist Sportfreunde Lotte.

Ismail Atalan, neuer Trainer des HFC auf einer Pressekonferenz. 2 min
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Mit Ismail Atalan als Trainer will der Hallesche FC die letzten 13 Spieltage in dieser Drittliga-Saison angehen und dabei den Abstieg verhindern. Nach zuletzt acht Spielen ohne Sieg hatten die HFC-Verantwortlichen am Montagabend die Reißleine gezogen und den bisherigen Chefcoach Torsten Ziegner entlassen. Damit wird der Ex-Übungsleiter von einem ehemaligen "Klassenkameraden" abgelöst. Ziegner und Atalan haben 2017 gemeinsam ihren Fußball-Lehrer beim DFB abgelegt.

HFC schon seit Jahren an Atalan dran

Der 39-Jährige erhält in Halle einen Vertrag bis zum Sommer 2021, der jedoch nur für die 3. Liga und nicht für die Regionalliga gültig ist. Zu seiner Entscheidung pro HFC erklärte Atalan: "In den letzten anderthalb Jahren wurde vom Trainerteam in Halle sehr, sehr gute Arbeit geleistet und man hat den Verein sehr positiv wahrgenommen. Ich wurde gestern Abend geweckt und musste mich dann sehr schnell entscheiden. Aber ich hatte ein sehr gutes Gefühl, auch da Halle die letzten Jahre immer wieder an mir interessiert war. Jetzt wollen wir die Ärmel hochkrempeln und zurück in die Erfolgsspur finden."

Bereits vor zwei Jahren hatte es eine Kontaktaufnahme des HFC zu Atalan gegeben. Eine Zusammenarbeit kam damals nicht zu Stande, trotzdem brach der Kontakt nicht ab, wie HFC-Präsident Jens Rauschenbach erklärte. "Er soll die Mannschaft aus der Misere führen und wieder für Stabilität sorgen. Wir sind froh, dass es jetzt so schnell gegangen ist", so der Klub-Chef. An Atalans Seite wird Joseph Laumann als Assistent arbeiten. Torwart-Trainer bleibt Marian Unger. Über die Zukunft des bisherigen Co-Trainers Michael Hiemisch wird der Vorstand in den nächsten Tagen entscheiden.

Jetzt wollen wir die Ärmel hochkrempeln und zurück in die Erfolgsspur finden.

Ismail Atalan Trainer Hallescher FC

HFC-Verantwortliche wollten schnelle Lösung

Bereits nach der Demission von Ziegner am Montagabend machten die HFC-Verantwortlichen um Sportdirektor Ralf Heskamp und Präsident Rauschenbach klar, dass sie keine Zeit verlieren wollen und kündigten an, das Auswärtsspiel beim Tabellenvorletzten SG Sonnenhof Großaspach (Samstag ab 14 Uhr live im MDR FERNSEHEN und in der "Sport-im-Osten"-App) mit dem neuen Chef an der Seitenlinie bestreiten zu wollen.

"Als Sportdirektor sondiere ich die ganze Saison über den Trainermarkt und schaue, wer interessant ist. Nach dem Bayern-Spiel wurde ich vom Vorstand gebeten, eine Liste zu erstellen. Wir haben uns dann auf fünf Namen geeinigt, die wir später auf drei reduziert haben. Mit diesen Kandidaten haben wir dann Gespräche geführt. Schließlich haben wir uns auf Ismail Atalan geeinigt", erklärte Ralf Heskamp den Weg der Trainerfindung.

Ismail Atalan
Ismail Atalan stand zuvor bei den Sportfreunden Lotte an der Seitenlinie. (Archiv) Bildrechte: imago images / foto2press

Hallescher FC braucht schnell Ergebnisse

Atalan wird nicht nur im sportlichen, sondern auch im mentalen Bereich viel zu tun bekommen. "Nach den jüngsten Niederlagen befinden wir uns mitten im Abstiegskampf der 3. Liga. Dies muss jedem im Club bewusst sein. In den kommenden Wochen geht es darum, schnellstmöglich die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt einzufahren", hatte Heskamp am Montag erklärt.

Die sportliche Situation beim Traditionsclub ist ernst. Die Hallenser, die noch im Herbst die Tabelle anführten, sind inzwischen komplett eingebrochen. Die ersten sechs Pflichtspiele nach der Winterpause wurden verloren. Allein in den letzten drei Partien kassierte der HFC 14 Gegentore. Dieser Abwärtstrend hatte "Vorstand, Verwaltungsrat und Sportdirektor zu der Überzeugung kommen lassen, dass die Mannschaft einen neuen Impuls benötigt", erklärte Vereinspräsident Jens Rauschenbach nach der gemeinsamen Sitzung.

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red/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 25. Februar 2020 | 17:45 Uhr

44 Kommentare

Lasse vor 30 Wochen

Na ja es waren 2 Spieler , Bahn u. Washausen , deren Verträge in Zwickau waren ausgelaufen . Nicht immer so übertreiben und das witzige keiner der Spieler kommt wirklich aus Zwickau . Unserem neuen Trainer viel Glück , das wird schon .

Flo vor 30 Wochen

Sehe ich nicht ganz so. Im Endeffekt sind es Profis und demzufolge Fußball ihr Job und wenn man scheiße spielt, macht das sich in der neuen Bewerbungsmappe nicht sooooo gut.

Thoralf vor 30 Wochen

Was heisst hier bitte: Der HFC war schon Jahre dran? Wunschkandidat? Hey, der Junge weiß doch gar nichts vom Osten! Sportfreund Lotte gehen - kommen. Kurzes "erfolgreiches" Gastspiel beim Vfl Bochum. Ok, kann man ja machen! Keine Verbindung zum HFC, daher ein relativ neutraler vielleicht analytischer Blick auf die Vereins- und Mannschaftssituation. Punkt Null. Aber... Warum gilt der Vertrag nur für Liga 3 ? Verspürt der Neue etwa keinen Wunsch nach HFC und Region! Wer einen Job im Osten annimmt muß was aufbauen wollen! Solche Besucher können wir hier nicht gebrauchen! Also ich hab ja vollstes Vertrauen! Ihr habt mehr verdient HFC!