v. l. Justin Schau (FC Carl Zeiss Jena), Dimitar Rangelov (Energie Cottbus), Niclas Erlbeck (FC Carl Zeiss Jena), Justin Gerlach (FC Carl Zeiss Jena).
Bildrechte: Matthias Koch

Fußball | 3. Liga Jena nach Pleite in Cottbus auf Abstiegsplatz

13. Spieltag

Der FC Carl Zeiss Jena ist am 13. Spieltag der 3. Liga auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Am Samstag gab es eine Niederlage im Ostknaller bei Energie Cottbus. Bei Standards passte die FCC-Abwehr nicht gut genug auf.

von Christian Kerber und Frank Hamatschek (Cottbus)

v. l. Justin Schau (FC Carl Zeiss Jena), Dimitar Rangelov (Energie Cottbus), Niclas Erlbeck (FC Carl Zeiss Jena), Justin Gerlach (FC Carl Zeiss Jena).
Bildrechte: Matthias Koch

Nach der fünften Auswärtspleite in Folge ist Carl Zeiss Jena auf einen Abstiegsplatz der 3. Liga gerutscht. Am Samstag (27.10.2018) unterlag das Team von Mark Zimmermann im Ost-Duell beim FC Energie Cottbus 1:2. Zwei Ecken entschieden die Begegnung. Insgesamt holten die Thüringer aus den vergangenen acht Partien nur drei Remis. Cottbus wiederum verbesserte sich mit dem zweiten Sieg aus den vergangenen elf Spielen um gleich fünf Plätze.

Rückstand kurz vor der Pause

Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern, die hier wie die oft zitierte Feuerwehr los legten. Schon nach wenigen Sekunden stand Energie-Rückkehrer Dimitar Rangelow nach einem Doppelpass frei vor Jenas Torwart Jo Coppens, scheiterte aber am Belgier. Gezählt hätte ein Tor nicht, FIFA-Referee Manuel Gräfe (Berlin) hatte auf Abseits eines anderen Cottbusers entschieden. Unterstützt von den lautstarken Heimfans blieb Energie am Drücker, Jena musste sich zunächst auf die Defensive konzentrieren. Bei einem Kopfball von Cottbus-Kapitän Marc Stein klärte Maximilian Wolfram artistisch auf der Linie (22.). Nach und nach kamen die Thüringer, die die jüngsten vier Auswärtspartien trotz ordentlicher Leistungen alle verloren hatten, besser in die Partie. Die beste Chance hatte Manfred Starke, der nach einer schönen Vorarbeit von Julian Günther-Schmidt von rechts den Ball aus Nahdistanz nicht an Keeper Avdo Spahic vorbei bekam (31.). In einer Phase, als Jena mehr Spielanteile hatte, gingen die Gastgeber in Führung: Wie schon in der 22. Minute köpfte Stein nach einer Ecke von rechts – diesmal war nichts zu machen: Der Ex-Bundesliga-Akteur setzte sich gegen gleich zwei Jenaer durch und traf links in den Winkel (41.).

Marc Stein (4. v. l, Energie Cottbus) erzielt das Tor zum 1:0 gegen  Torwart Jo Coppens (FC Carl Zeiss Jena)
Beim 1:0 setzte sich Marc Stein (4. v. li.) gegen zwei Jenaer durch. Bildrechte: Matthias Koch

Zwei schneller Treffer kurz nach dem Wechsel

Die zweite Hälfte nahm wie schon die erste sofort Fahrt auf: Nach der nächsten Ecke von rechts von Geisler schraubte sich diesmal Rangelow hoch und setzte die Kugel unhaltbar für Coppens ins rechte Ecke (48.). Drei Ecken – drei Chancen und zwei Tore. So lautete die Bilanz aus Sicht von Cottbus bei diesen Standards von rechts. Es dauerte aber nur vier Minuten, da kam Jena wieder heran: Angreifer Günther-Schmidt setzte sich gegen zwei durch und platzierte den Ball aus 18 Metern fast in den rechten Winkel des Energie-Tores (52.) – kein schlechter Treffer. Danach bestimmten die Thüringer das Geschehen. Cottbus setzte auf Konter, baute aber vor allem auf viele Spieler hinter dem Ball. Die Gäste taten sich schwer, Chancen zu kreieren. Weitschüsse wie die von Starke (58.) oder Wolfram (64.) brachten nicht wirklich Gefahr. Je länger die Partie dauerte, umso gefährlicher waren die schnellen Gegenangriffe der Lausitzer, die auf diese Art und Weise auch für Entlastung sorgen konnten. Eine richtig gute Ausgleichschance hatte Jena bis zum Ende nicht mehr. Es fehlte einfach an Durchschlagskraft.

Dimitar Rangelov (2. v. l., Energie Cottbus) erzielt das Tor zum 2:0 gegen Torwart Jo Coppens (FC Carl Zeiss Jena).
Energie-Comebacker Dimitar Rangelow (2. v. re.) köpfte kurz nach der Pause das 2:0. Bildrechte: Matthias Koch

Das sagten die Trainer

Mark Zimmermann (Jena): "Ich bin sehr enttäuscht, wir hatten in der Anfangsphase schon Ballverluste, wo wir Glück hatten, haben dann etwas Zeit gebraucht, bis wir uns befreien konnten. Bezeichnend sind heute auch die zwei Gegentore nach Standards. Der unbedingte Wille war heute einfach bei Cottbus mehr da. Das 0:2 kurz nach der Pause war für uns eine kalte Dusche, nachdem wir uns in der Halbzeit so viel vorgenommen hatten."

Claus-Dieter Wollitz (Cottbus): "Wir wollten schnörkellos spielen, uns der Liga anpassen. In unserem Spiel war nicht alles gut, aber das konnte auch keiner erwarten. Wichtig ist, dass wir die Partie gewonnen haben. Am Ende haben wir mit allem was wir haben, um die drei Punkte gekämpft."

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 27. Oktober 2018 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. Oktober 2018, 18:30 Uhr

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41 Kommentare

29.10.2018 18:42 FCC WEISCHLITZ 41

Wie kann ich solch einen Text wie Nr 39 FCC freigeben? Ganz klar billige Verspottung eines ganz Schlauen aus der verbotenen Stadt. An alle Fehlfarbenen hier, bei euren letzten Heimsieg gegen Bischoffswerda könnt mehr als Danke beim schwarzen Mann sagen.Ihr kommt die nächsten hundert Jahre nicht mehr hoch. Trotz dieser Niederlage in Cottbus glaube ich fest an unseren FCC und unseren einmaligen Trainer. Ein Mensch auf dem man nach langer Zeit mal wieder richtig stolz sein kann. Weiter geht es.

29.10.2018 17:13 ? 40

@34, was ist passiert? Ich kannte in den 90iger Jahren Hooligans von verschiedenen Vereinen. Das war nicht mein Ding, aber damals hat man sich mit Gleichgesinnten getroffen und das unter sich ausgemacht. Niemals hätte man wehrlose Frauen oder Kinder angegriffen. Da gab es einen gewissen Ehrenkodex. Die Magdeburger sind heutzutage ganz groß beim überfallen von Wehrlosen in Unterzahl. Die Größten der Welt halt:-(

29.10.2018 16:23 FCC 39

Nur Beinlich was der FCC in Cottbus gespielt hat,es ist langsam zum Kotzen.Da fahren so viel fans zu jeden auswärtzspiel und wärden immer endteucht.Und Herr Mark ZImmermann wie können sie unseren besten mann raustellen herrn Kühne ich glaube sie müssen noch mal zur trainer schule.Gegen Rostock wird es auch nicht besser glaubt mir.Sollte der FCC wieder absteigen hole ich mir keine dauerkarte mehr den für so ein kreismannschaft gebe ich kein Geld aus.

29.10.2018 06:41 Lion 38

....sportlich am Ende und finanziell auf dünnem Eis.... es läuft bei Carl & Heinz!!! Respekt

28.10.2018 23:31 A-Block 37

@36 Realist. W.Z.
Ich stehe immer!!!
Dazu kommt das ich gern im A-Block stehe.
Sportliche Grüsse

28.10.2018 18:46 Realist.W.Z. 36

27-Olaf, auch für Dich gibt es eine: Dauerkarte, somit günstiger. Der Echte Fan steht, das ist noch mal günstiger und unterstützt seine Mannschaft.
Höre auf mit Jammern, alle Fans haben selber Augen und Ohren für die Spiele. Denke POSITIV !
BGW Grüße aus dem Paradies

28.10.2018 17:17 A-Block 35

Denis Jäpel wieder saustark gegen unseren nächsten Pokalgegner.
Aber genau ER musste verliehen werden.

Auch so ein Geniestreich unserer sportlichen Führung!!!

Genau so einen Strafraumstürmer bräuchten wir jetzt.

28.10.2018 16:54 Umländer 34

Altes Lied. Gekämpft ja, Torgefahr null, spielerisch dürftig. Bester Mann SR Gräfe der die Schauspieler und Mimosen auf beiden Seiten liegen lassen hat. Verein sollte sich auch mal zum Vorfall am Bahnhof Cottbus äussern. Geht ja gar nicht, was auf Videos zu sehen ist z.B. Frauen schlagen. Nur der FCC.

28.10.2018 16:50 Fern Fan 33

Schade das Jäpel keinen Einsatz in der ersten Mannschaft bekommen hat. Das er weiß, wo das Tor steht, zeigt er in Halberstadt. Torlos Stenzel und Tietz sind absolute Fehleinkäufe. Von den Neuverpflichtungen hat leider keiner etwas gebracht, da kann man Zimme nur bedauern.

28.10.2018 16:19 FCC Fan aus Bregenz (A) 32

Hallo nach Jena! Leider wieder nichts aus der Ferne mit nach Hause gebracht. Trotzdem gebe ich Jena nicht auf, weil die Tabelle noch viel Hoffnung zeigt. Ein kleiner Lauf und schon passt es.
BGW Grüße vom Bodensee
Uwe

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