FC Carl Zeiss Jens vs FC Hansa Rostock. Massiver Polizeieinsatz im Innenraum vor beiden Fankurven in der 2. Halbzeit
Die Polizei musste eingreifen, weil Fans beider Vereine in den Innenraum stürmen wollten. Bildrechte: imago/Christoph Worsch

Fußball | 3. Liga Jena und Rostock müssen mit Strafen rechnen

FC Carl Zeiss Jens vs FC Hansa Rostock. Massiver Polizeieinsatz im Innenraum vor beiden Fankurven in der 2. Halbzeit
Die Polizei musste eingreifen, weil Fans beider Vereine in den Innenraum stürmen wollten. Bildrechte: imago/Christoph Worsch

Als Folge der Krawalle während des Drittligaspiels zwischen Carl Zeiss Jena und Hansa Rostock (1:1) wird der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes mit großer Sicherheit Ermittlungen gegen beide Klubs einleiten. "Es ist  damit zu rechnen", hieß es am Montag von Seiten des Verbands.

Drastische Strafe droht

Während des Ostduells war es zu tumultartigen Szenen und einer fünfminütigen Spielunterbrechung gekommen. Die Polizei musste eingreifen und beide Lager trennen. Das Spiel hatte schon mit Verspätung begonnen, weil mitgereiste Rostocker Fans bereits vor Anpfiff Pyrotechnik im Gästeblock gezündet hatten.

Brennende Pyrotechnik im Fanblock von Hansa Rostock beim Spiel gegen FC Carl Zeiss in Jena
Brennende Pyrotechnik im Fanblock von Hansa Rostock sorgte für einen späteren Spielbeginn. Bildrechte: MDR/Jörg Thiem

Der Strafenkatalog des Kontrollausschusses sieht für Vergeben empfindliche Strafen vor. Pro abgebrannten pyrotechnischen Gegenständ werden laut dem DFB-Strafenkatalog 350 Euro fällig. Das Eindringen in den Innenraum wird mit 1.000 Euro pro Person geahndet. Ab einer Spielunterbrechung von fünf Minuten erhöht sich die Strafe noch einmal um 100 Prozent.

Rostocker prügeln sich mit Chemie-Fans

Einige der Rostocker Fans waren schon auf dem Weg nach Jena in eine Schlägerei verwickelt. Auf dem Hauptbahnhof in Leipzig waren sie auf Anhänger der BSG Chemie Leipzig, die zum Auswärtsspiel nach Luckenwalde unterwegs waren, getroffen. Beide Gruppen lieferten sich eine Massenschlägerei. Verletzte gab es nicht. Die Beamten der Bundespolizei nahmen die Daten von 45 Rostock-Anhängern und etwa 130 Fans von Chemie Leipzig auf. Die Ermittlungen wegen Landfriedensbruch dauern noch an.

sst/sid

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 03. November 2018 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 05. November 2018, 15:48 Uhr

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23 Kommentare

07.11.2018 00:34 Hakim 23

Ich war mit meiner Familie im Stadion. Wir haben uns im Vorfeld sehr über das Spiel gefreut. Mein Sohn hatte die Karten besorgt ohne zu Wissen, dass man als Gästefan auch noch auf die Wahl eines Tribünenplatzes achten muss. Wir hatten also Plätze im Block A. Ich als Fan des FC Hansa Rostock habe mich sehr darüber gefreut! Meine Tochter (16 Jahre, meine Frau (kein Fußballfan) und mein Sohn (20 Jahre und Trainer mit C-Lizenz) haben mich zu diesem Spiel begleitet. Unmittelbar vor Spielbeginn sprach mich ein Ordner an, ob ich wirklich im Block A verweilen will. Hier wären wir nicht sicher! Der Ordnerdienst kann für unsere Sicherheit nicht garantieren! Man schickte uns in den Block E. Man hatte offensichtlich gute Gründe dafür.
Der Vorstand von Jena sollte sich einmal Gedanken machen, was für "FAN'S - sogenannte Hooligans mit einer Gesichtshaut eines Babys" sie auf die Tribüne lassen! Die Reaktion der Rostocker war nicht RICHTIG, aber irgendwie nachvollziehbar!

06.11.2018 23:19 fischotter 22

Wie muss sich der Fußballfan den „Althool“ vorstellen? Etwa wie Gandalf oder Mircaculix? Mal im ernst, es geht nur um Fußball. Und um beim Thema zu bleiben, drakonische Strafen für „Fans“ und „Althools“ würden wohl ein probates Mittel sein dem Treiben in Stadien Einhalt zu gebieten. Siehe England nach dem Desaster im Heysel-Stadion. Wer dort lebenslang gesperrt wird ist quasi fast ein Aussätziger. Würde ich mir auch bei uns wünschen.

Aber solange ein Ex-Bundestagsabgeordneter und Lobbyist wie Grindel am Ruder sitzt muss die Show wohl genau so weitergehen. Und alle staunen und kriegen nicht mehr zu. Toll oder?

06.11.2018 20:03 Nur mal so 21

Keine Ahnung warum sich so viele Leute über die Südkurve aufregen, da werden keine Familien mit kindern angemacht werden. Ganz abgesehen vom A & B Block. Ganz ganz groß von irgendwelchen Althools Familien anzumachen. Ziemlich assozial!!! Da sollte der Verein mal nachdenken mal ein paar Stadionverbote auszusprechen. Aber auch von Verein Seite kann man keine A+B Karten an Auswärtsfans vergeben. Da müsste der FCC schon eine Strafe für blödheit bezahlen.

06.11.2018 19:20 megaboss 20

Lieber User No. 14 ,
gerade ihr in Eurem gelobten Steigerwald solltet den Ball ganz flach halten und nicht über Jena richten und herziehen.
Ich glaube ,ihr habt gerade genug zu kauen und solltet lieber Eure Kraft für Euren Verein einsetzen.
Übrigens ,das Jenaer Stadion steht nicht in Lobeda-es ist im Paradies...
Nur der FCC

06.11.2018 18:04 ••,- 19

@ 12 ne Rostock hatte Fisch mitgebracht

06.11.2018 17:40 unfassbar 18

Der A-Block in Jena ist schon speziell. Ich sitze dort seit 20 Jahren und habe schon einiges erlebt. Selbst prügelnde Jenaer Fans untereinander kommen schon mal vor. Sind halt alle sehr emotional, in der Sache vereint und leiden alle mit diesem Verein. Ich persönlich habe kein Problem damit, wenn Fans des Gegners auf der Haupttribüne sitzen. Sofern sie sich benehmen und einfach nur ihre Mannschaft unterstützen wollen. Aber das sieht halt jeder etwas anders. Eins ist aber sicher, das vom Samstag braucht kein Mensch und es schadet erneut den Vereinen, die sowieso schon jeden Cent zweimal umdrehen müssen bevor sie ihn ausgeben.

06.11.2018 13:01 Dirk FCC 17

Man sollte hier mal die Kirche im Dorf lassen! Die Rostocker Familie saß im A/B Block, dort gehen generell kaum Leute mit Familien hin auch keine einheimischen weil dort viele Old Hools sitzen. Ganz viele Rostocker waren aber im Tribünenblock E und da war es absolut friedlich. Schade ist generell das es wieder eine große Bühne für die Chaoten gegeben hat und die den Ruf des ostdeutschen Fußballs und finanziell den Vereinen sehr schaden.

06.11.2018 12:13 @tut nichts zur sache 16

Prinzipiell kann man Dir Recht geben, allerdings obliegt die Ausübung des Hausrechts dem gastgebenden Verein und ist durch den eigenen Ordnungsdienst zu bewerkstelligen - die Staatsmacht hat da erst einmal nichts verloren.

06.11.2018 07:05 Steffen 15

Zuallererst wird es für beide Vereine eine Hammerstrafe geben, da ja nur eine Woche davor es erst die fetten Pokalstrafen gegeben hat. Zum Thema Gästefans im Heimbereich, deswegen heißt es ja auch Gäste und Heimsektor, gerade bei einem Ostduell. Ich war voriges Jahr in Erfurt auch im Block der etwas gemäßigteren Erfurter, ohne das ich mich wie viele andere Jenaer auch zu erkennen gab. Allein die Ordner haben da ganz anders drauf geschaut, als in Jena! In Jena, finde ich sind sowieso die Hälfte nur aus dem Flüchtlingsheim oder der Uni, und wollen sich nur schnell ein bisschen Geld verdienen. Manchmal ist eine kleine hochqualitative Security, wesentlich besser als 100 Leute in Gelben Jacken. Und zum Thema Zwickau, je nach Spielverlauf kannst du nirgends für irgendwas Garantieren. Wenn es auf einmal emotional hochgeht, ist in jedem Stadion, Explosionsgefahr. Ich sage nur Fanfreundschaft Z/DD, DD-HRO sind sich aber spinnefeind! Merkt ihr was? Bei Jena-Union, saßen auch überall Unioner!

05.11.2018 23:19 Dörty Sören 14

@fischotter, ich erinnere mich auch an Hansa-Fans auf der EF-Westtribüne und das Vorbereitungsspiel im Sommer. Da gab es keine Probleme. Solche Zustände kenne ich nur in Lobeda. Und die Stehplatz-Gäste können froh sein, wenn die gelbe Flüssigkeit in den Wurfbechern von der Tribüne, Bier ist. Das Stadion ist untauglich und der Assi-Block sucht die Schuld bei den Kindern?