Fußball | 3. Liga Jena verabschiedet sich mit Sieg - Kapitän bleibt an Bord

38. Spieltag

Der FC Carl Zeiss Jena hat im Drittliga-Abschiedsspiel noch einmal einen Dreier eingefahren. Ein Tor reichte gegen Mitabsteiger SGS Großaspach – und das in letzter Sekunde. Die beste Nachricht gab's vor dem Anpfiff: Der Kapitän bleibt an Bord.

Rene Eckardt
Kapitän Rene Eckhardt bleibt den Jenaern erhalten. Bildrechte: imago images / Christoph Worsch

Vor dem Anpfiff gab es für die Jenaer eine gute Nachricht. Kapitän René Eckardt, der zum 346. Mal für die Zeiss-Kicker (seit der U19) aufs Feld lief, hatte seinen Vertrag beim FCC um ein Jahr verlängert - mit der Option für ein weiteres Jahr.

Im Vergleich zur letzten Partie in Unterhaching, als sich die Thüringer nach einer 2:0-Führung noch mit einem 2:2 begnügen mussten, nahm Teamchef René Klingbeil drei Veränderungen vor. Für Marius Grösch, Niclas Fiedler und Dominik Bock, die zunächst auf der Bank saßen, rückten Nico Hammann, Jannis Kübler und Daniele Gabriele in die Startelf.

Spieler von Jena am Ball  - trifft zum eins zu null. 5 min
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Sport im Osten Sa 04.07.2020 16:30Uhr 05:19 min

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Viele Chancen, kein Treffer

Die Thüringer ergriffen sofort die Initiative und drängten die Großaspacher in ihre Hälfte. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, wann das erste Tor für die Zeiss-Kicker fällt. Allein Daniele Gabriele hatte gute Chancen dazu. In der siebten Minute schoss er knapp über den SGS-Kasten, nach einer guten Viertelstunde schob der 25-Jährige die Kugel aus 16 Metern mit der Innenseite am Tor vorbei. Auch Vasilios Dedidis reihte sich bei den vergebenen Möglichkeiten ein, als er in der 29. Minute völlig frei das Leder nicht an Großaspachs Keeper David Nreca-Bisinger vorbeibrachte. In der Schlussphase wurden die Gäste etwas munterer, Gefahr strahlten sie aber nicht aus.

Rene Eckardt am Boden im Zweikampf gegen Onur Ünlücifci
Rene Eckardt im "Bodenkampf" mit Großaspachs Onur Ünlücifci. Bildrechte: imago images / Christoph Worsch

Siegtor in letzter Sekunde

Kaum waren in der zweiten Hälfte ein paar Sekunden gespielt, war Manuel Maranda nach einer Hammann-Ecke zur Stelle und schoss die Kugel haarscharf über das Gäste-Tor. Das sah vielversprechend aus, danach kam aber Jena in Schwierigkeiten. Die Gäste aus Baden-Württemberg legten ihre Harmlosigkeit ab und tauchten gefährlich vor dem Gehäuse von FCC-Schlussmann Lukas Sedlak auf. Stürmer Dominik Martinovic wirbelte und nagelte in der 54. Minute die Pille ans Lattenkreuz. Acht Minuten später war erneut Martinovic zur Stelle, fand aber in Sedlak seinen Meister.

Nach der dürftigen Chancenverwertung auf beiden Seiten deutete alles auf ein 0:0 hin, da gelang Nico Hammann in den letzten Drittliga-Sekunden (90.) doch noch der Siegtreffer. Der Abwehrmann wurde auf die Reise geschickt und kam auch noch am herausstürzenden SGS-Torwart Nreca-Bisinger vorbei. Das Tor war leer und der Ball drin. Jena hatte den fünften Saisonsieg erkämpft.

Nico Hammann
Sicherte Jena den Dreier: Abwehrspieler Nico Hammann. (Archiv) Bildrechte: imago images/Hartmut Bösener

Stimmen zum Spiel

Rene Eckhardt (Kapitän FC Carl Zeiss Jena): "In der ersten Halbzeit hätten wir in Führung gehen müssen. Da haben wir viel liegen lassen. In der zweiten Halbzeit hatten wir dann die eine oder andere Chance. Wir wollten zum Saisonabschluss auf keinen Fall verlieren. Dass wir dann glücklich durch einen Konter das Ding noch ziehen, ist super für uns. Das unbedingt gewinnen wollen, ist uns aber im ganzen Jahr abhandengekommen. Wir gehen jetzt in die Pause, die sehr kurz ist. In Zwei Wochen geht’s weiter. Dem Körper muss man mal eine Auszeit geben, der Akku ist leer." 

Teamchef René Klingbeil (FC Carl Zeiss Jena): "Wir wollten unbedingt gewinnen. Allerdings war es sehr schwere Kost, was beide Mannschaften geboten haben. Ich hätte mir schon gewünscht, dass mein Team etwas frecher auftritt. Morgen fragt aber keiner mehr, wie der Sieg zustande gekommen ist. Jetzt wartet die Regionalliga Nordost auf uns, was eine schwere Liga ist. Die Planungen sind weit fortgeschritten. Und dass Eckhardt bleibt, ist natürlich eine gute Nachricht. Wir müssen die nötige Schlagkraft für die Regionalliga zusammenbekommen."                                 

 jmd

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 04. Juli 2020 | 16:30 Uhr

3 Kommentare

Realist C.Z. vor 4 Wochen

Zum Glück ist diese Grottensaison zu Ende!
Nun gilt es eine schlagkräftige Mannschaft für die Regionalliga zusammen zu stellen, um in der kommenden Spielzeit vielleicht oben mitzuspielen.
Egal wie, es kann eigentlich nur besser werden.
In diesem Sinne...Nur der FCC !

rejo vor 4 Wochen

Na ist doch noch mal was. Im letzten Spiel noch mal ein Dreier. Wünsche Euch für die nächste Saison alles gute. Wäre schön im oberen Tabellentrittel mit zu spielen. Vielleicht kann man den ein oder anderen noch behalten. Gabriele wäre schön. Im Sturm müssen wir was machen. Auch die Abwehr muss besser werden. Von daher viele Baustellen. Hoffe Tobi hat ein gutes Händchen. Einmal BLAU GELB WEISS immer BLAU GELB WEISS.

DDRler vor 4 Wochen

Nur der FCC......

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