FC Carl Zeiss Jena gegen den MSV Duisburg v.li. im Zweikampf Dominik Bock Jena gegen Migel-Max Schmeling
Bildrechte: imago images/Christoph Worsch

Fußball | 3. Liga Jena verliert nach fast 90 Minuten in Überzahl

10. Spieltag

Ist das bitter! Carl Zeiss Jena hat auch gegen den MSV Duisburg nicht gewinnen können - obwohl der FCC ab der 4. Minute in Überzahl spielte und in Führung ging. Doch zwei Traumtore brachten Jena die neunte Saisonpleite. Am Ende stand ein nicht unverdientes 2:1 (0:0) für die "Zebras".

FC Carl Zeiss Jena gegen den MSV Duisburg v.li. im Zweikampf Dominik Bock Jena gegen Migel-Max Schmeling
Bildrechte: imago images/Christoph Worsch

Das Spiel nahm bereits nach drei Minuten eine überraschende Wendung: Duisburgs Arne Sicker brachte bei einem Konter Maximilian Rohr zu Fall und sah dafür die Rote Karte. Doch auch in Unterzahl waren die Gäste zu Beginn das gefährlichere Team. So traf Moritz Stoppelkamp nach einem Freistoß mit einem Schuss aus 20 Metern das Außennetz des Jenaer Tores.

Rote Karte für Sicker von MSV Duisburg 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Bock lässt FCC hoffen

Den Hausherren sah man dagegen die Verunsicherung der letzten Wochen an. Chancen ergaben sich nur über Standards, die alle Nico Hammann trat. So ergab sich auch die einzige wirkliche torgelegenheit in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als der Ex-Magdeburger mit einem Freistoß knapp neben den linken Pfosten zielte.

Im zweiten Durchgang präsentierten sich die Thüringer dann griffiger. Daniele Gabriele hatte in der 49. Minute bereits das 1:0 auf dem Fuß, schloss aber aus fünf Metern zu ungenau ab. In der 60. Minute war es dann so weit: Eine Flanke von Hammann wurde auf Dominik Bock weitergeleitet, der Weinkauf mit einem Schuss ins kurze Eck überwand (60.).

Dominik Bock und Torwart Leo Weinkauf
Dominik Bock überwindet Dusiburgs Torwart Leo Weinkauf. Bildrechte: Karina Heßland-Wissel

Vermeij trifft ins Jenaer Herz

Es schien nun alles für die Jenaer zu laufen, die vier Minuten später fast das 2:0 erzielt hätten. Doch Bock köpfte nach Ecke von Hammann aus drei Metern nur an die Latte. Stattdessen glich Duisburg in der 76. Minute aus, nachdem Leroy-Jacques Mickels über links marschiert war, auf Vincent Vermeij geflankt hatte und der klug auf Stoppelkamp abgelegt hatte. Der Torjäger konnte locker einschieben.

Und es kam noch schlimmer für den FCC. Zwölf Minuten später nahm Vermeij eine Ecke von Stoppelkamp volley und traf direkt ins Jenaer Herz. Eine Schlussoffensive der Gastgeber kam nicht mehr, unter den Pfiffen der FCC-Fans ging das Spiel zu Ende.

Stimmen zum Spiel

Torsten Lieberknecht (Braunschweig): "Ich bin nullkommanull zufrieden. Selbst in Unterzahl können wir viel besser spielen. Heute war viel Schlafwagenfußball. Wir haben das Spiel gedreht und Mentalität gezeigt. Man kann auch mitleiden, was auf der anderen Seite passiert ist. Man fühlt sich als Sieger, aber denkt auch an den Gegner."

Dominic Volkmer (Jena): "Schwer zu erklären, was hier passiert ist. Wir Jungs müssen uns hinterfragen. Reden bringt auch nichts mehr."

cdi

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 28. September 2019 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. September 2019, 11:21 Uhr

Ergebnisse & Tabelle

Artikel auf MDR.de