Fußball | 3. Liga Jena will CFC-Spiel im Westen austragen

Bei der Frage, wo das kommende Heimspiel gegen den Chemnitzer FC ausgetragen werden soll, geht Carl Zeiss Jena nun einen ungewöhnlichen Weg: Die Thüringer haben alle westdeutschen Drittligisten für eine Verlegung angefragt.

Rene Klingbeil, Max Gottwald und Anton Donkor
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Da Jena am 3. Juni auswärts beim MSV Duisburg antritt, habe der FC Carl Zeiss alle westdeutschen Drittligisten angefragt, ob die Klubs für die Partie gegen Chemnitz am 31. März (17 Uhr) ihre Spielstätte zur Verfügung stellen können, hieß es in einer Pressemitteilung, die der FCC am Sonntag verschickte. Damit wollen die Thüringer die "ohnehin schon enormen Kosten in einem erträglichen Maße" halten.

"Hinzu kommt, dass auch nach dem Spiel in Duisburg der FCC im heimischen Jena bis zumindest einschließlich 5. Juni weiter kein Mannschaftstraining absolvieren kann, was womöglich sogar eine Verlängerung des Duisburg-Trainingscamps nötig macht", steht in der Mitteilung.

Trainingslager ab Montag in Leipzig

Am Montag wollen die Jenaer ihr Quarantäne-Trainingslager in der Landessportschule Egidius Braun in Leipzig beziehen. Weil in Thüringen bis 5. Juni aufgrund behördlicher Verfügungen kein Mannschaftstraining und Wettkampf möglich ist, müssen die Thüringer nach Sachsen ausweichen.

Am Montag soll beim Tabellenletzten auch die zweite Testreihe auf das Coronavirus durchgeführt werden. Somit kann die Mannschaft von Teammanger René Klingbeil voraussichtlich erst am Mittwoch in das Mannschaftstraining einsteigen.

DFB Sportschule Egidius Braun
In der Sportschule Egidius Braun will der FCC ab Montag trainieren (Archiv). Bildrechte: imago/Picture Point

Förster: "Müssen auf das Unmögliche vorbereitet sein"

"Sollte es dazu kommen, dass wir tatsächlich - ohne aktuell zu wissen, wo das eigentlich stattfinden soll - nach nur drei Tagen Vorbereitung gegen den Chemnitzer FC spielen müssen, dann müssen wir auch versuchen, auf das eigentlich Unmögliche vorbereitet zu sein. Und dazu bedarf es dieses Camps", sagte Jenas Geschäftsführer Chris Förster in der Mitteilung.

pm/dpa/cdi

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 24. Mai 2020 | 19:30 Uhr

20 Kommentare

Franke vor 10 Wochen

Bitte nicht an Diskussionen beteiligen, bei denen man nicht über das nötige Grundwissen verfügt. Ich will euch auf die Sprünge helfen! In Thüringen gibt es ein Verbot von Profifußball bis 5.6. das Training und Spiele einschließt. Sollte diese Landeshauptstadt bis 5.6. weiterhin in Thüringen liegen, ist es auch dort untersagt zu spielen. Ich möchte noch ein Zitat von Adenauer anhängen der mal gesagt hat: Wir leben alle unter dem selben Himmel, aber leider haben wir nicht alle den selben Horizont. Denkt mal drüber nach. 🤔

Loki von Walhalla vor 10 Wochen

Steht in der thüringischen Landeshauptstadt nicht sogar ein vollkommen ungenutztes Stadion für 45 Millionen Euro? Könnte Jena doch auch dort spielen oder nicht?

rheumakay vor 10 Wochen

Wäre, wäre, wäre. Sie glänzen wie immer durch Halbwissen (höchstens). Wettbewerbsverzerrung? Wie wär's, wenn Sie sich mal ohne Schaum vorm Mund mit den Fakten auseinandersetzen?
Ziel einer Insolvenz ist in erster Linie die Sanierung, nicht die Liquidierung. Siemon (der mMn mit seinem Auftreten in Chemnitz viel Schaden angerichtet hat) hatte damals vor Gericht argumentiert, dass ein Zwangsabstieg als "gravierendes Sanierungshindernis" einzustufen ist und damit gegen die Insolvenzordnung verstößt. Das Gericht gab ihm Recht, der DFB bot einen Vergleich an. So sind die neun Punkte entstanden. Das kann man richtig oder falsch finden. In einem Insolvenzverfahren haftet aber der Insolvenzverwalter mit seinem Privatvermögen. Siemon und Kollegen haben ein primäres Interesse an der Sanierung des Insolvenzobjekts, nicht an irgendeiner Wettbewerbsverzerrung. Die entsteht nur in der Empfindung Unbeteiligter und Unwissender, die Nachteile für ihren Verein befürchten.