Fußball | DFB-Sportgericht Jena will Pyro-Strafe vor ordentlichem Gericht verhandeln

Seit mehr als einem Jahr dauert inzwischen der Rechtsstreit zwischen Drittligist FC Carl Zeiss Jena und dem Deutschen Fußball-Bund. Nach einem abgelehnten Einspruch erwägt der Klub nun den nächsten Schritt.

Mannschaft feiert nach Spiel mit den Fans
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Das Ständige Schiedsgericht, die letzte Instanz auf Ebene des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hat einen Einspruch des FC Carl Zeiss Jena abgelehnt. Weil der Drittligist Strafen von insgesamt 24.900 Euro aus dem Jahr 2018 nicht zahlen will, hatte er sich durch alle Instanzen geklagt.

Gremien müssen noch zustimmen

Wie die Thüringer am Donnerstag (28.11.2019) "Sport im Osten" mitteilten, planen sie nun, vor ein ordentliches Gericht zu ziehen. Diesen Schritt ist bisher noch kein Klub aufgrund von Pyro-Strafen gegangen. FCC-Geschäftsführer Chris Förster hatte schon vor Monaten betont, dass der Klub alles in seiner Macht stehende getan habe, um das Abbrennen von Pyrotechnik zu verhindern. Nun kündigt Förster an, vor ein solches Gericht gehen zu wollen - wenn die FCC-Gremien zustimmen. Dabei verweist er auch auf die DFB-Pokal-Finals, bei dem es dem Verband selbst wiederholt nicht gelänge, Pyrotechnik zu verhindern.

Fans aus Jena in der Südkurve brennen Feuerwerk ab.
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Strafen in der Übersicht 

Die Summe von 24.900 Euro war entstanden, weil der FC Carl Zeiss gleich für mehrere Vergehen seiner Fans verurteilt worden war. Es ging dabei um folgende Fälle:

  • Beim Drittligaspiel FC Carl Zeiss Jena gegen die SG Sonnenhof Großaspach (28. Juli 2018) hatten FCC-Anhänger Pyrotechnik gezündet. Der DFB verurteilte den Verein zu einer Geldstrafe von 3.500 Euro.

  • In der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Union Berlin (19. August 2018) brannten Jenaer Anhänger Pyrotechnik ab und warfen Papierrollen in Richtung des Schiedsrichterassistenten. Die DFB-Strafe: 20.500 Euro.

  • Beim Drittligaspiel gegen Eintracht Braunschweig (14. September 2018) warfen Jenaer Fans Gegenstände zur Eckfahne. Dafür wurden 900 Euro Strafe verhängt.

Aus dem Archiv (November 2018)

red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 28. November 2019 | 17:45 Uhr

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