Fußball | 3. Liga FCM bleibt auch in Karlsruhe torlos

14. Spieltag

Beim 1. FC Magdeburg stottert mittlerweile der Angriffsmotor. Beim 0:1 (0:1) beim Karlsruher SC schaffte der FCM im dritten Spiel in Folge keinen eigenen Treffer und rutscht nun in der Tabelle auf Rang drei ab.

Der Zweitliga-Absteiger aus Baden war schwer in die Saison gestartet, kam aber zuletzt immer mehr ins Rollen. Bei Magdeburg zeigte der Trend dagegen bei zwei klaren Niederlagen (0:3 gegen Unterhaching, 0:5 gegen Dortmund) etwas nach unten. Dementsprechend interessant war das erste Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Liga (2000/2001 gewann der FCM im DFB-Pokal 5:3 gegen Karlsruhe).

Ein Sonntagsschuss am Sonntag

Die Mannschaften tasteten sich zu Beginn ab, bis zur 7. Minute passierte nicht viel. Dann gab es gleich eine Riesenchance für den FCM: Björn Rother erkämpfte sich den Ball, passte doppelt mit Felix Lohkemper und zog von der Strafraumgrenze ab - knapp neben den linken Pfosten.

Christian Beck
Torjäger Christian Beck blieb auch in Karlsruhe glücklos. Bildrechte: IMAGO

Die Hausherren wurden in der Folge offensiver, die besseren Möglichkeiten hatten die Magdeburger. In der 27. Minute tankte sich Philip Türpitz durch den Karlsruher Strafraum, ging an Abwehrmann David Pisot vorbei, schloss dann aber neben den langen Pfosten ab. Das Tor machten dann jedoch die Badener. Quasi aus dem Nichts zog Marvin Wanitzek aus 30 Metern einfach mal ab und traf unhaltbar für Jan Glinker im FCM-Kasten in den Winkel (40.). Mit einer schmeichelhaften KSC-Führung ging es in die Pause.

FCM-Überlegenheit bringt nicht viel Ertrag

Im zweiten Durchgang ergaben sich mehr Räume für die beiden Angriffsreihen und damit auch mehr Chancen. Vor allem nach Ecken hatten sowohl der KSC als auch der FCM mehrere Kopfball-Gelegenheiten, so etwa Dennis Erdmann (48./55.) und Daniel Gordon (50.).

Jens Haertel (Trainer 1.FC Magdeburg)
FCM-Trainer Jens Härtel muss sein Team nach der dritten Pleite in Folge wieder aufrichten. Bildrechte: IMAGO

Magdeburg war nun klar feldüberlegen, aber Karlsruhe setzte immer wieder Nadelstiche. Der eingewechselte Tarek Chahed hatte in der 84. Minute den Ausgleich auf dem Fuß, seine Volley-Abnahme nach einer Flanke war jedoch zu lasch. Auf der Gegenseite hätte Wanitzek alles klarmachen können, schaffte es aber, den Ball aus drei Metern noch an die Latte zu befördern (85.).

Auch fünf Minuten Nachspielzeit nützten dem FCM am Ende nicht mehr, um die vierte Saisonniederlage abzuwenden. Nächste Woche gegen den direkten Konkurrenten Wehen Wiesbaden sollte mal wieder ein Punktgewinn her.

cdi

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 29. Oktober 2017 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. Oktober 2017, 22:57 Uhr

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46 Kommentare

30.10.2017 23:34 Otto 46

@HFCer: entscheidend war die erste Halbzeit. Hier dürfen wir niemals mit 0:1 in die Pause gehen. Wenn man dann im weiteren Verlauf versucht den Ausgleich zu schaffen entstehen zwangsläufig Räume und Chancen für den Gegner. BWG.

30.10.2017 19:37 HFCer 45

@41.... welches Spiel hast du gesehen. ... ksc hatte mehrere 100%...die waren nicht schlechter als ihr. ... hoffe eure Krise dauert noch bis nach den 26.11. .an...rwg ..

30.10.2017 19:28 FCM50 44

Nun beim KSC kann man verlieren,da werden auch andere noch Probleme bekommen. Jedoch wenn du vorne keine Tore schießt, kannst du eben hinten nicht gewinnen...unser Problem-wir treffen nicht, trifft dann der Gegner fehlt mir der Mut als Manschaft das Spiel zu drehen. Wir sind dann ängstlich im Spiel nach vorn- sprich zu zögerlich im Umschaltspiel und zu langsam im Spiel nach hinten....die Mannschaftteile harmonieren dann nicht wirklich.
Gegen den SVW muss das aber unbedingt funktionieren, sonst geht das erneut in die Hose. Die Jungs können das, sie müssen es nur machen, vorallem als Manschaft. Trotzdem, kein Grund zur Panik, die Saison ist noch lang und auch die anderen im oberen Tabellendrittel werden hier und da federn lassen müssen

30.10.2017 17:18 Senior Silencio 43

Wie hat der Erdmann in seinem Scherzinterview gesagt, "wie die Ratten.."! Lieber Schadenfreude wenn man bei seinen Vereinen schon lange nichts mehr zu lachen hat.
Das Spiel lief so wie die meisten gelaufen wären, wenn kein frühes Tor gefallen wäre. Man wird unsicher, der Gegner sicher und muss am Ende froh sein nicht noch höher verloren zu haben.
Blöd wenn man jetzt schon von 2 Spielern abhängig ist die nicht treffen. Warum die Truppe platt ist verstehe ich nicht. Volle Pulle hat sie noch nicht einmal über 90 min gespielt. Ich bin auf die Reaktion der Mannschaft auf 0:9 Tore in einer Woche gespannt. Ich hoffe es gibt eine..

30.10.2017 17:11 Elbschiffer 42

Herrlich , diesen ganzen Fußballphilosophen und Stammtischexperten zu lauschen. Erinnert mich jeden Tag an das Presseerzeugnis mit den 4 roten Buchstaben.
Es ist mal gerade ein gutes Drittel der Saison gespielt. Kaum eine Mannschaft, ausser vielleicht Paderborn , hat eine wirkliche Stabilität in ihren Ergebnissen hinbekommen. Es ist noch absolut, weder im Aufstieg noch im Abstieg ,eine Entscheidung gefallen. Oben, wie unten ist bei den jetzigen Abständen noch alles drin.
Und da fangen hier die ersten Helden an zu feiern, zu feixen oder zu verdammen.
Eben, absolute Fachleute!

30.10.2017 16:05 Dirkmagdeburg 41

Der Abstiegskampf hat begonnen ... Nummer 5 ... was bist Du denn für einer ??? Karsruhe gallt als Topfavorit und Paderborn verliert beim Neuling in Jena. Unterhaching verliert auch 0:3 ... kann alles passieren. Wir hatten 66 Prozent Ballbesitz und 6 Chancen ... die machen aus 2 Chancen ein Tor ... passiert ! Euer Neid ist unsere Bestätigung ... wir sind und bleiben die Größten der Welt !!! BWG

30.10.2017 13:15 Chemnitzer Bub 40

Tja, wie war das mit den "Größten" der Welt? Da hilft nur weiter schön @Lättafresse(r)n für noch mehr geistreiche blau-weiße Beiträge...

30.10.2017 12:40 Nur der FCM 39

Was für ein "Fracksausen" den bitte....Wir sind die größten der Welt,da hat man schon ganz andere Dinge gemeistert! :-))

30.10.2017 11:59 rot_weißer 38

Jetzt beginnt das Fracksausen bei den,,größten der Welt,,

30.10.2017 11:35 Fan vom FCM 37

Es ist schon erstaunlich wie sich die Kommentare nach einer schwarzen Woche ändern. Jetzt ist die Mannschaft inklusive Trainer gefragt und sie sollten zeigen, dass die schmerzlichen Niederlagen aufgearbeitet sind. In den Niederlagen zeigt sich, ob eine Mannschaft wirklich ein Team ist. Auf die Fans wird wie immer Verlass sein.

@Pombär: Respekt

BWG

@MDR: Ich vermisse die Kommentare der Trainer.