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Fußball | 3. Liga 3. Liga bleibt Verlustgeschäft - DFB sieht Klubs in der Pflicht

Der Start in der 3. Liga war für die meisten Klubs auch in der vergangenen Saison ein Verlustgeschäft. Laut den am Mittwoch (24.10.2018) vorgestellten Zahlen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) haben die Vereine durchschnittlich 662.000 Euro an Miesen gemacht. 15 der 20 Klubs schrieben rote Zahlen. Schon in den vergangenen Jahren waren durchschnittliche Verluste meist die Regel.

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Beim Eigenkapital sieht es noch schlechter aus. Im Durchschnitt liegt die Quote bei einem Minus von 845.000 Euro, elf Vereine sind im Soll. Dabei sieht es bei den Einnahmen gar nicht so schlecht aus. Der Gesamtertrag der Liga lag 2017/18 bei rund 143 Millionen. Das sind im Schnitt 7,5 Millionen Euro pro Klub.

Durchschnittliches Spielergehalt "im mittleren vierstelligen Bereich"

Nach Ansicht des DFB sollte das Geld reichen, um "guten Profisport" bieten zu können. Für den Verband sind die Ausgaben im Bereich der Spielergehälter aber zu hoch. Laut DFB liegt das Gehalt im Schnitt im "mittleren vierstelligen Bereich" pro Monat. In der vergangenen Spielzeit kostete ein Kader durchschnittlich drei Millionen Euro, in der aktuellen Saison werden es 20 Prozent mehr sein.

Hartmann sieht kein nachhaltiges Wirtschaften

"Das ist aus unserer Sicht zu viel. Einige Klubs haben nicht den Willen zu einem positiven Ergebnis. Die finanzieren sich zum Teil über Fremdkapital", sagte der zuständige DFB-Abteilungsleiter Manuel Hartmann, dem auch das Zulassungsverfahren untersteht: "Nachhaltiges Wirtschaften ist das nicht. So geht die Spirale der Gehälter nach oben. Aber es gibt eben Klubs, die haben andere Interessen." Laut Hartmann kommt es sehr stark auf die handelnden Personen an. Laut DFB-Direktorin Heike Ullrich orientieren sich "viele Vereine an der 2. Liga".

Adidas Telstar Fußball mit 3. Liga Logo.
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Um den Klubs einen Anreiz zum besseren Wirtschaften zu bieten, hat der DFB ein Financial-Fair-Play-System eingeführt (der MDR berichtete). Durch die Ausschüttung von 550.000 Euro sollen ein positives Saison-Ergebnis belohnt werden. In den vergangenen Jahren hatten Klubs wie Rot-Weiß Erfurt, Chemnitzer FC, FSV Frankfurt und VfR Aalen Insolvenz angemeldet.

mkö/sid/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR aktuell - Das Nachrichtenradio | 24. Oktober 2018 | 17:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2018, 17:30 Uhr

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27 Kommentare

26.10.2018 12:35 Aufpasser der Richtige 27

@23 du bist weder das eine noch das andere aber träum Mal weiter. Über Halle Brauch man keine sch... Schreiben es ist alles realer Mü.. .

26.10.2018 11:23 Thüringer2 26

Himmelblauer Leipziger wenn Chemie wieder in die Regionalliga aufsteigt und dann dort länger verbleibt, wird dann die Flutlichtanlage pflicht

26.10.2018 10:42 SLKrotundweiß 25

Und zuschauerschnitt hat sich verbessert das ist einfach Fakt, natürlich können wir uns da nicht mit DD oder MD messen,wollen wir auch nicht , aber wenn ich mir den rest in Mitteldeutschland ansehe dann stehen wir noch ganz gut da
Aber wenn man hier einfach nur aus langeweile irgendeine sch....über halle schreiben will dann mach es halt kleines Aufpasserchen

26.10.2018 10:22 FAN aus Bayern 24

Viele der Kommentare sind sehr gut und ich kann da nur meine Zustimmung geben. Aus meiner Sicht sind weder nur die Vereine bzw. nur der DFB schuld. In der dritten Liga stimmt aus meiner Sicht das Gesamtpaket nicht. Seitens des DFB´s davon zu sprechen, dass ein mittleres vierstelliges Gehalt für einen Drittligaprofi zu hoch ist, ist weit weg von der Realität, da es sich hier, wie bei uns "Normalos" auch, um ein Bruttogehalt handelt. Aber auch die Vereine sind schuld, da diese durchaus über ihre Verhältnisse leben, wenn "teure" Spieler geholt werden um sportlich schnellstens aus der dritten in die zweite Liga aufzusteigen. Auch die Mieten für die Stadien werden von den Vereinen mit der Stadt verhandelt. Da ist schlechtes Verhandlungsgeschick vorhanden. Das hat nun mal Vereinen wie dem CFC und RWE hohe Kosten beschwert. Auch mein FSV hat hier schlecht mit der Stadt verhandelt. Da müssen sich die Verantwortlichen an die eigene Nase fassen.

26.10.2018 10:15 SLKrotundweiß 23

Ach aufpasserlein....was der ein oder andere schlipsträger sagt oder sich vorstellt hat nichts mit der Meinung der breiten und realistisch denkender masse zu tun

25.10.2018 22:36 Aufpasser der Richtige 22

Größenwahn ? War doch letzte Woche die Aussage eines HFC wichtigen man wolle 2 Liga spielen was hab ich gelacht. Und @20 Kauf Mal Karten im vorraus dann steigen die Zuschauer zahlen noch mehr aber keiner war da .

25.10.2018 20:47 Rweler 21

Ich frag mich, wo der DFB und Hr. Hartmann eigentlich leben ? Pure Ironie. Die Vereine wollen nun mal nach oben, die Gehälter steigen nun mal, keiner will Drittligist bleiben, Angebot und Nachfrage, die Spieler suchen sich nunmal die besten Gehälter, und und und - friss oder stirb. Hallo ? Kann man diesen DFB nicht abschaffen ?

25.10.2018 20:13 SLKrotundweiß 20

Aufpasserchen deine Argumente sind schon echt spannend, größenwahnsinnig?..bei uns behauptet jedenfalls niemand das wir die größten der Welt seien ...
Zuschauerzahlen sind gestiegen obwohl nebenan 1.liga zu gucken ist....

25.10.2018 19:02 Aufpasser der Richtige 19

@14-15 sowas muss auch sein und wird Chancengleichheit genannt , sprich gleiche Bedingungen für alle egal wo sie spielen aber einige Vereine sind dem Größenwahn erlegen und dann bleiben noch die sportlichen Erfolge aus. Siehe HFC ein paar Kilometer weiter gibt es 1 Liga und Europaliga wer will da 3 Liga Rumpelfussball sehen. Also passt Mal schön weiter auf und sucht die schuld beim DFB ändern werdet ihr sowieso nix.

25.10.2018 17:25 Otto 18

Ich sehe das auch so, dass viele Vereine über ihre Verhältnisse Leben. Ich hätte auch gern einen Lamborghini, aber ich kann ihn mir einfach nicht leisten.
Im Sport möchte man immer nach oben, das verklärt vielen den Blick und verleitet viele Vereine dazu sich wirtschaftliche zu übernehmen. Es gibt aber auch Vereine die bodenständig arbeiten und nur das machen was sie sich leisten können. Dann muss man halt seine Ziele anpassen. Das ist allerdings besonders für die Vereine im Osten hart, da hier auch die Unternehmen nicht so viel Kohle wie die Firmen im Westen haben und folglich weniger sponsern können. Leider.