Fußball | Ausschreitungen Randale bei FCM-Aufstiegsfeier: Weitere Verdächtige identifiziert

Mehr als ein Jahr nach der Randale während der Zweitliga-Aufstiegsfeier des 1. FC Magdeburg hat die Polizei weitere Tatverdächtige ermitteln können. Mittlerweile ist die Zahl auf 64 gestiegen.

Mehr als ein Jahr nach der Randale während der Zweitliga-Aufstiegsfeier des 1. FC Magdeburg hat die Polizei weitere Tatverdächtige ermitteln können. Derzeit würden 177 Ermittlungsverfahren bearbeitet, 64 Verdächtige hätten bisher festgestellt werden können, teilten die Beamten am Donnerstag mit. Mitte April dieses Jahres waren es noch 152 Verfahren und 50 ermittelte Tatverdächtige gewesen.

Ein Randalierer wird 2018 festgenommen
Festnahme eines Randalierers. (Archiv) Bildrechte: imago images / Christian Schroedter

Fünfte Öffentlichkeitsfahndung

Die Polizei veröffentlichte nun erneut Fotos von Tatverdächtigen. Es ist bereits die fünfte Öffentlichkeitsfahndung der Ermittlungsgruppe "Aufstieg". Die Fotos aller veröffentlichten Tatverdächtigen können im Internet eingesehen werden. Die Personen stehen den Angaben zufolge unter anderem im Verdacht, Gegenstände auf Polizeibeamte geworfen und gewaltbereite Gruppierungen aufgewiegelt zu haben.

Am 21. April 2018 hatte sich der 1. FC Magdeburg durch ein 2:0 gegen Fortuna Köln vorzeitig den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga gesichert. Bis zu 2.500 Fans versammelten sich danach am zentral gelegenen Hasselbachplatz. Nachdem zunächst ausgelassen, aber friedlich gefeiert wurde, schlug die Stimmung bei einigen Anhängern mit steigendem Alkoholkonsum um. Etliche Randalierer zündete Böller, zerstörten Überwachungskameras, entfachten Feuer auf der Straße und attackierten Feuerwehrleute und Polizisten. Dabei wurden nach Polizeiangaben 30 Beamte verletzt.

red/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Sachsen-Anhalt | 11. Juli 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Juli 2019, 20:00 Uhr

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4 Kommentare

12.07.2019 06:03 fläming 4

Der Staat muß wieder der Staat sein und nicht nur wenn es gegen einen Ulli Hoennes geht. Auf der einen Seite werden uns immer mehr Freiheiten eingeschränkt oder genommen, auf der anderen Seite wird Unerlaubtes/Verbotenes immer mehr an der Bestrafung vorbei hofiert.

11.07.2019 20:11 Schappio5 3

@1....bin da völlig deiner Meinung!

11.07.2019 19:35 Schiedsrichter 2

@1 da kann ich nur zustimmen ein Aufstieg sollte gefeiert werden ohne Kaoten

11.07.2019 18:24 FCM-Fan 1

Ich befürworte sehr, dass die Polizei keine Luft da ran lässt. Hoffentlich bleibt das nicht nur bei einem " Du, du". Mein. Vorschlag zur Ahndung:
Ermittlung aller entstandenen Kosten für Polizeieinsatz, Kranken- und Ausfallkosten der Polizeibeamten, Sachbeschädigungen und deren Beseitigung und aller mit den Randalen im Zusammenhang stehenden Kosten (z.B. Reinigungskosten des Hasselbachplatzes) und diese aufteilen auf die beteiligten Randalierer. Wer das nicht zahlen will (kann) -sofortige Erzwingungshaft! Bis jemand aus dem Verwandtenkreis/Bekanntenkreis die Schulden beglichen hat. Nur so setzt der Staat ein wirksames Zeichen!