Fußball | Bundesliga Millionenablöse für den 1. FC Magdeburg - Union zieht Kaufoption für Bülter

Geldsegen für Drittligist 1. FC Magdeburg in Zeiten der Corona-Krise: Der nach dem Zweitliga-Abstieg im vergangenen Sommer an den 1. FC Union Berlin ausgeliehene Offensivspieler Marius Bülter bleibt über das Saisonende hinaus in der Hauptstadt. Die Köpenicker haben die Kaufoption gezogen.

Marius Bülter (Union), Jonas Hofmann (BMG)
Marius Bülter im Duell mit Gladbachs Jonas Hofmann bei Unions 1:4-Niederlage im Borussia-Park. Bildrechte: imago images / Poolfoto

Was sich in den letzten Monaten bereits angedeutet hatte, ist seit Pfingstmontag (1. Juni) offiziell. Bundesligist 1. FC Union zieht die Kaufoption für den bislang vom 1. FC Magdeburg ausgeliehenen Marius Bülter. Der Transfervertrag gilt laut FCM unabhängig der Ligenzugehörigkeit der beiden Klubs in der kommenden Saison 2020/21. Auch wenn die Blau-Weißen keine Angaben über die vertraglich fixierte Ablösesumme machten, dürfte diese im Millionenbereich liegen. Die Magdeburger "Volksstimme" kolportiert eine Höhe von 1,6 Millionen Euro, die neben der Leihgebühr für die laufende Saison von gut 350.000 Euro noch hinzukommen.

Kallnik: "Wir freuen uns für Marius"

"Wir freuen uns für Marius, dass er sich in der laufenden Saison beim 1. FC Union Berlin in der 1. Bundesliga weiterentwickeln konnte und somit die Möglichkeit der Leihe als auch der nun bevorstehende Vereinswechsel vor Ablauf der Vertragslaufzeit einen Gewinn für alle Parteien mit sich bringt", wird FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik in einer offiziellen Klubmitteilung zitiert.

v.l. Dustin Bomheuer (Duisburg, 4), Marius Bülter (Magdeburg, 26)
Bülter im Trikot des 1. FC Magdeburg, für den er in der Zweitliga-Saison 2018/19 auflief. Bildrechte: IMAGO

Der 27-jährige Bülter war im Sommer 2018 ablösefrei von Regionalligist SV Rödinghausen zum damaligen Zweitliga-Aufsteiger an die Elbe gewechselt. Nach einer überzeugenden erste Saison im Profibereich (33 Spiele, vier Tore, vier Vorlagen) und der Vertragsverlängerung bis 2022, verlieh ihn der direkt wieder abgestiegene FCM zum Bundesliga-Aufsteiger Union Berlin. Aktuell ist der gebürtige Münsterländer zweitbester Torschütze der "Eisernen" (28 Spiele/7 Tore), die nach zuletzt sieben sieglosen Spielen in Serie wieder tief in den Abstiegsstrudel geraten sind.

Ruhnert: "Erwartungen übertroffen"

"Der Schritt zu Union im letzten Sommer war genau der richtige. Ich wurde super von der Mannschaft aufgenommen und habe mich bei diesem besonderen Verein sofort wohlgefühlt", sagte Marius Bülter, dessen neuer Vertrag sowohl für die Bundesliga als auch 2. Bundesliga gilt. Unions Geschäftsführer Oliver Ruhnert schwärmte: "Marius hat in dieser Saison überzeugt und die Erwartungen, die wir bei seiner Verpflichtung hatten, übertroffen. Er ist ein physisch starker Spieler, der sich in den Dienst der Mannschaft stellt, aber auch immer wieder seine individuelle Klasse beweist."

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mhe

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 01. Juni 2020 | 19:30 Uhr

10 Kommentare

Chemieschwein. vor 25 Wochen

Das Geld kann die Herde in der Regionalliga gut gebrauchen. Außerdem Thommy Nulpe ist Chemnitz eine sehr starke Mannschaft. Deswegen auch der sofortige Wiederaufstieg. Aber da können wir mal in Ruhe drüber quatschen bei einem Bier wenn ihr dann bei uns in Auerbach spielen müsst. Bin mal dann auf die Leistung deiner Umfaller gespannt!!

Thommi Tulpe vor 25 Wochen

Wenn der Chemnitzer FC mit Steuergeldern (Insolvenzgeld) den Wiederaufstieg ermogelt hat, wird es dem FCM doch wohl gelingen, mit der Bülter-Million wieder aufzusteigen!? So Blau-Weiß überhaupt absteigt!

Mitteldeutsch vor 25 Wochen

Träume sterben nie sang erfolgreich Claudia Jung
@Tristan ohne Isolde mal ehrlich, in der 4. war es wadenbissiger Kampf, die 3. rockt der Osten mit Bayerns 2. - die finanzielle vor sportliche Quälerei vor der Liga mit grenzwertiger Ablösung erfolgreichster Trainer, freute niemanden und muss nicht erneut wirkliches Ziel sein.