Fußball | 3. Liga Münster legt Einspruch gegen Wertung des Chemnitz-Spiels ein

Preußen Münster hat beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) erneut Einspruch gegen die Wertung eines Drittligaspiels eingelegt - diesmal gegen das 0:1 beim Chemnitzer FC am 16. Juni.

Pascal Itter (Chemnitz) , dahinter Heinz Mörschel (Münster)
Bildrechte: Frank Kruczynski

Preußen Münster hat beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) erneut Einspruch gegen die Wertung eines Drittligaspiels eingelegt. Wie der Verband am Freitag mitteilte, handelt es sich dabei um Münsters 0:1 beim Chemnitzer FC am 16. Juni. "Münster begründet seinen Einspruch damit, dass die Austragung des Spiels gegen die Grundsätze des Fair Play und der Chancengleichheit verstoßen habe", schrieb der DFB.

Münster gegen Drittliga-Fortsetzung

Das DFB-Sportgericht wird nun Stellungnahmen von den Verfahrensbeteiligten einholen und "zu gegebener Zeit" über den weiteren Verlauf entscheiden. Bereits am 5. Juni hatte Münster Einspruch gegen die 2:3-Niederlage gegen Bayern München II eingelegt. Bei den anderen Spielen, die Münster seit dem Restart absolviert hat, hatte der Verein auf einen Einspruch verzichtet - allerdings punktete das Team auch in diesen Partien.

Der Verein hatte sich lange gegen die Fortsetzung des Spielbetriebs in der 3. Liga gewehrt, die Auflagen des DFB-Hygienekonzepts seien in der kurzen Zeit nicht zu erfüllen. Am 22. Mai teilte der Verein mit, dass man sich dem "Willen des DFB leider beugen und den Spielbetrieb wieder aufnehmen" müsse. Münster belegt mit 35 Punkten derzeit einen Abstiegsplatz.

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sid

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR aktuell | 19. Juni 2020 | 15:40 Uhr

7 Kommentare

Thommi Tulpe vor 2 Wochen

Dass die Rest-Saison nichts mehr mit Fairness und Chancengleichheit zu tun haben wird, war von vornherein klar. Auch die Umfaller vom CFC haben einen Wettbewerbsvorteil genutzt. Das sind die klaren Fakten, die sicher niemand ernsthaft bestreiten wird!? Vielleicht haben die Preußen ja so "viel" Geld wie einst ein ungerecht behandelter SV Wilhelmshaven? Dann klagt man jahrelang bis in die höchste Distanz, bekommt am Ende vielleicht sogar Recht!? Klagt man dann aus der 4. Liga heraus aber auf Wiederzulassung in Liga 3: Man bekommt nach Jahren dann kein Recht, weil man nicht nachweisen kann, ohne diese "Schummelspiele" mit Sicherheit weiterhin Drittligist geblieben zu sein. Und den Sachsen in Liga 4 Punkte abzuziehen, welche sie in der 3. Liga unrechtmäßig errungen haben ... auch Quatsch!

Horst Schlaemmer vor 2 Wochen

Und die Klagen gehen unentwegt weiter... Ob Münster, Dresden oder der noch nicht ermittelte Drittligaabsteiger aus Nordost... Eigentlich kann ich mich ja nicht mehr daran erinnern, welcher Einspruch eines Klubs beim DFB oder bei der DFL überhaupt in den letzten Jahren Erfolg hatte (von der Reduzierung von Strafmaßnahmen einmal abgesehen)... Egal, es wird einfach weiter geklagt... Hauptsache, die anderen sind schuld... Oder die Schiedsrichter... Und sollen doch die Juristen das letzte bisschen Klubvermögen bekommen...

Flo vor 2 Wochen

Das wäre ja bissel Quatsch, bei einem Sieg Protest einzulegen. Gegen was willste denn dann protestieren ? Ansonsten ist es gut was die Preußen machen, das müssten alle machen die benachteiligt wurden .