CFC-Nachwuchstrainingszentrum
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Fußball | 3. Liga CFC-Nachwuchsleistungszentrum bleibt beim e.V. - GmbH bietet Unterstützung an

Es gibt positive Meldungen vom Chemnitzer FC. Der Notvorstand des CFC e.V. will das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) fortführen. Für Zuwendungen wurde ein Spendenkonto eröffnet. Auch die Mitgliederversammlung sei abgesichert. Doch auch die Fußball GmbH hat ihr Herz für das NLZ entdeckt. Udo Pfeiffer, ein Gesellschafter der GmbH, will selbst die Augustgehälter vorstrecken. Eine Überführung des NLZ in die GmbH hat jedoch nicht stattgefunden.

CFC-Nachwuchstrainingszentrum
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Update 16:30 Uhr: CFC e.V. begrüßt Vorhaben der GmbH - keine Überführung in andere Hände

In einer weiteren Mitteilung am Dienstagnachmittag hat der Notvorstand des CFC e.V. die Entscheidung der Gesellschafter der GmbH, sich für das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) zu engagieren, begrüßt. "Deren Ankündigung, für die Verpflichtung des Nachwuchsleistungszentrums einstehen zu wollen, belegt die Wichtigkeit der Fortführung. Für diese werden wir weiter mit allen Beteiligten und Unterstützern kämpfen", heißt es in dem Schreiben.

Dennoch wies Annette Neuerburg im Namen des Notvorstandes auch noch einmal darauf hin, dass das NLZ "aufgrund der Freigabe aus der Insolvenzmasse im insolvenzfreien Bereich des vom Vorstand geführten Vereins des Chemnitzer FC e. V. fortgeführt wird. Eine Überführung in andere Hände findet nicht statt. Dies wäre zudem, z. B. wegen bereits beantragter Fördermittel, Spielrechte u. ä. auch nicht ohne weiteres möglich."

Die ursprüngliche Meldung von Dienstagmittag:

Neue Hoffnung für das Nachwuchsleistungszentrum des Chemnitzer FC: Der Notvorstand des CFC e.V. will das NLZ fortführen. Nach einem Treffen mit Vertretern des Fördervereins für Jugend, Sport und Soziales e.V., des Stadtsportbundes, des Fanszene Chemnitz e.V. sowie den Trainern aus dem Nachwuchs und der Frauenabteilung bestehe Einigkeit über die Fortführung des NLZ, hieß es in einer Pressemitteilung des Vorstandes. Durch die Freigabe des NLZ aus dem Insolvenzbeschlag sei eine Fortführung im insolvenzfreien Bereich möglich.

Spendenkonto eröffnet - Mitgliederversammlung abgesichert

Die Deckung des Etats sei mit Hilfe von Mitgliedern, Fans und Unterstützern möglich. Eine ausschließlich zweckgebundene Verwendung der Mittel für das NLZ und der Frauenabteilung des Vereins sei sichergestellt. Angesichts des bevorstehenden Starts in die neue Saison bittet der Vorstand um Spenden auf ein insolvenzfreies Konto (IBAN: DE35870500000710068891).

Mit potentiellen Sponsoren, die sich direkt und über die Presse gemeldet hätten, würden in kürze Gespräche aufgenommen. U.a. hatte sich der Präsident des FC Erzgebirge Aue, Helge Leonhardt, als Unterstützer angeboten.

Zudem teilte der Notvorstand mit, dass die Finanzierung der Mitgliederversammlung am 19. August gesichert sei.

Fußball GmbH steht ebenfalls bereit

Doch auch die Chemnitzer FC Fußball GmbH hat großes Interesse am NLZ bekundet. In einer Pressemitteilung verkündete man, für alle Verpflichtungen des NLZ einzustehen. Alle Verträge für Trainer und Spieler seien zumindest im August abgesichert. "Dies gilt zunächst für den Monat August 2019, da nach der Mitgliederversammlung mit dem neu zu bestellenden Vorstand eine vollumfängliche Regelung zur Fortführung des NLZ getroffen werden soll", heißt es in der Mitteilung.

Udo Pfeiffer, selbst Gesellschafter der GmbH, will von der Entscheidung des Insolvenzverwalters über Kündigung der Verträge nichts gewusst haben. "Nachdem diese Situation von Klaus Siemon herbeigeführt wurde, stehen wir bereit, das NLZ zu erhalten. Wir brauchen aber eine langfristige Strategie, um das NLZ auf gesunde Beine zu stellen", sagte Pfeiffer dem MDR.

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rei/red

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 04. August 2019 | 16:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. August 2019, 20:45 Uhr

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22 Kommentare

08.08.2019 13:41 reiner202 22

Der Herr Siemon hat nach meiner Sicht nie an die Profi Mannschaft gedacht. Die ist ihm egal.Er hat nur überlegt wie komme ich aus dieser Sache raus,die ich mir eingebrockt habe. Ich bin froh das wenigstens der Nachwuchs abgesichert ist.

07.08.2019 16:48 Mike 21

Herz für das NLZ entdeckt? Man Leute, nach den Statuten des DFB MUSS ein Bundesligist einen entsprechenden Nachwuchsunterbau haben, sonst bekommt er nie/verliert er die Lizenz! Der Niedergag des NLZ wäre also auch das Ende der CFC GmbH - und das weiß der Siemon auch denke ich! Ich habe den Eindruck, beim Umfeld des CFC ist jeder Blick für Realität und Sachlichkeit verlorengegangen! Versteht es endlich - der IV ist jetzt noch euer einziger Freund!

07.08.2019 15:30 reiner202 20

Nach der Mitgliederversammlung kann man ein Spendenkonto eröffnen aber nicht vorher.

06.08.2019 23:12 Konrad 19

Wer immer noch glaubt das beim CFC ohne das Wissen von Herrn Siemon etwas gemacht wird, der kann jetzt langsam wieder aufwachen.

06.08.2019 20:17 ixelchen 18

Hallo CFC-Gemeinde, ist doch ganz einfach, dass mit dem eingesparten Gehalt von DF (falls die Kündigung denn vor Gericht Bestand hat...) plötzlich Finanzen für das NLZ “übrig“ hätte...

06.08.2019 18:04 Steffen Friedrich 17

Das ist ein guter Weg !
Der Fußball in Chemnitz muss erhalten bleiben. Als FCK-Fan, der schon 1967 die Meisterschaft miterlebt hat, weis ich natürlich um die alte "Feindschaft" zwischen Wismut Aue und dem FCK (CFC). Daher finde ich die Reaktion von Helge Leonhardt sehr ehrenvoll. Ich ziehe meinen Hut und drücke Erzgebirge Aue für die laufende Saison die Daumen !

06.08.2019 18:00 NDHler 16

Ich vertrete nach wie vor die Meinung, dass ein insolventer Verein, wenn er wieder Geld besitzt, nicht seine erste Mannschaft ausgliedern sollte sondern in erster Linie seine Gläubiger bedienen müßte! Das gilt für Erfurt genauso wie für Chemnitz. wacker hat das auch durch und war bis in die Landesklasse abgestiegen.

06.08.2019 17:42 Roccos 15

Hoffe es zieht erstmals etwas Ruhe ein. Gerade vor dem so wichtigen Spiel gegen Hamburg. Am 19.August werden hoffentlich die Weichen in die richtige Richtung gestellt. NUR DER CFC!!!

06.08.2019 17:40 Lumpi 14

@ 10
Deine Aussage ist falsch, der IV hat keine Befugnisse über die GmbH, diese haben die Gesellschafter.
Aus diesem Grund braucht man auch kein Einverständnis des IV.

Ist aber ein Schritt in die richtige Richtung, wenn man wieder miteinander spricht. Nur gemeinsam kann man die Karre aus den Dreck holen.

Wünsche dem CFC alles Gute.

06.08.2019 17:15 Altchemnitzer 13

Steht im Text drin: die Gesellschafter wußten nichts von den Kündigungen. Und die Gesellschafter übernehmen die Augustkosten für das NLZ. Zahlen die Herren wohl aus der eigenen Tasche!?
Wie auch immer, der IV ist angezählt. Erst die Trauerveranstaltung von der er wohl wusste und jetzt die Ablenkung durchs NLZ... der Mann gehört abgelöst.