Fußball | 3. Liga Pyro-Verhandlung des FC Carl Zeiss Jena verschoben

Es geht um insgesamt 100.000 Euro, die der FC Carl Zeiss Jena wegen Pyro-Vergehen zahlen muss. Der FCC scheiterte mit Einsprüchen und zog mittlerweile vor ein Zivilgericht. Der Prozess wurde nun wegen Corona verschoben.

Pyrotechnik der Jenaer Fans.
Bildrechte: imago/Karina Hessland

Die Zivilklage von Drittligist Carl Zeiss Jena gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB) kann nicht wie geplant Ende des Monats verhandelt werden. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie ist die Verhandlung auf den 25. Juni verschoben worden. Das teilte das Oberlandesgericht Frankfurt der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch mit.

Es geht um 100.000 Euro

Jena war nach gescheiterten Einsprüchen gegen Pyrotechnikstrafen vor ein ordentliches Gericht gezogen. "Wir tun alles, um Pyrotechnik im Stadion zu verhindern. Es lässt sich nicht verhindern, insofern trifft uns keine Schuld. Und dann kann man auch nicht bestraft werden", hatte Geschäftsführer Chris Förster begründet. Nach eigenen Angaben sorgt der Club mit der Klage für ein Novum im deutschen Fußball und bekam Rückendeckung von anderen Vereinen. Konkret geht es um eine Strafe in Höhe von 24 900 Euro aus dem Jahr 2018, gegen die Jena sich durch alle DFB-Instanzen geklagt und verloren hatte. Zwischenzeitlich sind neue Strafen aufgelaufen, so dass sich die Gesamtsumme auf etwa 100 000 Euro beläuft.

dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 22. April 2020 | 19:30 Uhr

3 Kommentare

MikeS am 23.04.2020

@Steffen
... das ist kein juristisches Argument ... und auch kein tatsächliches. Nur weil der "DFB es auch nicht hinbekommt" heißt das noch nicht, dass das geltende Sportrecht generell außer Kraft gesetzt wird. Ich konnte mich persönlich bei einem Spielbesuch im EAS davon überzeugen, dass der Ordnungsdienst nicht sonderlich qualifiziert ist und viele der Ordner nur halbherzig oder gar nicht reagieren. Hausrecht wahrnehmen? Fehlanzeige! Es wurden (vermutlich) nicht mal ansatzweise Anstrengungen unternommen, auch mit Hilfe der anwesenden Polizei Täter zu identifizieren, um so Ansprüche des Clubs gegen diese durchzusetzen (zu können). Die Ordner "duldeten oder verhielten sich neutral". Signalwesten und Securityklamotten helfen da auch nicht. Dazu hat sich Förster noch nicht geäußert. Fakt ist aber, dass die Vorfälle in "seinem Stadion" passiert sind, dort trägt er (sein Verein) die Verantwortung. Man will die sogenannte Fan-Szene nicht vergraulen, ist aber nicht bereit für Konsequenzen.

Steffen-Das Original am 22.04.2020

Sehe ich anders, das Problem und Argument von Jena ist, das es der DFB selber nicht hinbekommt, siehe jedes Jahr das Pokal Finale. Du kannst nicht mit dem Finger auf jemand zeigen, und selber dein Problem im eigenen Haus nicht gelöst bekommen. Das wird auch ein neutrales Gericht so sehen. Frage was danach in Deutschen Stadien passieren wird, regelmäßig Silvester oder ein umdenken auf allen Seiten.

MikeS am 22.04.2020

So sehr sich Förster das auch wünscht - in der Endkonsequenz wird der FCC verlieren, auch wenn das mglw. ein Amtsrichter anders sehen könnte. Verbockt hat es letztendlich der FCC und Förster selbst mit mangelhaftem Ordnungsdienst etc. pp. Oder hat man im EAS jemeals "Täter" festgestellt und zahlen lassen? Kann mich nicht erinnern ...