Fußball | 3. Liga Rassismus-Vorwürfe: DFB-Gericht reduziert Strafmaß für Erdmann

Die Sperre für Drittliga-Spieler Dennis Erdmann vom 1. FC Saarbrücken wegen Rassismus-Vorwürfen ist vom DFB-Bundesgericht verkürzt worden. In der Berufungsverhandlung am Mittwoch in Frankfurt/Main änderte das Gremium das Strafmaß für den 30-Jährigen. Er soll sich im Spiel gegen seinen Ex-Club Magdeburg abfällig gegenüber mehreren Spielern geäußert haben.

Saarbrückens Spieler Dennis Erdmann sitzt im Verhandlungssaal.
Dennis Erdmann sitzt im Verhandlungssaal. (Archiv) Bildrechte: dpa

Die noch bis Ende der ursprünglichen Sperre am 25. Oktober ausstehenden zwei Spiele wurden bis zum Ende der laufenden Saison auf Bewährung ausgesetzt. Erdmann hat bereits fünf Spiele aussetzen müssen. Zudem wurde die Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro gestrichen, wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Mittwoch mitteilte.

Einen entsprechenden Antrag auf Änderung des Strafmaßes hatte der DFB-Kontrollausschuss gestellt. Erdmanns Club Saarbrücken hatte Einspruch gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts eingelegt.

Erdmann weißt Anschuldigungen des Ex-Clubs zurück

Erdmann soll in der Partie der Saarländer am 25. August gegen den 1. FC Magdeburg (2:1 für Saabrücken) mehrere Gegenspieler rassistisch beleidigt haben, wie Zeugen des FCM versicherten. Der Abwehrspieler wies die Anschuldigungen mehrfach zurück. Erdmanns Anwalt Horst Kletke erklärte nach DFB-Angaben in der Verhandlung, dass die eingelegte Berufung auf das Strafmaß beschränkt sei.

Der Spieler habe zwar die ihm unterstellten Äußerungen nicht getätigt, aber wenn es zu Missverständnissen gekommen sei, dann täte dies Erdmann leid. "Strafmildernd hat das Bundesgericht trotz der schwerwiegenden Vorfälle berücksichtigt, dass den 13 Zeugen durch dieses fiktive Geständnis die erneute Vernehmung und Belastung erspart blieb", erklärte der Vorsitzende Richter Achim Späth. Das Urteil des Bundesgerichts ist bindend.

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dpa

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 13. Oktober 2021 | 17:45 Uhr

4 Kommentare

Maza vor 7 Wochen

...." hier und da " ist schon die richtige Beschreibung!! Ich wünsche nicht ihm, sondern unseren Spielern, am Samstag, alles Gute!! Ich hoffe mal, er wird bei uns angemessen " Begrüßt ".

Superspreader Thoralf vor 7 Wochen

Das Timing ist wieder unerreicht. Der DFB beteiligt sich an den "Europäischen Wochen gegen Rassismus" und überlegt sicher Dennis "Freund des Ruderns" Erdboy zum Ligaübergreifenden Gesicht der Kampagne zu machen. Der Unverstandene spendet dann die 3000 Euro für bessere Schlauchboote am Ärmelkanal👍🏻!
Saar brücken sieht sich als Sieger, was nur noch ein besseres Bild auf diese Ansammlung wirft. Erdboy ist und bleibt bei mir durch! Wer sich der Sprache von Rassisten bedient, der ist nicht missverstanden, sondern bleibt ein Rassist! Das einzige Missverständnis hier ist der DFB, der solche "Nagetiere" immer wieder laufen lässt und nun schon wieder was von Bewährung faselt!
Dynamo Dresden wird mit Sondertrikot auflaufen! Toll! Sollten Erdboy eins schicken, mit persönlicher Widmung von Ransdorf und Diawusi!
Schmutzboy bleibt für mich ein Rassist!
Hätte bloß noch gefehlt der wäre beim Beck Abschied hier gewesen! Ich hätte mich "gefreut"! 🤮

Thommi Tulpe vor 8 Wochen

Ich hoffe, dass diese Angelegenheit nun wirklich ohne weiteres "Nachtreten" beendet ist.
Auch ein "Sportsmann" Erdmann wird sicher mit dem "entschärften" Urteil leben können. Immerhin ist nicht mehr von rassistischen, sondern lediglich noch von "abfälligen" Beleidigungen die Rede.
Die Aussage, "wenn es zu Missverständnissen gekommen sei, dann täte dies Erdmann leid", glaubt sicher nicht mal er selbst.
Jenen Spielern, die rassistisch beleidigt worden waren, und welche "dank" dieses Urteils weiterhin derart beleidigt werden, kann ich nur immer wieder sagen: Rassisten sind überall auf dieser Welt eine ärgerliche Randerscheinung. Zumindest noch weiß die Mehrheit (auch unter den Fußballfans!), dass wir alle auf diesem Planeten "nur" Menschen sind.