Fussball | 3. Liga 25 Regionalligisten stellen Antrag auf zweigleisige 3. Liga

Unter Federführung des Saarländischen Fußball-Verbandes werden 25 Regionalligisten dem DFB auf dem Außerordentlichen Bundestag am 25. Mai einen Antrag auf eine zweigleisige 3. Liga präsentieren. Zu den Unterzeichnern gehören auch sieben Vereine aus der Nordost-Staffel.

Ball am Fuß
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Die Viertligisten wollen es wissen: Der Saarländische Fußball-Verband wird beim Deutschen Fußball-Bund für den Außerordentlichen Bundestag am 25. Mai einen Antrag auf die Einführung einer zweigleisigen 3. Liga mit je 18 Vereinen stellen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist der Antrag unterschrieben und geht dem DFB in Kürze zu. Das vom Regionalligisten SV Elversberg erarbeitete Konzept unterstützen aktuell mindestens 25 Viertligisten.

Sieben Vereine der Nordost-Staffel mit im Boot

Zu den Befürwortern gehören bisher neben Elversberg auch sieben Vereine aus der Nordost-Staffel. Das sind die VSG Altglienicke, Lok Leipzig, Energie Cottbus, der Berliner AK, der BFC Dynamo, Viktoria Berlin und der SV Babelsberg.

David Urban erzielt das 0:1 für Leipzig
Spiel zwischen Energie Cottbus und Lok Leipzig (2:2) im Februar 2020. Beide Klubs gehören mit zu den Unterzeichnern. (Archiv) Bildrechte: imago images/Steffen Beyer

Aus Bayern haben der 1. FC Schweinfurt, die SpVgg Bayreuth und Viktoria Aschaffenburg unterzeichnet. Unterstützung gibt es zudem vom FC Homburg, SSV Ulm, Kickers Offenbach, FSV Frankfurt,  FK Pirmasens und TSV Steinbach-Haiger. Aus dem Westen sind Alemannia Aachen, Rot-Weiss Essen, Rot-Weiß Oberhausen und der Bonner SC dabei. Vom Norden stoßen neben Eintracht Norderstedt und Weiche Flensburg auch die zweiten Mannschaften der Bundesligisten Werder Bremen und VfL Wolfsburg dazu.

Nimmt der DFB den Antrag an?

Ob der DFB den Antrag annimmt, ist noch offen. Der Bundestag, der erstmals virtuell durchgeführt wird, war einberufen worden, um "über die Durch- und Fortführung beziehungsweise den möglichen Abbruch von DFB-Spielklassen einschließlich der erforderlichen Entscheidungen über Auf- und Abstieg" zu beratschlagen.

Allerdings setzt das Konzept eben dort an. Da "ohnehin vorübergehend gravierende Eingriffe in den Spielbetrieb" nötig seien, könnten durch das Modell einige offene Fragen gelöst werden. So könne der pyramidale Spielklasse-Aufbau wieder erreicht werden und alle Regionalliga-Meister aufsteigen, was aktuell mit einer dritten und fünf vierten Ligen nicht der Fall ist.

Konzept: Verteilung der TV-Gelder über Mehrjahrestabelle

Zweigeteilt biete die Liga die Möglichkeit längerer Einsatzzeiten für Nachwuchsspieler in der Drittklassigkeit, weniger Fahrt- und Reisekosten sowie potenziell höhere Zuschauer-Zahlen wegen mehr Derbys größere Einnahme-Möglichkeiten, argumentiert die Gruppe. Die Aufteilung der überschaubaren TV-Einnahmen von derzeit 842.000 Euro pro Saison und Drittligist auf dann 36 statt bisher 20 Vereine soll dem Konzept nach über eine Mehrjahrestabelle verteilt werden.

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red/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR Aktuell | 09. Mai 2020 | 20:40 Uhr

4 Kommentare

09577 vor 7 Wochen

Viele Regionalligisten haben gar keine Infrastruktur für die 3. Liga. Allein 6 der 7 NOFV-Antragsteller auch nicht. Träumen ist zwar erlaubt, aber völlig unreal- Vorschlag: macht erst mal eure Hausaufgaben.

Thommi Tulpe vor 8 Wochen

Genau! Zurück in die Zukunft ... Diese 2-gleisige 3. Liga gab es bereits, bevor der DFB eine 3. Profiliga wollte. Es verwundert aber keineswegs, wenn u. a. ein SV Elversberg sowas fordert - ein Klub, der schon ewig nichts besehen hat. Und wenn das viele Vereine der RL Nordost fordern: "Große" Namen sind in der Staffel rar geworden. Man möchte eben nicht ewig gegen Bischofswerda und Co kicken. Aber 36 3.-Liga-PROFIvereine ... das würde diese Liga wieder verwässern und für Zuschauer, Sponsoren und TV uninteressant machen. Die 3. Liga würde so ganz schnell wieder zur Amateurliga verkommen.

Ein Hallenser vor 8 Wochen

Was soll der Schwachsinn? Die Regionalligen bringen es nicht mal fertig aus 5 Staffeln 4 zu machen. Dann könnte jeder Meister aufsteigen. Aber die 3. Liga soll zweigleisig fahren. Das hatten wir schon mal und wurde offensichtlich nicht für gut empfunden. Die 3.Liga lebt von Ihrer Ausgeglichenheit und eben auch von den großen Namen in der Liga. Die Attraktivität würde darunter leiden, das es verschiedene Duelle der großen Vereine im Norden und Süden nicht mehr gäbe. Naja und die regionalen Derbys verlieren dann auch an Würze wenn es diese aller 2 Wochen gibt.