Fußball | 3. Liga Zwickau verliert Wahnsinnsspiel in Wiesbaden

30. Spieltag

Nach einer Wasserschlacht in Hessen verliert der FSV Zwickau nach mehrfacher Führung bei Wehen Wiesbaden. Der Siegtreffer für den SVWW fiel in letzter Minute.

Tor zum 1:0 für Zwickau 17 min
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Der FSV Zwickau hat in Hessen einen bitteren Nackenschlag kassiert. Gegen den Aufstiegsaspiranten SV Wehen Wiesbaden unterlagen die Schwäne nach einer beherzten Leistung in letzter Minute mit 3:4 (2:0).

Zwickau begann gut. Jan-Marc Schneider startete bei den Schwänen für Robin Ziegele im Vergleich zum letzten Liga-Spiel gegen Ingolstadt (2:0). Die Thielmann-Truppe wirkte nicht wie der klare Außenseiter, verteidigte gut und setzte nach vorne Nadelstiche. Dominic Baumann hatte nach 24 Minuten eine gute Chance, doch sein Kopfball ging daneben. Drei Minuten später machte es der Stürmer besser. Nach einer Flanke von Nils Butzen stieg der 27-Jährige am höchsten und bescherte die verdiente Führung für Zwickau (27.).

Mitspieler freuen sich mit Maximilian Jansen (FSV Zwickau 6).
Maximilian Jansen (li.) wird nach seinem herrlichen Treffer zum 2:0 von den Zwickauer Mitspielern beglückwünscht. Bildrechte: IMAGO / Beautiful Sports

Jansen erhöht durch Traumtor

Und die Schwäne spielten weiter nach vorne. Nach einer Ecke kam der Abpraller vor die Füße von Maximilian Jansen, der trocken abzog. Der Ball rauschte unhaltbar ins Tor der Hessen, 2:0 (34. Minute). Auf matschigem Platz und bei strömendem Regen zeigten die Schwäne eine tolle erste Hälfte und gingen mit zwei Toren Vorsprung in die Kabine.

Wiesbaden hatte in der Halbzeit vielleicht auf die Tabelle geschaut: Der Favorit kam mit viel Schwung zurück und brauchte nur sieben Minuten, um das Spiel wieder auszugleichen. Der zur Pause eingewechselte John Iredale (47.) und der Ex-Zwickauer Max Reinthaler (53.) schockten die Westsachsen. Doch nur kurz: Sechs Minuten später gab der starke Johan Gomez hoch auf Baumann, der aus fünf Metern den Ball zur erneuten Führung reinspitzelte (59.). Glück für Zwickau, dass das Schiedsrichtergespann um Tobias Schultes die Abseitsposition des Doppeltorschützen übersah. Und auch hinten hatten die Westsachsen Fortune, denn drei Mal rettete das Gehäuse für den FSV. Oder Torhüter Johannes Brinkies, der gegen Johannes Wurtz (66.) oder Benedict Hollerbach (83.) stark parierte.

Jan Loehmannsröben
FSV-Verteidiger Jan Löhmannsröben im Strafraumluftzweikampf mit Johannes Wurtz. Bildrechte: IMAGO/Eibner

Bittere Nackenschläge in der Schlussphase

Zwanzig Minuten vor dem Ende war das Glück aber aufgebraucht. Wehens Gino Fechner hatte auf der linken Seite alle Zeit der Welt und fand über Umwege den freistehenden Wurtz. Der Kapitän netzte zum Ausgleich (73.). Zwickau drängte noch einmal auf den Sieg. Doch den Schlusspunkt setzten die Hessen: Brooklyn Ezeh zog in der 89. Minute nach innen und schweißte den Ball mit viel Effet unhaltbar in den Winkel. Zwickau steht nach toller Leistung ohne Punkte da und verbleibt weiter auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Die Stimmen zum Spiel

FSV-Trainer Ronny Thielemann nach der Niederlage gegen Wiesbaden am Mikrofon 2 min
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Wehens Trainer Markus Kauczinski nass vom Regen nach dem Sieg gegen Zwickau 2 min
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 01. April 2023 | 16:00 Uhr

45 Kommentare

lothar_B vor 8 Wochen

Dieser Bericht von MDR birgt leider viele Fehler bzw. Unvollständigkieten. Sicher hat der FSV Zwickau ein gutes Spiel geamacht, aber dennoch verdient verloren. Dreimal trafen die Wiesbadener Latte oder Pfosten, und das dritte Tor von Zwickau war eindeutig aus einer Abseitsposition entstanden. Das wurde hier nicht erwähnt! Also bitte, etwas mehr Objektivität. Damit will ich aber keineswegs die gute Leistung von Zwickau schmälern.
Wiessbaden zeigte, dass sie eine gute Mannschaft ist. Am Ende hatten sie auch mehr zum Zusetzen.

BSG der Echte vor 8 Wochen

Ja, sicher. Aber da waren die Gegner schlechter, auch die, die jetzt unter den letzten 6 stehen. Es ist nahezu unmöglich, die Klasse zu halten, auch wenn man das Restprogramm sieht. Von 8 Spielen 5 gewinnen. Oder 4 Siege und keins verlieren. Wie soll das gehen. Klingt jetzt blöd als Anhänger. Schon klar. Aber wenn die Qualität nicht reicht, dann reicht sie (auf Dauer) eben nicht.
Wir haben das letztes Jahr in der zweiten Liga auch einsehen müssen. Konnte nix werden. Und jetzt wird der Kelch an euch nicht mehr vorbeigehen. Das Glück der letzren Jahre ist aufgebraucht. FSV Z ist nun jetzt einfach mal dran. Da geht kein Weg dieses Jahr dran vorbei. Und das könnte schon am nächsten Wochenende so gut wie feststehen, wenns blöd läuft. So traurig, wie es auch klingen mag.

Kirchberger vor 8 Wochen

Sehr grosser Kampf aber ohne Fortune egal ich weigere mich den FSV schon abzuschreiben ohne die letzte Patrone verschossen zu haben. Wenn die Kraft nicht für 90 Minuten reicht dann müssen wir halt noch mehr ackern in den ersten 70 Minuten . Macht weiter so vieleicht hilft uns der Fussballgott doch noch . Danke für die aufmunternden Worte aus Halle . Rot weisse Grüsse aus dem schönen Kirchberg

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