Fußball | 3. Liga Aue verliert in München und bleibt siegloses Schlusslicht

9. Spieltag

Erzgebirge Aue hat trotz einer engagierten Leistung deutlich mit 1:3 (0:1) bei 1860 München verloren. Defensiv verschliefen die Veilchen die entscheidenden Momente. Die Tage von Timo Rost könnten damit gezählt sein.

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Erzgebirge Aue hat mit 1:3 (0:1) gegen 1860 München verloren.

Kalte Dusche für Aue

Nach der Derbyschlappe gegen Zwickau setzte Aue gegen den Tabellenzweiten auf eine vorsichtige Grundhaltung. Eng formiert pressten die Erzgebirgler erst ab der Mittellinie und überließen den Sechzgern den Ball. Trotzdem setzt sich Aues Negativspirale in München schon nach zehn Minuten fort. Auf der linken Seite vernaschte Vrenezi Baumgart, knickte unbehelligt in die Mitte ab und flankte mit seinem starken rechten Fuß hinter Aues Innenverteidiger Sorge und Nkansah. Mittelstürmer Lakenmacher nutzte den feinen Ball und erzielte das 1:0 für München.

Wenig Gefahr aus dem Spiel heraus

Fünf Minuten danach kam dann Aue zur ersten Chance. Eine scharfe Flanke von Schreck klärte Hiller zur Ecke. Doch die erste Auer Chance wurde zum Bumerang. Nach dem geklärten Eckball gelang es Nkansah nicht den Ball in der eigenen Hälfte zu kontrollieren. Vrenezi profitierte, schickte Kobylanski, dessen abgefälschter Schuss an der Latte landete (16.). Danach stand Aue defensiv besser, musste aber den Preis bezahlen, dass offensiv nur nach Standardsituationen Chancen entstanden. Steffen Nkansah verpasste die beste Gelegenheit nach einer Ecke per Kopf(35.). Bereits in der 40. Minute ersetzte Rost Barylla durch Schikora.

Steffen Nkansah 3 min
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Aue hat den Ball, 1860 trifft

Nach der Pause versuchte Aue das Spiel etwas dominanter anzugehen und übernahm die Spielkontrolle. Doch den Gästen fehlten Mut und Durchschlagskraft. Trotz Ballbesitz gab es keine Abschlüsse. Die Gastgeber unterbanden mit minimalem Aufwand alle Versuche in ihren Strafraum zu spielen und verlegten sich aufs Kontern. In der 55. Minute hätte das Rieder beinahe zum Ausgleich genutzt, aber der nach eine Flanke von Lakenmacher schoss der defensive Mittelfeldspieler aus der Nahdistanz übers Tor.

Aue kämpfte weiter um den Ausgleich, aber verschlief die entscheidenden Momente. Nachdem Aue nach der Einwechselung von Jonjic und Gorzel am gegnerischen Strafraum attackierte, öffneten sich in der Defensive Räume. Nach einer Flanke von Deichmann kam Lakenmacher frei im Strafraum zum Abschluss und hatte trotz schlechter Annahme genug Zeit, um das 2:0 zu erzielen (77.). Sieben Minuten später traf erneut Lakenmacher, nachdem Tallig mit einem einfachen Trick an der Grundlinie Schikora ausgewackelt hatte. Schikoras 1:3 per Kopf in der Nachspielzeit kam zu spät. Die Tage von Timo Rost als Aue Trainer könnten damit gezählt sein, nachdem Aufsichtsratmitglied Enders nach der Krisensitzung beim FC Erzgebirge sagte, Rost bekäme in München "nochmal das Vertrauen".

Das sagt der Trainer:

Timo Rost: "Ich habe andere Infos aus der Sitzung mitgenommen. Deswegen werden wir definitiv versuchen, die Mannschaft ganz schnell in die Erfolgsspur zu bringen."

Timo Rost 2 min
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Videos und Audios zur 3. Liga

Spieler von Chemie am Ball.
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15 min

Der Hallesche FC hat einen Comeback-Sieg gegen Waldhof Mannheim eingefahren und sich damit etwas Luft im Abstiegskampf verschafft.

Sa 05.11.2022 17:33Uhr 14:56 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-hallescher-fc-wladhof-mannheim-100.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 17. September 2022 | 16:00 Uhr

72 Kommentare

dr schorsch vor 11 Wochen

Alles nur Kopfsache - haben alle unsere Gegner auch schon begriffen - gegen Aue ein Tor und schon zerfällt die Truppe, weil einfach keiner da, der vorne trifft. Deshalb auch Niedergang in 2.Liga - musste aber auch erstmal einen finden, den wir uns leisten können und der vor allem auch willig ist. Aus meiner Sicht nur machbar mit einem kongenialen Duo wie seinerzeit Testroet und Krüger..... beide zusammen unschlagbar - gibt doch genug fähige bei uns, hier ist der Trainer gefordert - dem jetzigen Alphatier fehlt dazu das nötige Fingerspitzengefühl und die Demut.
GlückAuf

Schwarzwasser vor 11 Wochen

Glück auf,

Junge Frau, wenn Sie denn auch Eine sind, in der Urreportage stand erst 3:0. Wurde vom MDR auf das korrekte Resultat geändert, aber wie geschrieben, Wurscht. Kurz zu ihren Kommentar. Geographie: Der Fällbach fließt bei Antonsthal ins Schwarzwasser. Orthographie: Interessant und spornt in jedem Fall zum mehrfachen Lesen an. Benehmen: Eine Mischung aus Orthographie und Geographie. Schönes Wochenende ohne jegliche blöde Bemerkung.

Schnibbler vor 11 Wochen

Einige schreiben hier, dass ja gar nicht so schlecht gespielt wurde? Naja....
Wenigstens das Bierbecher-Fangnetz-Spiel eurer Fans war erfrischend innovativ.
Ehrlich gemeinte Wünsche nach viel Glück in der weiteren Saison. Dynamischer Gruß

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