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Fußball | 3. LigaMIt Glück und Geschick: FSV Zwickau kämpft Braunschweig nieder23. Spieltag

Stand: 26. Januar 2022, 21:05 Uhr

Das war nichts für schwache Nerven: Nach einem frühen Tor zitterte sich der FSV Zwickau gegen anrennende Braunschweiger mit Glück und viel Kampf ins Ziel. Und verabschiedet sich vorerst aus dem Tabellenkeller.

Der FSV Zwickau hat einen Traumstart ins neue Jahr hingelegt. Nach dem 3:1 in Meppen feierten die Westsachsen gegen Eintracht Braunschweig einen knappen und durchaus glücklichen 1:0-Erfolg. Torschütze des Tages war Johan Gomez, der bereits in der neunten Minute knipste.

Gomez-Tunnel sorgt für Freude in Zwickau

Neuzugang Marcel Hilßner stand bereits im Kader, nahm zunächst auf der Bank der Zwickauer Platz. Und er sah einen stürmisch startenden Gast aus Braunschweig. Bereits nach einer halben Minute musste sich Zwickaus Keeper Johannes Brinkies bei einem Flachschuss von Lasse Schlüter mächtig strecken. Der FSV kämpfte sich nun langsam in die Partie und führte nach neun Minuten etwas überraschend: Johan Gomez tunnelte den zögerlichen Gästekeeper Jasmin Fejzic aus fünf Metern.

Nun wurde es ein offenes Spiel, mit vielen harten, aber meist fairen Zweikämpfen. Die Gäste waren immer einen Tick gefährlicher, in der 23. Minute köpfte Philipp Strompf nach einer Ecke hauchdünn über das Tor. Zwickau konnte sich auf der Gegenseite einige gute Gelegenheiten erarbeiten, die aber nicht konsequent ausgespielt wurden. Gegen Ende der ersten Halbzeit wurde der Druck von Braunschweig immer größer, wobei FSV-Keeper Brinkies da nicht immer einen sicheren Eindruck machte. Mit etwas Glück brachte das Enochs-Team die Führung aber in die Pause.

Johan Gomez (Zwickau) überwindet Torhüter Jasmin Fejzic (Braunschweig) zum 1:0. Bildrechte: IMAGO / Kruczynski

Braunschweig stürmt - Bollwerk hält

Nach dem Wechsel erhöhte Braunschweig massiv den Druck. Der FSV kam gar nicht richtig rein und hatte mehrfach richtig Dusel. In der 47. Minute scheiterte zunächst Luc Ihorst nach einer Ecke an Brinkies, beim Nachschuss rettete Dominic Baumann auf der Torlinie. Und die Westsachsen blieben weiter in Nöten, nach einem Freistoß musste erneut Brinkies, der nicht immer sicher wirkte, gegen Consbruch Kopf und Kragen riskieren (59.). Es blieb ein Ritt auf der Rasierklinge und immer wieder stand der Zwickauer Keeper im Mittelpunkt. In der 68. Minute ließ er einen Lauberbach-Schuss prallen, rettete dann gegen Jan Marx. Zwickau kam nun kaum noch zu klaren Szenen vor dem Gästetor, kämpfte aber um jeden Ball, frenetisch unterstützt von 1.000 Fans.  Als dann Lauberbach in der Nachspielzeit aus zehn Metern verzog, war der Dreier endgültig eingetütet.

Ständig im Brennpunkt: FSV-Keeper Johannes Brinkies Bildrechte: IMAGO / Eibner

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Stimmen zum Spiel:

Michael Schiele (Braunschweig) bei Magenta Sport: "Es war ein gutes Spiel von uns, wir waren gut im Spiel. Brinkies hält den Schuss von lasse, das war seine größte Glanztat. Wir hatten sechs Mal Chancen, wo wir den Nachschuss reinmachen können. Die retten drei, vier Mal auf der Torlinie. Das tut richtig weh, wenn der Gegner eine hat und die reinmacht. Und wir zehn haben, die wir nicht nutzen.  Vielleicht war es heute ein Spiel, wo es nicht sein sollte. Wir hatten zig Chancen."  

Joe Enochs (Zwickau): "Wir haben in der ersten Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel gesehen. Wir lassen wenig Chancen zu, Braunschweig war bei Standards aber immer gefährlich. Zwei Halbzeit war es purer Wille. Die Mannschaft hat mit allem was sie hat verteidigt. Es war glücklich, wir hatten einen sehr guten Torwart. Wir hätten uns mehr Entlastung gewünscht. Die sechs Punkte sind unheimlich wichtig. Wir wissen, dass wir in drei Tagen das nächste schwere Spiel haben."

Johannes Brinkies (Torwart FSV Zwickau): "Das war kämpferisch und leidenschaftlich richtig gut von uns. Das Tor schießen wir in einer guten Phase, die erste Halbzeit war gut von uns. Wichtig ist, dass wir mit vollem Fokus in die Spiele gehen. Wir wissen, dass wir an die 100 Prozent kommen müssen, das war im letzten Jahr nicht immer der Fall. Rennen, kämpfen, alles reinhauen, das wollen die Fans sehen. Wir brauchen aber schon noch Punkte."

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 26. Januar 2022 | 21:45 Uhr

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