Fußball | 3. Liga Müller in den Giebel, König ans Lattenkreuz – 1. FC Magdeburg jubelt in Zwickau

13. Spieltag

Dank eines Traumtores nach dem Seitenwechsel hat der 1. FC Magdeburg erstmals seit sieben Jahren gegen den FSV Zwickau gewonnen. Die Elbestädter behielten knapp mit 1:0 (0:0) die Oberhand. Der FSV ergriff in einem ansonsten niveauarmen Ostduell zu spät die Initiative und hatte kurz vor Schluss Pech. Das Hoßmang-Team ist im Tabellenkeller nun punktgleich mit den Zwickauern (12).

FSV Zwickau - 1- FC Magdeburg 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sa 28.11.2020 16:05Uhr 00:45 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-fsv-zwickau-fc-magdeburg-tor-andreas-mueller-100.html

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FSV Zwickau - 1- FC Magdeburg 1 min
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Sa 28.11.2020 16:05Uhr 00:45 min

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Beide Teams schöpften neues Selbstvertrauen aus ihren jeweiligen Mittwochsunentschieden gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte. Davon war auf dem Rasen allerdings nichts zu sehen. Sowohl bei den Gastgebern als auch Gästen fehlte es die komplette erste Hälfte über an Tempo, Überraschungsmomenten – und dem nötigen Mut zum Risiko in der Offensive.

Keine Höhepunkte und zwei frühe Wechsel

Je ein Abschlussaktiönchen auf beiden Seiten durften die Statistiker vor dem Pausenpfiff verzeichnen. Sirlord Conteh, zu diesem Zeitpunkt bereits angeschlagen, konnte FSV-Keeper Johannes Brinkies mit einer Direktabnahme nicht erschrecken (9.).

Davy Frick (19, Zwickau) und Christian Beck (11, Magdeburg)
Davy Frick (li.) und Christian Beck duellierten sich bereits beim bis dato letzten FCM-Sieg 2013. Bildrechte: PICTURE POINT

Zu allem Übel verloren die Elbestädter sowohl Sirlord Conteh als auch Luka Sliskovic frühzeitig mit Muskelverletzungen ohne Fremdeinwirkungen (10./32.). Im anderen Strafraum köpfte Marco Schikora aus Nahdistanz eine Ecke von Manfred Starke kurz vor dem Seitenwechsel genau auf FCM-Schlussmann Morten Behrens – anschließend kullerte der Ball von einem Magdeburger Bein nur knapp am rechten Pfosten vorbei (45.).

Müller fast sich ein Herz / König köpft ans Aluminium

Mit diesem Schuss trifft Andreas Müller (Magdeburg) zum 0:1 , links Ali Odabas (Zwickau) , rechts Sören Bertram (Magdeburg)
Der entscheidende Moment: Magdeburgs Andreas Müller nimmt Maß. Bildrechte: Frank Kruczynski

Dramatisch besser wurde es auch nach Wiederanpfiff nicht – bis sich urplötzlich Magdeburgs Mittelfeldspieler Müller aus der zweiten Reihe ein Herz fasste und den Ball traumhaft schön diagonal in den linken Giebel schweißte (72.).

Zwickau musste – und ergriff nun auch die Initiative. Manfred Starke lenkte Mike Könneckes weiche Eingabe von rechts mit der Stirn direkt in die Arme von Behrens (80.). Unmittelbar daruf wäre der Magdeburger Stammtorhüter machtlos gewesen, allerdings köpfte Ronny König die Flanke von Maurice Hehne lediglich ans linke Lattenkreuz (84.).

Stimmen zum Spiel:

Cheftrainer Thomas Hoßmang 1 min
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Sa 28.11.2020 17:00Uhr 01:26 min

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Thomas Hoßmang (Magdeburg): "Wir hatten auch in der ersten Halbzeit viel Ballbesitz, waren aber im letzten Drittel nicht konsequent, haben immer wieder abgebrochen, keine Verlagerungen in petto gehabt. Mit der Umstellung auf zwei große Stürmer und Sören Bertram dahinter hatten wir mehr Zug zum Tor, mehr Möglichkeiten und am Ende hat uns Andi Müller mit seinem Traumtor geholfen. Über diesen dreckigen Sieg sind wir sehr glücklich."

Joe Enochs (Zwickau): "Die Enttäuschung ist rießengroß. Wir haben von beiden Mannschaften kein gutes Spiel gesehen, das von einem Weitschuss entschieden wird. Vor allem in der ersten Halbzeit waren unsere Aktionen nach der Mittellinie einfach unsauber und schlampig. Danach wurde es besser, aber am Ende hat die Mannschaft gewonnen, die es vielleicht etwas mehr wollte."

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mhe

Videos und Audios zur 3. Liga

Ein Spieler im Interview nach der Partie
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4:0 für die SG Dynamo Dresden - eine Ansage. Hier gibt es die Reaktionen von Spielern und Trainern nach dem Spiel gegen den FC Ingolstadt.

Sport im Osten Sa 27.02.2021 14:00Uhr 04:43 min

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Eine Torchance während des Spiels
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 28. November 2020 | 16:30 Uhr

128 Kommentare

Machdeburjer vor 13 Wochen

Maik, du kennst doch die 3 Liga.
Und habt ihr nicht glaube 2017 noch so eine krasser Aufholjagd gehabt, als ihr fast noch uns von Platz 4 verdrängt hättet?!
In der Tabelle wird noch einiges passieren.
BWG

Machdeburjer vor 13 Wochen

Na geht doch.
Ich denke, bei uns ist schon eine leichte Kurve nach oben zu sehen, 8 Punkte in den letzten 5 Spielen.
Und 2 Ausfälle, 2 offensiver Kräfte nach nicht mal 30 Minuten, muss man auch erstmal verarbeiten.
Das Spiel war chancenarm, das hast du aber auch bei vielen an deren Spielen in dieser 3 Liga.
Wird schon noch...

Heinz K. vor 13 Wochen

Lindemann war zweifelsfrei ein Superfußballer - einer der besten seiner Zeit.
Der Benny ist mir aber tausend mal sympathischer. Der Lutz wirkt auf mich nur noch verbittert. Wahrscheinlich weil sämtliche Versuche eine Karriere nach der aktiven Zeit nicht den Erfolg brachten, den er sich wünschte. Für mich , zumindest im mdr, einfach ein symphatiloser Oberlehrer.