Fußball | 3. Liga Starke köpft Zwickau ins Glück

34. Spieltag

Der FSV Zwickau hat seine Mission Klassenerhalt so gut wie erfüllt. Dank eines Last-Minute-Sieges gegen den SV Wehen Wiesbaden können die Westsachsen die Punktspiel-Saison entspannt ausklingen lassen. Manfred Starke köpfte den FSV mit 2:1 ins Glück.

Spio_Zwickau-Wiesbaden 9 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sport im Osten Sa 16.04.2022 16:00Uhr 08:59 min

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Zwickaus Trainer Joe Enochs nahm im Vergleich zum 3:0-Erfolg beim TSV Havelse vier Veränderungen in der Startelf vor. Für den erkrankten Steffen Nkansah sowie Can Coskun, Mike Könnecke und Lars Lokotsch, die auf der Bank Platz genommen hatten, schickte er Max Reinthaler, Marcel Hilßner, Yannik Möker und Ronny König von Anfang an aufs Feld.

Wehen Wiesbadens Coach Markus Kauczinski tauscht nach dem 0:1 gegen Eintracht Braunschweig glatt sechsmal. Statt Lucas Brumme, Petar Sliskovic, Gino Fechner, Mehmet Kurt, Thijmen Goppel und Johannes Wurtz rückten Florian Carstens, Sebastian Mrowca, Nico Rieble, Benedict Hollerbach, Gianluca Korte und John Iredale in die Startaufstellung.

Fulminante Anfangsphase der Zwickauer

Die Zwickauer begannen furios und drängten die Hessen sofort in ihre Hälfte. Nach einem Eckenfestival, dass diesmal nicht zum Erfolg führte, gingen die Westsachsen aus dem Spiel heraus in Führung. In der achten Minute steckte Ronny König zu Yannik Möker durch, der noch einen Gegenspieler umkurvte und links unten zum 1:0 vollendete. Der passte genau, keine Chance für SVWW-Keeper Florian Stritzel. Die Gäste hatten ihre Probleme mit den Zwickauern, die hoch pressten und so Wehen Wiesbaden kaum ins Spiel kommen ließen.

nk Kruczynski caption/abstract =  Yannik Möker Zwickau, dem das 1:0 gelang - links im Zweikampf mit Bjarke Jacobsen
Zwickaus 1:0-Schütze Yannik Möker im Zweikampf mit SVWW-Spieler Bjarke Jacobsen. Bildrechte: IMAGO/Kruczynski

Nach gut 20 Minuten befreiten sich dann die Wiesbadener und starteten erste nennenswerte Angriffe. Die Zwickauer waren nicht mehr so bissig und sahen dann bei einem SVWW-Pass in die Spitze nicht gut aus. Zunächst konnte Torwart Brinkies noch abwehren, beim Nachschuss von Benedict Hollerbach (28.) war er aber machtlos. Es stand 1:1, die Zwickauer hatten etwas den Faden verloren. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen.

Starke kommt und besorgt den Siegtreffer

Die Gäste aus Hessen kamen angriffslustig aus der Kabine. In der 52. Minute musste FSV-Schlussmann Johannes Brinkies sein ganzes Können aufbieten und parierte einen Schuss aus Nahdistanz von Iredale glänzend. Nach einem Beinahe-Eigentor von Wiesbadens Carstens (57.), der die Pille zum eigenen Kasten zurückspielte, verflachte die Begegnung zusehends. Irgendwie schienen sich beide Mannschaften mit einem Punkt anfreunden zu können.

Doch es sollte alles anders kommen, Wehen Wiesbaden hatte nicht die Rechnung mit den Zwickauern gemacht. FSV-Trainer Joe Enochs hatte in der 75. Minute Manfred Starke gebracht - ein Glücksgriff. Noch waren wenige Sekunden zu spielen, da stieg Starke nach einer punktgenauen Flanke von Marius Hauptmann hoch und köpfte das umjubelte 2:1. Die GGZ-Arena stand Kopf, die Rot-Weißen hatten den Dreier gesichert und stehen jetzt in der Tabelle bei 43 Punkten. Gewinnt am Sonntag (17. April) der 1. FC Magdeburg in Verl, ist der Klassenerhalt der Zwickauer ohne Wenn und Aber eingetütet.

Manfred Starke FSV Zwickau Mitte erzielt das 2:1 Florian Stritzel Torwart, SV Wehen Wiesbaden
Eine Viertelstunde war Manfred Starke auf dem Feld, dann köpfte er das 2:1. Bildrechte: IMAGO/Eibner

Stimmen zum Spiel:

Joe Enochs (Trainer FSV Zwickau): "In der ersten Halbzeit sind wir sehr gut ins Spiel gekommen und haben früh ein Tor geschossen. Dann haben wir eine Chance zugelassen, was Wiesbaden ausgenutzt hat. In der zweiten Hälfte haben die Hessen gezeigt, dass sie eine gute Mannschaft sind. Wir haben uns dann wieder reingekämpft und am Ende belohnt. Es war ein hartes Stück Arbeit. Von den Chancen her ist es vielleicht nicht so verdient gewesen, wir nehmen es aber mit. Wir haben gezeigt, dass wir eine coole Mannschaft sind."

Benedict Hollerbach (Wehen Wiesbadens Torschütze zum 1:1): "Es ist ärgerlich, die Mannschaft ist komplett bedient. Wir haben ein tolles Spiel gemacht und hatten auch sehr gute Chancen. Hier in Zwickau ist eine Superatmosphäre, die Fans nehmen die Spieler mit."

jmd

Videos und Audios zur 3. Liga

Spieler von Chemie am Ball.
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Der Hallesche FC hat einen Comeback-Sieg gegen Waldhof Mannheim eingefahren und sich damit etwas Luft im Abstiegskampf verschafft.

Sa 05.11.2022 17:33Uhr 14:56 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-hallescher-fc-wladhof-mannheim-100.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 16. April 2022 | 16:00 Uhr

11 Kommentare

Frank01 vor 33 Wochen

Wird nächste Saison nicht besser. Liebling Magdeburg geht und der neue Liebling Aue kommt. Für uns wird es nicht besser. Vielleicht kann der MDR erklären, warum der FSV jedes Jahr ignoriert wird. Lässt sich auch mit Zahlen belegen....

Zwickauer1 vor 33 Wochen

Bloß gut das es Magenta TV gibt.
Zwickau scheint beim Heimatsender keine guten Karten zu haben.
Immer die selben Mannschaften werden übertragen.
Hallo MDR. Auch wir gehören zum Sendegebiet.

Hartmut33 vor 33 Wochen

Ja genau. Und die 10 fans !!! die aus ww nach westsachsen gereist sind, haben ihr bestes gegeben. Für so eine Truppe, die in Liga 2 will, einfach nur dünn. Ww hat absolut nichts im Profifußball zu suchen...

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