Fußball | 3. Liga Hallescher FC beginnt Minge-Ära mit Schützenfest

37. Spieltag

In Halle herrscht Aufbruchstimmung. Neu-Sportdirektor Ralf Minge hat dafür gesorgt, dass die Blicke des HFC nach oben gehen. Mannschaft und Trainer scheinen mitzuziehen, denn gegen den SV Wehen Wiesbaden gab es am Samstag (16.05.) einen beeindruckenden 4:0-(2:0)-Heimsieg.

Der Hallesche FC hat seinem neuen Sportdirektor einen Einstand nach Maß beschert. Beim 4:0 (2:0) gegen den SV Wehen Wiesbaden sah Ralf Minge im letzten Heimspiel der Saison den höchsten Saisonsieg des HFC. In Halbzeit eins sorgte ein Doppelschlag innerhalb von einer Minute schon früh für klare Verhältnisse. Michael Eberwein (21.) und Julian-Maurice Derstroff (22.) bewiesen dabei ihre Qualitäten als Distanzschützen.

Boyd unterstreicht Torjäger-Qualitäten

Knipser Terrence Boyd trug sich nach dem Seitenwechsel mit seinen Saisontoren 17 und 18 doppelt in die Torschützenliste ein. Dem SV Wehen Wiesbaden fehlten über weite Strecken der Partie die zündenden Ideen. Zudem musste mit Florian Carstens früh der einzige etatmäßige Innenverteidiger der Hessen verletzt ausgewechselt werden. Brenzlige Situationen entschärfte Halles Torwart-Debütant Tim Schreiber mit einigen Glanzparaden. Einziger Wehrmutstropfen aus HFC-Sicht war eine strittige Rote Karte nach einem Foulspiel von Niklas Kastenhofer an Lucas Brumme.

Tor zum 2:0 durch Julian-Maurice Derstroff (Halle) , Torwart Arthur Lyska (Wiesbaden) machtlos.
Bildrechte: Karina Hessland-Wissel

Trainerstimmen

Rüdiger Rehm (Wehen Wiesbaden): "Uns haben heute beide etatmäßigen Innenverteidiger gefehlt. Bei der Offensivpower von Halle fehlte uns einfach die Gegenwehr. Dann wird es für jeden schwer. Das hat uns letztlich das Genick gebrochen. Aber auch nach vorn konnten wir uns nicht durchsetzen."

Florian Schnorrenberg (Halle): "Schreiber hat ein tolles Spiel gemacht. Er ist in seinem Alter einer der besten Torhüter in Deutschland. Ich freue mich richtig für die Jungs. Wir sind ein Team. Wir haben zwar schöne Tore herausgespielt, aber wir haben auch gesehen, wie stark Wehen ist und dann kann so ein Spiel auch anders ausgehen."

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Hallescher FC - SV Meppen
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR aktuell | 16. Mai 2021 | 19:30 Uhr

32 Kommentare

Banne vor 10 Wochen

Eine tolle"Vorstellung"unsrer Mannschaft!Manchmal musste man sich schon die Augen reiben,wenn man sah wozu wir eigentlich fähig sind!Auch wenn immer mal ein Schlendrian auftrat.Doch,heut soll nicht so viel Kritik geübt werden.Es war viel mehr Licht als Schatten zu sehen!Ein versöhnliches(Heimspiel) Saison Ende!Mit tollen Toren und guter Mannschaftsleistung.Die meisten Spieler wollten wohl auch zeigen was in ihnen steckt!Nun gilt es den Schwung(von den Jungs die hierbleiben)in die neue Saison mit zu nehmen! Ich hoffe und vertraue dem jetzigen Vorstand,das diesmal doch bessere Verpflichtungen getätigt werden!Alle Wetter,der Tim Schreiber zeigte einen Super Einstand!Wie es mit Schnorre weitergeht?,steht ja noch offen!?Sollte er bleiben,einen Wunsch aber an Ihn.Bitte mehr Mut und unseren jungen"Talenten"mehr Vertrauen und mehr Spielminuten geben!Auch gestern,ich habe bei diesem Spielstand mir gewünscht das Scherba auch eingewechselt wird.(Spielpraxis)Nun noch RWG und Toi toi toi in München

Nordost vor 10 Wochen

Moin, sollte Lübeck gegen Zwickau gewinnen?
Der HFC und FCM sind durch.
Da hat sich wohl die Anspannung bei den Fans gelegt.
So wie Peter schreibt. Nächstes Jahr steigen beide Teams aus S-A auf.
Vielleicht dann auch mit Hansa.
Beschlossen und verkündet.
Gruß vom Fischkopp

Peter Riesler vor 10 Wochen

Erst mal an DÜNÄMÜ herzlichen Glückwunsch. Ich hoffe, dass die Fischköppe nachziehen. Dann wären in der nächsten Spielzeit drei echte Ostmannschaften in der 2. Liga.

Nächste Saison: Mindestens zwei Ostmannschaften steigen in die 2. Bundesliga auf. Am besten die Teams aus Sachsen-Anhalt.

Damit würde sich dies Liga langsam, aber stetig als DDR-Oberliga 2.0 etablieren. Trotz Konzernen im Westen. Wenn dann noch Zwicke und ein weiteres Team später (Karl-Marx-Stadt oder Leipzig oder Jena oder BFC oder Erfurt oder alle nach und nach dazustossen, umso besser.

Zeigt dem Westen 30 Jahre nach der Machtübernahme, wo das wirkliche Leben stattfindet. Bei Traditionsvereinen im Osten und nicht etwa bei Marketingprodukten aus dem südlichen Ausland.

Vielleicht können Erfurter und Jenaer, Hallenser und Magdeburger bald sogar zusammen vor einem Spiel in Ruhe ein Bier zusammen trinken.

Mein Gott, wäre dies schön!